Neue Studie

Ketogene Diät in der Kritik: Warum fettreiche Ernährung chronische Krankheiten fördert

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Lecker Eis: Fett ist Geschmacksträger und mundet den meisten - wer zu viel davon erwischt, gefährdet allerdings seine Gesundheit.

Welche Ernährungsform ist die gesündeste? Verfechter der fettreichen Kost sollten ihre Ernährung überdenken, wie eine Studie herausgefunden hat. 

Low Carb-, Paleo- oder Rohkost-Diät: Immer wieder tut sich die Frage auf, welche Ernährungsform für den Körper am besten ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung plädiert für die Ernährungspyramide mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Genussmitteln wie Alkohol. Doch diese Empfehlungen werden von vielen Menschen hinterfragt: So gibt es etwa die Anhänger der ketogenen Diät, deren Motto "Low Carb/High Fat" ist - das heißt konkret: wenig Kohlenhydrate, viel Fett.

Fettreiche Ernährung fördert Entzündungen im Körper

Diese Ernährungsform haben chinesische Forscher nun unter die Lupe genommen und kamen zu keinem guten Ergebnis, wie das Portal Wissenschaft-aktuell berichtet. So veränderte sich die Darmflora von Menschen, die viel Fett zu sich nahmen, bereits nach sechs Monaten. Parallel verschlechterten sich die Blutfettwerte und auch Entzündungsprozesse im Körper nahmen zu, die Krankheiten wie Diabetes, Rheuma und Autoimmunerkrankungen fördern.

Für die Studie hatten die Forscher um Duo Li von der Qingdao University in der chinesischen Provinz Shandong 217 gesunde Männer und Frauen zwischen 18 und 35 Jahren in drei Gruppen eingeteilt. Alle nahmen über einen Zeitraum von sechs Monaten gleich viele Kalorien pro Tag zu sich, nur der Fett- und Kohlenhydrat-Anteil der Nahrung variierte. So nahm die erste Gruppe 20 Prozent der täglichen Kalorien in Form von Fett zu sich, die zweite Gruppe 30 und die dritte Gruppe ganze 40 Prozent Fett (überwiegend in Form von Sojaöl).

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Darmflora verändert sich: mehr entzündungshemmende Bakterien

Alle Studienteilnehmer speckten während des Versuchs ab, vor allem aber die Gruppe, die 20 Prozent ihres Tagesbedarfs mit Fett deckte. Aber noch interessanter für die Forscher: Die Darmflora veränderte sich immens. So fanden die Studienleiter in den Stuhlproben der 20-Prozent-Gruppe vermehrt solche Bakterien, die entzündungshemmende und weitere gesundheitsfördernde Vorgänge im Körper auslösen.

In der 40-Prozent-Fett-Gruppe dagegen stieg die Zahl derjenigen Bakterien, die Entzündungen im Körper begünstigen. "Diese Ergebnisse unterstützen Ernährungsempfehlungen, die vor zunehmendem Fettkonsum warnen", schreiben die Wissenschaftler um Duo Li in ihrer Veröffentlichung.

Zur Studie

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jg

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Wer sich nach der Mittelmeerdiät ernährt, setzt auch auf pflanzliche Fette. Ein Klassiker ist Olivenöl. Foto: Christin Klose © Christin Klose
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Margret Morlo ist Diätassistentin und Redakteurin beim Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Foto: Margret Morlo
Margret Morlo ist Diätassistentin und Redakteurin beim Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Foto: Margret Morlo © Margret Morlo
Gegrillter Fisch ist ein Klassiker der Mittelmeerküche. Dazu kann man zum Beispiel einen frischen Salat kombinieren. Foto: Manuela Rüther
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