Weniger als zehn Minuten am Tag

Jeder zweite Deutsche ist ein Sportmuffel 

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Müde und bequem - Umfrage: Jeder zweite Deutsche gibt zu, keinen Sport zu treiben

Baierbrunn - Durch den Park joggen oder Fahrradfahren - Sport in der Natur ist gut für den Körper und die Gesundheit. Doch den liebsten "Sport" betreiben die Deutschen in den eigenen vier Wänden.

Lieber auf dem Sofa rumhängen als eine Runde Joggen, lieber mit dem Auto unterwegs als zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Die Hälfte der Deutschen räumt bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" ein, sportlich nicht aktiv zu sein (48,4 Prozent).

Vier von zehn der befragten Bundesbürger geben sogar zu, sich in den vergangenen sieben Tagen nicht einmal für zehn Minuten mehr als nötig bewegt zu haben (39,2 Prozent). Nach den Gründen für seine geringe körperliche und sportliche Aktivität gefragt, antwortete jeder Vierte (24,9 Prozent), er sei ganz einfach "zu bequem". Jeder Fünfte (21,3 Prozent) sieht keine besondere Notwendigkeit, sich mehr als nötig körperlich zu bewegen, jeder Siebte (14,3 Prozent) ist immer viel zu müde und erschöpft und jedem Achten (12,2 Prozent) macht körperliche Bewegung ganz einfach "keinen Spaß" (Mehrfachnennungen möglich).

Dabei sind Sport und Bewegung wichtig. Sportwissenschaftler Professor Klaus Bös von der Universität Karlsruhe betont, Bewegung sei die beste Medizin gegen die kleinen und großen Leiden des Älterwerdens. Die Sportwissenschaftlerin Professorin Petra Wagner von der Universität Leipzig mahnt zugleich, der "Gassi-Weg" um den Block genüge allerdings nicht.

Zu einem aktiven Lebensstil gehöre auch ein wenig Sport. Entscheidend sei dabei, dass man sich beim Sport wohlfühle und sich nicht überfordere. "Der Einstieg ist gar nicht so schwierig, wenn die Hürde am Anfang nicht zu hoch ist", betont sie.

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