Unfruchtbarer Lebensstil

Fernsehen schadet Spermien

+
Männer mit Kinderwunsch sollten lieber nicht vor dem Fernseher sitzen.

Faul auf der Couch liegen und Fernseh glotzen, gehört für viele nach dem Job zum Abend-Programm. Doch laut US-Forschern sollten Männer lieber darauf verzichten.  

Das Sport sich positiv auf die Spermienqualität auswirkt, ist jedenfalls bei Marathonläufern und Radfahrern länger bekannt. Und jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, wie schlecht das Sperma von Bewegungsmuffeln ist: Junge Männer, die rund drei Stunden täglich vor dem Fernseher hocken, haben eine erheblich verminderte Spermienzahl, berichten die Forscher in einer im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Studie.

Audrey Gaskins und sein Team von der Harvard School of Public Health (HSPH) haben untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität von Durchschnittsmännern und ihrer Fruchtbarkeit gibt. Dafür wurden 189 Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren zu ihren Sport und TV-Sehgewohnheiten befragt. 

Das Ergebnis ist verblüffend: Männer, die rund 20 Stunden in der Woche vor der Flimmerkiste saßen, hatten 44 Prozent weniger Spermien als die Nicht-TV-Seher. Männer, die wöchentlich 15 Stunden Sport trieben, hatten ein 75 Prozent höhere Anzahl von Zellen in ihrer Samenflüssigkeit, als jene die nur fünf Stunden körperlich aktiv waren.

Sport macht die Spermien fit 

"Wir wissen sehr wenig darüber, wie der Lebensstil die Qualität des Spermas und männliche Fruchtbarkeit bestimmen kann. Um so aufregender ist es, dass es doch Faktoren gibt, die die Spermienzahl von Männern beeinflussen", so Audrey Gaskins. Vor allem kann Mann selbst etwas dafür tun, falls er seine Fortpflanzungsfähigkeit steigern möchte.

Allerdings hängt die Zeugungsfähigkeit nicht allein von der Quantität der Spermien ab, sondern auch von deren Qualität. Sperma mit nur wenigen, trägen oder fehlgebildeten Spermien ist eine häufige Ursache für Unfruchtbarkeit. Nachweislich schaden Hitze am Hodengewebe, schlechte Ernährung und Rauchen schon der Spermaproduktion. 

ml

Kommentare