Darmkrebs vorbeugen

Sollte jeder wissen: Diese Ursache steckt hinter vier häufigen Krebserkrankungen

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Krebs macht Angst. Doch jeder Einzelne kann etwas tun, um sein Risiko zu senken. Forscher fanden einen Faktor, der das Krebsrisiko immens steigert.

Eine genetische Veranlagung spielt bei vielen Krebserkrankungen eine große Rolle. Doch auch der Lebensstil kann Krebs begünstigen - und manche Krebsarten sogar auslösen. Rauchen etwa ist ein Hauptrisikofaktor. Aber auch Übergewicht rückt als Verursacher von Krebs immer mehr in der Mittelpunkt der Krebsforschung.

Adipositas als Auslöser: Fast 40 Prozent der Krebserkrankungen wären vermeidbar

Britische Wissenschaftler der Stiftung Cancer Research UK beschäftigten sich mit den Auswirkungen einer immer dicker werdenden Gesellschaft in Großbritannien - mit einem erschreckenden Ergebnis! So ist Übergewicht und Fettleibigkeit (auch Adipositas genannt) bei vier Krebsarten mittlerweile für mehr Erkrankungen verantwortlich als das Rauchen, wie das Ärzteblatt unter Berufung auf die Stiftung berichtete. In England würden Cancer Research UK zufolge rund doppelt so viele fettleibige Menschen wie Raucher leben. Das macht Großbritannien nach Ungarn zum "zweitdicksten" europäischen Land. Etwa 29 Prozent der Einwohner sind mit einem BMI von 30 oder mehr übergewichtig. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 23,6 Prozent, in den USA ganze 38,2 Prozent.

Der Studie des Cancer Research UK zufolge ist Übergewicht oder Fettleibigkeit nach dem Rauchen für die meisten vermeidbaren Krebserkrankungen - in Großbritannien fast 40 Prozent - verantwortlich. Rund 6,3 Prozent der Fälle waren auf Adipositas zurückzuführen, 15 Prozent auf das Rauchen.

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Übergewicht begünstigt Darm-, Leber-, Nieren- und Eierstockkrebs

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Adipositas bei vier Krebskrankheiten sogar eine wichtigere Rolle spielt als das Rauchen. So sind es bei den rund 42.000 neuen Darmkrebs-Erkrankungen rund 4.800, die durch Übergewicht oder Adipositas verursacht werden. Davon seien den Forschern zufolge "nur" 2.900 aufs Rauchen zurückzuführen.

Auch bei Nieren-, Leber- und Eierstockkrebs können mehr Erkrankungen auf Übergewicht als auf das Rauchen zurückgeführt werden.

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jg

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. 
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.   © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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