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Auch die Luft spielt eine Rolle: Diese zwölf Faktoren begünstigen Demenz

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Nordic Walking in Weinbergen
Ob durch Weinberge oder die Alpen: Wandern und Nordic Walking beugen einer Demenz vor. © Christoph Schmidt/dpa

Wenn sich Menschen an folgende zwölf Regeln halten würden, ließen sich 40 Prozent aller Demenz-Erkrankungen verhindern oder herauszögern, meinen Forscher.

Das Vergessen hat einen Namen: Alzheimer. Von der häufigsten Form der Demenz sind rund 700.000 Menschen in Deutschland betroffen, jährlich erkranken zwischen 120.000 und 160.000 Menschen neu. Doch es gibt auch andere Formen der Demenz: Insgesamt sind in Deutschland etwa eine Million Menschen demenzkrank. Die bisher unheilbare Störung führt dazu, dass Nervenzellen im Gehirn absterben, was zu Vergesslichkeit, Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit führt. Werden Betroffene nicht frühzeitig behandelt, verlieren sie mehr und mehr die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Doch es gibt eine Reihe von Verhaltensregeln, die das Alzheimer-Risiko senken*. So empfiehlt eine Kommission des Lancet, eine medizinische Fachzeitschrift, zwölf Regeln, die ganze 40 Prozent aller Demenz-Erkrankungen verhindern oder zumindest herauszögern sollen.

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Die zwölf Regeln gegen Demenz

Sport und regelmäßige Aktivität fördern die Durchblutung des Gehirns, senken Blutdruck und Cholesterinspiegel und beugen der Entstehung von Übergewicht und Diabetes vor. Außerdem kommt es seltener zu Gefäßverkalkungen – einem Risikofaktor für Demenz.

Auch völlig gesunde Übergewichtige haben ein erhöhtes Demenzrisiko, weshalb man regelmäßig sein Gewicht checken sollte.

Menschen, die an Depressionen leiden, sollen sechsmal so häufig an Demenz erkranken, als psychisch Gesunde, wie welt.de informiert.

Fast Food und Fertiggerichte fördern Diabetes und Übergewicht, die wiederum die Entstehung einer Demenz triggern.

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Luftverschmutzung hat negative Effekte auf unsere Gesundheit – auch in Hinblick auf Demenz. Sogar Coronavirus-Infektionen sollen schwerer verlaufen, wenn Menschen in schlechter Luft aufwachsen oder in Gebieten mit hoher Feinstaubbelastung leben.

Der durch Rauchen und Passivrauchen ausgelöste Sauerstoffmangel im Gehirn kann eine Demenz begünstigen. Auch eine Studie der University of California in San Francisco belegt einen Zusammenhang: So hatten Menschen, die im mittleren Lebensalter mehr als zwei Zigarettenschachteln pro Tag rauchten, ein um 114 Prozent erhöhtes Demenzrisiko.

Wer bereits im Kleinkindalter gefördert wird, dessen Gehirn verfügt wohl über eine Art Schutzmechanismus gegen Demenz. So können neuronale Verbindungen, die bereits früh im Leben geknüpft werden, die geistige Leistungsfähigkeit lange erhalten.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt auf Dauer die Gefäße, weshalb nicht richtig therapierte Diabetiker auch ein bis zu vierfach erhöhtes gefäßbedingtes Demenzrisiko haben, wie welt.de berichtete.

Jede Gehirnerschütterung – aber auch harte Kopfbälle – schaden dem Gehirn und triggern auch das Demenzrisiko.

Alkohol kann die Strukturen im Gehirn angreifen und so Demenz fördern.

Ein zu hoher Blutdruck wirkt sich negativ auf die Blutgefäße aus, es kann zu Durchblutungsstörungen im Gehirn kommen, die eine Demenz fördern.

Prof. Frank R. Lin von der Johns Hopkins University hat die These aufgestellt, dass die soziale Isolation, die bei Schwerhörigen oft eintritt, ein Faktor für das Einsetzen der Demenz ist, wie welt.de informiert. (jg) *Merkur.de und 24vita.de gehören zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Mehr Quellen: www.bundesgesundheitsministerium.de; www.thelancet.com

Weiterlesen: Lange geistig fit: So einfach beugen Sie Alzheimer vor.

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