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Pendlerpauschale: ADAC drängt auf deutliche Erhöhung - ab dem ersten Kilometer

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Von: Patricia Huber

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Die hohen Spritpreise belasten besonders Pendler stark. Daher fordert der ADAC jetzt, die höhere Pauschale bereits ab dem ersten Kilometer zu zahlen.

München – Mit dem Tankrabatt in den Sommermonaten wollte die Bundesregierung vor allem Berufspendler unterstützen. Doch letztendlich war die angepeilte Preissenkung an den Zapfsäulen eine große Enttäuschung – die Spritpreise waren weiterhin hoch. Und auch nach Ende der Entlastung kosten Diesel und Benzin immer noch deutlich mehr, als vor dem Ukraine-Krieg und der Energiekrise.

Pendlerpauschale: ADAC fordert 38 Cent ab dem ersten Kilometer

Daher fordert der Autofahrerverband ADAC erneut eine höhere Pendlerpauschale bereits ab dem ersten Kilometer. „Der Entwurf des Jahressteuergesetzes sollte in den Bundestagsberatungen durch eine erhöhte Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer ergänzt werden“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand mit Blick auf eine öffentliche Anhörung des Bundestagsfinanzausschusses zum Jahressteuergesetz 2022 an diesem Montag. „Nicht nur die Energiekosten im Verkehr sind massiv gestiegen, auch die Preise für neue und gebrauchte Fahrzeuge“, erklärte Hillebrand. Daher seien Pendler besonders von steigenden Kosten betroffen und müssten mehr entlastet werden als bisher.

Für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte erkennt das Finanzamt pro tatsächlichem Arbeitstag für jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke 30 Cent Entfernungspauschale an. Ab dem 21. Entfernungskilometer gibt es jeweils 35 Cent. Bereits im Frühjahr hatte die Ampel-Koalition eine Erhöhung der Pauschale für Fernpendler auf 38 Cent beschlossen – also für jene, die 21 oder mehr Kilometer zur Arbeit fahren müssen.

CSU spricht sich für „Dynamisierung“ der Pendlerpauschale aus

Auch die CSU forderte kürzlich eine Anpassung bei der Pendlerpauschale. Die Fraktion schlug bereits Ende Oktober vor, die Pendlerpauschale künftig jährlich entsprechend der Preisentwicklung anzupassen. „Gerade, weil in der aktuellen Inflation die Kosten davonlaufen, ist es uns wichtig, die Berufstätigen zu entlasten. Die Pendler im ländlichen Raum ächzen unter den hohen Spritkosten. Die Dynamisierung der Pendlerpauschale ist dafür ein einfaches, wirksames und unbürokratisches Instrument“, sagte der finanzpolitische Sprecher der CSU-Fraktion Josef Zellmeier.

Michael Hoffmann (CSU) unterstützt außerdem die Forderung des ADAC: „Es ist nur gerecht, dass der Staat die arbeitende Bevölkerung mit den steigenden Mobilitätskosten nicht alleine lässt. Wir haben uns bereits im Bundesrat dafür eingesetzt, zusätzlich zur Dynamisierung die Wege zur Arbeit ab dem ersten Kilometer in voller Höhe zu berücksichtigen und nicht erst ab dem 21. . Es gibt keine Pendler erster und zweiter Klasse, denn die hohen Kosten treffen alle gleich“, erklärte er. (ph/dpa)

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