So geht‘s: Der Opern-Knigge für Anfänger

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Alfred Kim und Claudia Mahnke geben alles auf der Bühne der Oper Frankfurt in dem Stück Hoffmanns Erzählungen.

Frankfurt – Die Oper Frankfurt ist laut Opernwelt-Umfrage das beliebteste Opernhaus Deutschlands. Da sollte einem Besuch doch nichts im Wege stehen. Unerfahrene Operngänger laufen leicht Gefahr, direkt ins Fettnäpfchen zu tappen. Doch das lässt sich vermeiden. Von Angelika Pöppel

Weitere Infos auch auf der Webseite der Oper Frankfurt unter www.oper-frankfurt.de.

Holger Engelhardt, Pressesprecher der Oper Frankfurt, drückt aber bei jungen Menschen auch gerne mal ein Auge zu. „Auch wenn Jugendliche mit zerrissenen Jeans und Turnschuhen kommen, ist das kein Problem“, versichert er. Mit der Kleiderordnung sieht es Engelhart nicht so eng. Die gute alte Jeans sei heute operntauglich. Engelhardt ist es wichtig, dass die Jugendlichen den Weg in die Oper finden und sich dabei wohlfühlen. Doch wenn wohlfühlen bedeutet, dass Jugendliche mit Ipod und Popcorn schmatzend im Konzertsaal rumhängen und während der Gesangsstücke pfeifen, jubeln und laut mitgrölen, geht das zu weit, so Engelhardt.

Darf man auch mitsingen?

Holger Engelhardt

Grundsätzlich sind Begeisterungsrufe und Applaus nichts Schlechtes. Aber es gilt: Erst nach der Arie kann und soll geklatscht werden. Laut mitsingen ist schlicht tabu. Auch auf das geliebte Handy müssen Opernbesucher verzichten. Für den ersten Besuch empfiehlt der Experte Hoffmanns Erzählungen, ein leichtes und zugängliches Stück mit bekannten Melodien. „Auch wenn heute keiner mehr Puderpe-rücken und Pumphosen trägt, bleiben die Themen aktuell", erklärt Engelhart. Die Geschichten handeln von Liebe, Liebeskummer und Selbstfindung. Und diese Themen betreffen besonders das Leben von Jugendlichen.

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