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Pokémon GO: Polizisten des LAPD werden wegen eines Relaxos gekündigt

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Von: Adrienne Murawski

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Für manche ist Pokémon GO eine wahre Sucht. So wohl auch bei zwei Polizisten, die lieber auf Pokémonjagd gingen, anstatt Verbrecher zu verfolgen.

Los Angeles – Auch fünf Jahre nach Release hält Pokémon GO* die Spieler in seinem Bann. So sehr, dass manch einer wohl auch schon während der Arbeit oder anderen wichtigen Dinge, die Finger nicht vom Handy lassen konnte. In den meisten Berufen ist das wohl kein Problem, wenn man sich einmal kurz mit der Pokémonjagd ablenkt. In Kalifornien konnten sich jedoch zwei Polizisten nicht von Pokémon* GO lösen und gingen lieber auf Pokémon- als auf Verbrecherjagd.

Name des SpielsPokémon GO
Release (Datum der Erstveröffentlichung)06. Juli 2016
PublisherNiantic
SeriePokémon
PlattformenAndroid, iOS
EntwicklerNiantic
GenreAugmented Reality, Mobile

Pokémon GO: Polizisten fangen lieber Pokémon, anstatt auf Verbrecherjagd zu gehen

Was ist passiert? Zwei Polizisten vom Los Angeles Police Department (LAPD) waren 2017 im Dienst und auf Streife. Währenddessen spielten die beiden Beamten anscheinend Pokémon GO. So wurde vor Gericht eine Tonaufnahme abgespielt, in der die beiden über auftauchende Pokémon sprachen. Laut offiziellen Angaben befanden sich die beiden gerade auf dem Weg zu einem Relaxo, als ein Togetic auf dem Display auftauchte.

Ein kurzer Blick aufs Handy oder auch der Zeitvertreib mit Pokémon GO, wenn gerade nichts ansteht, sollte nicht allzu schwer gewertet werden. Das Problem bei dem Vorfall war jedoch, dass die beiden Polizisten eigentlich zu einem Raubüberfall gerufen worden waren. Doch anstatt dorthin zu fahren und auf Verbrecherjagd zu gehen, entschieden sich die beiden, das Relaxo und Togetic fangen zu wollen.

Zwei Polizisten schauen auf ihr Handy vor einem Pokémon GO Hintergrund
Pokémon GO wichtiger als Raubüberfall – Polizisten machen lieber Jagd auf Relaxo © Niantic/Frank Sorge/IMAGO (Montage)

Welche Konsequenzen gab es für die Polizisten? Dieser Fauxpas blieb natürlich nicht unbemerkt und die Polizisten erhielten nicht nur eine Rüge, sondern wurden auch aus dem Dienst verwiesen. Gegen die Kündigung legten die beiden Berufung vor Gericht ein, da sie angeblich kein Pokémon GO während der Arbeitszeit gespielt hätten. Laut eigener Aussage hatten die beiden Beamten „nur ein Gespräch über Pokémon GO“ geführt, da einer der beiden regelmäßig SMS und Benachrichtigungen von einer Pokémon GO Spielergruppe erhielt.

Diese Aussage wurde als Lüge entlarvt, da das Gespräch der beiden Polizisten im Auto aufgenommen wurde. Darin ist wohl deutlich zu hören, wie ein Officer sagt, dass „ein Togetic gerade aufgetaucht“ wäre und den genauen Spawnort angibt. Wer bereits Pokémon GO gespielt hat, weiß, dass man diese Information nur während des Spielens erhalten kann.

Pokémon GO. Polizisten legen Berufung ein – Gericht fällt eindeutiges Urteil

Wie hat das Gericht nun entschieden? Nachdem die beiden Polizisten Berufung gegen ihre Kündigung eingereicht haben, hat das Gericht nun endlich entschieden. Nach der Anhörung hat das Gericht geurteilt, dass die Kündigung der beiden Polizisten rechtskräftig ist. Schließlich haben beide Pokémon GO gespielt, anstatt ihren Pflichten als Polizisten nachzukommen.

Ganz eindeutig ist es ziemlich schwer für manche, Pokémon GO zu widerstehen. Solange man nicht während der Arbeit auf Pokémonjagd geht, sollte das normalerweise aber kein Problem sein. Im Januar 2022 stehen auch wieder zahlreiche Events an. So findet in Kürze der neue Community Day Classic in Pokémon GO* statt. Außerdem können Fans Niantic derzeit helfen, die Raids in Pokémon GO zu verbessern*. Dafür findet gerade eine Umfrage statt, bei der man als Belohnung Items im Wert von 13 Euro geschenkt bekommt. *ingame.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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