So manche Erfrischung entpuppt sich als wahre Kalorienbombe

Figur-Falle Sommerdrink

So süß und lecker sie aussehen, viele Sommer-Getränke stellen sich als Dickmacher heraus. Foto: Kzenon - fotolia.com

Sommer, Sonne, coole Drinks: Aber Vorsicht! So manch leckeres Getränk stellt sich bei genauerem Hinsehen als Kalorienfalle heraus. Der EXTRA TIPP verrät welches!. Von Dirk Beutel

Region Rhein-Main – Beim Grillen, beim Sport oder beim Stadtbummel – steigt das Thermometer, steigt die Lust auf eine kühle Erfrischung. Doch wer seine mühsam antrainierte Strandfigur für den Sommer nicht strapazieren möchte, sollte sich den Inhalt seines Glases lieber genauer ansehen. Vor allem wenn Alkohol drin ist. „Alkohol ist ein Energie- und damit ein Kalorienlieferant“, sagt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Zum Vergleich: Ein Gramm reiner Alkohol entspricht etwa sieben Kalorien, das kommt einem Gramm Fett mit neun Kalorien pro Gramm ziemlich nah. Und je mehr Alkohol in einem Getränk enthalten ist, desto mehr Kalorien nimmt man zu sich. Wer gerne Cocktails trinkt, auf den warten noch weitere Fallstricke: „In Cocktails sind nicht nur Alkohol, sondern auch Sahne und Zucker – und damit viele Kalorien enthalten“, sagt Margret Morlo, Sprecherin des Verbandes für Ernährung und Diätethik.

Wer seinen Durst löschen, aber auf Kalorien komplett verzichten möchte, der sollte besser auf Leitungswasser, Mineralwasser sowie Kräuter- oder Früchtetees zurückgreifen.

So süß und bunt sie sind, so tückisch sind sie für die Hüften: Smoothies, Milchshakes und Limonaden. „Wer einen Blick auf die Zutatenliste wirft, erkennt schnell, was er denn da trinkt. Auch wenn auf der Packung Mango, Banane und andere leckere Obstsorten abgebildet sind, kann in der Zutatenliste Apfelsaft, Wasser, Zucker und ähnliches aufgelistet sein.“ Auch Keller rät, auf die Inhaltsangaben zu achten: „Am besten, seinen Smoothie selber zubereiten, dann weiß man sicher, was drin ist. Bei Limonaden und Milchshakes veröffentlichen Hersteller mittlerweile Nährwertangaben und Zutaten im Internet. Da lohnt ein schneller Blick.“

Ein Tipp noch zur Zutatenliste: An erster Stelle in der Zutatenliste steht das Lebensmittel, dass in größter Menge in dem Produkt enthalten ist. Je weiter hinten ein Lebensmittel aufgeführt ist, umso kleiner ist die zugesetzte Menge. Aber Achtung: Zugesetzter Zucker wird häufig mit der konkreten Bezeichnung aufgeführt. Zum Beispiel: Glukose, Fruktose, Sirup, Malzzucker, Honig.

Aber auch der harmlos klingende Eistee entpuppt sich als Kalorienfalle. Mit 39 Kalorien auf 100 Milliliter enthält er sogar etwas mehr als ein Weizenbier (38).

„Das Problem ist, das viele süße und alkoholhaltige Getränke gar nicht sättigen. Deshalb werden oft sehr große Mengen getrunken, die fast einer Zwischenmahlzeit entsprechen“, sagt Keller. Das gilt insbesondere für Milch und Buttermilch. „Das sind keine echten Getränke zum Durststillen. Sie enthalten neben dem Milchzucker auch Eiweiße und Fette und sind damit eher eine kleine Zwischenmahlzeit“, sagt Morlo.

Sogar der Kaffee, an sich ein kalorienarmes Getränk, ist durch seine vielen Milch-, Sahne- und Zuckervarianten ein echter Dickmacher.

Und auch bei Gemüsesäften sollten zumindest Menschen mit einem hohen Blutdruck oder Wassereinlagerungen ebenfalls vorsichtig sein, da in diesen Getränken Salz enthalten ist. Morlo: „Für Betroffene sind solche Getränke daher nur bedingt, das heißt in kleinen Mengen, geeignet.“

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