Durch bunte Wälder

Wandern im Herbst: Das sind die schönsten Strecken

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Der Herbst ist zum Wandern eine beliebte Jahreszeit.

Mit bunt gefärbten Wiesen und Wäldern, klarer Luft und angenehmen Temperaturen eignet sich der Herbst für eine Wanderung durch die Natur. Der EXTRA TIPP zeigt die schönsten Strecken der Region. Von Fabienne Seibel 

Taunus

Auf der Drei-Gipfel-Tour am Feldberg lassen sich auf der 14 Kilometer langen Strecke die drei höchsten Gipfel des Taunus erklimmen: Den Großen Feldberg (881 Meter), den Kleinen Feldberg (826 Meter) und der Altkönig (798 Meter). Startpunkt ist der Wanderparkplatz Große Kurve an der Kanonenstraße (L 3004) zwischen Arnoldshain und Oberursel. Von dort aus geht es nördlich in Richtung Passhöhe Sandplacken, bevor der Weg am Teufelsquartier westlich abknickt und in Richtung Großer Feldberg führt. Der Blick vom Brunhildisfelsen bietet Wanderern eine tolle Aussicht auf den Hochtaunus und die Wetterau.Vom Großen Feldberg kann dann in Richtung Süden parallel zur Hochtaunusstraße zum Kleinen Feldberg gewandert werden.

Oberhalb des Naturschutzgebietes Reifenberger Wiesen kann man die Quelle der Weil und das Limes-Kastell bestaunen. Über die Passhöhe Fuchstanz führt der Weg dann schließlich zum Altkönig, auf dessen Gipfel die alte Befestigungsanlage Ringwall Altkönig steht. Wer sich dort genug umgesehen hat, kann dann den Rückweg in entgegengesetzte Richtung antreten und zum Ausgangspunkt zurück wandern.

Spessart

Für eine Wanderung im Spessart eignet sich besonders der Spessartweg eins. Dieser wurde im Jahr 2005 mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet und bietet mit seiner rund 62 Kilometer langen Strecke, die aber auch abgekürzt werden kann, jede Menge für begeisterte Wanderer. Der höchste Punkt des Wandersweges liegt auf 506 Metern. Die Tour startet am Aschaffenburger Hauptbahnhof, ab dem die Strecke markiert ist. Vorbei geht es dann an Felsformationen der Teufelskanzel und dem gigantischen Speierlingsbaum zum legendenumwobenen hohen Kreuz und dann weiter ins Tal zum Kloster Schmerlenbach. Von dort führt der Weg wieder durch den vom Herbst gefärbten Wald, vorbei an verlassenen Waldseen und nach Rothenbuch mit dem Schloss. Von dort geht es zum Abstieg Richtung Main. Dort kann man dann die Stadt Lohr sowie das Kurmainzische Schloss mit dem Spessartmuseum, das alte Rathaus und die fränkische Altstadt mit Fischerviertel bestaunen.

Von Lohr aus führt der Spessartweg dann zum Wallfahrtsort Mariabuchen, wo man Kloster und Kirche besichtigen kann. Von dort geht es durch ein typisches Spessartwiesental hinauf zur Ruine Schönrain, von wo es einen tollen Blick in das Maintal gibt. In der Drei-Flüsse-Stadt Gemünden endet der Weg auf dem Marktplatz.

Odenwald

Der Burg Breuberg-Weg ist mit 6,7 Kilometern gut für eine Anfänger-Tagestour geeignet. Der Rundwanderwag hat einen Aufstieg von 206 Metern und führt hauptsächlich durch den Wald. Ausgezeichnet ist er mit dem Qualitätssiegel des Odenwaldklubs „Wanderbarer Odenwald“ und bietet die Möglichkeit, die Burg Breuberg, deren Anfänge auf das Jahr 1160 zurückgehen, zu besichtigen. Startpunkt der Tour ist der Parkplatz Gustavsruhe in Breuberg.

Von dort aus verläuft der Weg durch den Wald zur Burganlage hinauf und man hat eine weite Aussicht über das Mümlingtal. An einer Burgbesichtigung kommt man nicht vorbei. Über die Steinbrücke gelangt man über den Burggraben in das Burggelände. Auf dem 30 Meter hohen Bergfried gibt es einen Panoramablick über die ehemalige Herrschaft Breuberg, bis in den Taunus und Spessart hinein. Wer die Burg nur umrunden will, geht danach wieder bergabwärts, folgt dem Hauptwanderweg und kommt wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Vogelsberg

Der Rundwanderweg „Rund um die Antrifttal-Sperre, Seibelsdorf und Ruhlkirchen“ zeigt Antrifttals schönste Seiten. Er ist bequem zu begehen, denn der zehn Kilometer lange Streckenverlauf folgt größtenteils gut befestigten Wegen und Waldwegen.

Startpunkt ist vor dem Gasthaus Selzer in Antrifttal-Ruhlkirchen in der Alsfelder Straße 5. Zu sehen gibt es Hügellandschaften mit Wiesen und Feldern, Laub- und Nadelwäldern, kleinen Dörfchen und einem See. Aussichtspunkte gibt es zwischen Ruhlkirchen und Seibelsdorf, die Reste einer Wasserburg aus dem zwölften Jahrhundert zeigen. Im Hofgut Seibelsdorf, das direkt auf dem Weg liegt, kann man während einer kleinen Pause das Puppenmuseum besichtigen. In der Antrifftal-Sperre kommt man durch ein Naturschutzgebiet und auf einen Gewässerlehrpfad, der Aufschluss über die hier heimische Tier- und Pflanzenwelt gibt. Folgt man dem Weg weiter Richtung Seibelsdorf, gelangt man wieder an den Start- und Ausgangspunkt beim Gasthaus Selzer.

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