Alte Sachen an den Mann bringen 

EXTRA TIPP-Test: Wohin mit dem ganzen Gerümpel?

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Kaum noch Platz zu Hause? Am besten man verkauft seinen alten Kram einfach weiter!

Region Rhein-Main – Volle Kellerregale, der Dachboden kann kaum betreten werden – zu viel Zeug lagert im Haus. Aber was tut man mit Sachen, die eigentlich zu gut für die Mülltonne sind? Der EXTRA TIPP verrät es. Von Dana Moser

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Ein Einkaufsbummel hier und eine Shopping-Tour da – die Kauflust der Deutschen ist schon seit einiger Zeit nicht mehr zu bremsen. Doch wer immer mehr neue Sachen kauft, bei dem wird es Zuhause irgendwann richtig voll. Oft sind die vermeintlich alten Sachen, noch relativ neu und vor allem brauchbar. In diesem Fall gibt es verschiedene gute Möglichkeiten, wie man seinen Kram loswerden kann – vor allem im Internet. Welche Portale sich hier lohnen und wie es funktioniert, das hat der EXTRA TIPP getestet.

Kleiderkreisel

Eine der beliebtesten Internet-Plattformen zum Klamotten verkaufen heißt Kleiderkreisel. Um hier seine Ware anbieten zu können, muss man sich zunächst registrieren. Dafür werden eine gültige E-Mail-Adresse, ein Mitgliedsname und ein Passwort benötigt. Angemeldet ist man schnell und es kann los gehen: Kleidungsstücke die man verkaufen will, fotografieren – hier lohnt es sich gute Fotos zu machen, Kleidung an einem Modell verkauft sich in der Regel besser als ein Shirt auf einem Kleiderbügel. Interessenten wenden sich dann über private Anfragen an den Verkäufer. Wird man sich dabei über einen Kaufpreis einig, überweist zunächst der Käufer sein Geld, dann schickt der Verkäufer seine Ware los. Klarer Vorteil: Kleiderkreisel-Nutzer sind oft auch bereit für gute Ware einen anständigen Preis zu zahlen.

Momox

Ähnlich wie bei Kleiderkreisel kann man auf der Seite von Momox nach einer Registrierung gebrauchte Dinge verkaufen – in diesem Fall Bücher. Dafür braucht man lediglich den Barcode oder die ISBN-Nummer des Buches. Anhand dessen ermittelt Momox einen Ankaufpreis. Der Mindestankaufswert liegt bei zehn Euro. Ist man mit dem Preis einverstanden, geht es ganz schnell: Einfach den kostenlosen Versandaufkleber ausdrucken, Bücher abschicken und nach einer Woche, verspricht die Seite, befindet sich das Geld auf dem eigenen Konto. Eine einfache Art und Weise alte Bücher zu verkaufen. Aber: In der Regel bekommt man nicht viel Geld. In unserem Fall gab es für ein Buch das neu 16 Euro wert war, bei Momox gerade Mal 4,48 Euro.

Wir kaufens

Ein neues Smartphone ist teuer und zu Hause quillen die Schubladen mit Ladekabel und Zubehör über. Zeit, sein altes Handy an den Mann zu bringen. Eine der zahlreichen Internetseiten für solche Ankäufe ist Wir kaufens. Hier wird man neben Handys auch Digitalkameras, Notebooks und Spielekonsolen los. Ähnliches Prinzip wie bei Momox: Man gibt sein Gerät und dessen Fähigkeiten auf der Internetseite ein und bekommt ein automatisches Angebot vorgelegt. Auch der Versand erfolgt hier mit einem kostenlosen Aufkleber. Großer Vorteil hier: Verkäufer bekommen für ihre alten Elektrogeräte in der Regel noch richtig viel Geld geboten. Allerdings muss man die Ware zur Post bringen und eine Prüfung der Ware durch Wir kaufens abwarten bis es Geld gibt.

Ebay

Ein Portal, in dem man all seine Sachen los werden kann, ist Ebay. Einfach registrieren und schon kann man mit einem Foto und einer Beschreibung des Artikels loslegen. Man muss sich entscheiden: Legt man den Kaufpreis fest unter der Rubrik Sofort-Kauf oder setzt man nur ein Startgebot rein. Das ist riskant: Denn bietet keiner mit, kann es passieren, dass die Ware für einen Euro verkauft wird. Bieten mehrere Interessenten kann das den Kaufpreis in die Höhe treiben. So oder so: Ebay will in jedem Fall ein Stück vom Geld-Kuchen ab haben. Da muss man vorher schauen, ob sich ein Verkauf hier, dann überhaupt noch rechnet.

Amazon

Geld verdienen will auch Amazon. Hier kann man Gegenstände aller Art zum Verkauf anbieten. Das kostet pro Artikel einen Euro oder monatlich 39 Euro. Allerdings erreicht die Internetseite Millionen Nutzer, die Angebote werden schnell gefunden und Amazon schützt seine Verkäufer vor Betrug. Der Verkauf ist auch hier nur mit einem registrierten Konto möglich.

Flohmarkt

Wer nichts vom Internet hält, der kann seine Sachen auch auf die gute alte Weise los werden: Auf einem Flohmarkt. In Offenbach, Frankfurt und im Main-Taunus-Kreis finden regelmäßig große Märkte statt. Ein Stand kostet je nach Größe zwischen 20 und 40 Euro. Auf dem Flohmarkt lernt man Leute kennen, kann ihnen die Ware schmackhaft machen und hat so selbst einen erfolgreichen Verkauf in der Hand – ohne dass Internetanbieter mitkassieren. Allerdings muss man alles, was verkauft werden soll, einpacken und zum Flohmarkt schleppen. Und hier treiben sich dann auch radikale Schnäppchen-Jäger herum, so dass man am Ende des Tages oft viel wieder mitnehmen muss.

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