Prollig, provokant oder prüde

Das sind die Bademoden-Trends für diesen Sommer

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Zu sexy? – der halbe Slip für Männer.

Region Rhein-Main – Der Sommer kommt in Schwung und somit füllen sich wieder die Freibäder und Seen. Viele bunte Bikinis und Badehosen sieht man auf der grünen Wiese. Aber was ist angesagt oder einfach nur schräg? Der EXTRA TIPP verrät den diesjährigen Bademode-Trend. Von Silke Gottaut 

Viele Frauen können erst einmal aufatmen, wenn sie denken, dass sie noch keinen trendigen Bikini im Schrank haben. Denn der Alte ist genauso gut wie der Neue. Warum? Ganz einfach, denn den einen großen Trend bei der Bademode gibt es dieses Jahr nicht. Jede und jeder kann tragen, was er möchte.

Laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur ist die Bandbreite der Badesachen für die Saison für Frauen so vielfältig wie nie. Das heißt, alles ist erlaubt. Ob Bikini, Tankini, Monokini oder Badeanzug. Für Frauen, die gerne mehr zeigen wollen, sind Bikinis und Monokinis richtig. Letztere sind Bikinis, nur dass ihre Ober- und Unterteile durch einen schmalen Steg miteinander verbunden sind. Doch auch Badeanzüge und Tankinis, deren Oberteil einem Spaghettiträger-Top ähneln, sind beliebt.

Ganz so freizügig sind die Modelle nicht mehr. Mehr Stoff ist gefragt. G-Strings und String-Tangas sind deswegen out. Höschen mit hohem Bund und Tankinis, deren Oberteile den Bauch bedecken, kommen vor allem Frauen mit üppigeren Kurven entgegen.

Es gibt jedoch Männer, die es nicht so gut finden, wenn Frauen weniger nackte Haut zeigen. Doch das sieht Erotik-Coach Christine Janson aus Frankfurt anders: „Erotik entsteht meiner Meinung nach im Kopf und je weniger nackte Haut gezeigt wird, desto mehr regt es die Fantasie an. Aus diesem Grund finden zum Beispiel Männer Bademode oder auch Unterwäsche aus den 50-er Jahren besonders aufregend.“ Des Weiteren erklärt Janson, dass Retro wieder im Trend ist. „Dadurch, dass in den Medien so freizügig mit nackter Haut umgegangen wird, wirkt oft das Verhüllte wieder wesentlich interessanter!“

Nippel-Bikini und Stringtanga

In den USA müssten die nicht mehr so freizügigen Modelle sehr gut ankommen. Dort sorgte nun der „Nippel-Bikini“ für Schlagzeilen. Es ist ein Bikini mit aufgedruckten Brustwarzen. Er ist aus einer Protestbewegung gegen die prüde US-Gesellschaft entstanden. Dort ist am Strand „oben ohne“ verboten. „Ich finde diese Protestbewegung gut, denn sie zeigt auf eine lustige Weise, wie absurd und frauenfeindlich dieses Gesetz eigentlich ist“, meint Janson.

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Auch wenn die Bademode nicht mehr so freizügig ist, kam der „halbe Slip“ für Männer auf den Markt. Mit diesem wird gerade einmal das Nötigste bedeckt. Wie ein Stringtanga ist er, jedoch wird er nur um einen Oberschenkel getragen. Erotik-Coach Janson hat dazu eine klare Meinung: „Das ist peinlich, vor allem weil die meisten Männer nicht den Körper eines Adonis haben.“ Jedoch kann sie sich vorstellen, dass in der Schwulenszene so ein Slip angesagter ist, da man da ein wenig offener für kreative Verkleidung des besten Stücks ist.

Nun zurück zu der aktuellen Bademode. Bei ihr sind die Farben eher dezent und natürlich, von Weiß zu Rosé bis hin zu Aqua- und Grüntönen. Knallige Neonfarben aus der vergangenen Saison sind dagegen out. Dies passt auch wunderbar zu den Taschen und Schuhtrends für diesen Sommer. Denn diese sind ebenfalls dezent. Mode-Expertin Claudia Schulz vom Schuhinstitut Offenbach formuliert es so: „Es kehrt eine gewisse Beruhigung ein. Das Knallige war schön, aber jetzt reicht es und unsere Augen müssen wieder geschont werden.“

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