Erfolgreich selbstständig sein: 5 einfache Tipps

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Buchhaltung, Steuern & Co.: Zu einer Selbstständigkeit gehört mehr als nur die eigentliche Tätigkeit.

Viele Menschen träumen davon, ihr eigener Chef oder ihre eigene Chefin zu sein. Unabhängigkeit, freie Zeiteinteilung sowie ein möglicherweise gutes Gehalt locken immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit.

Doch selbstständig zu sein, kann Segen und Fluch zugleich sein. Denn wer selbstständig arbeiten möchte, muss einige Dinge beachten: Steuern, Buchhaltung, Kundenakquise – das alles und noch mehr kommt auf den Selbstständigen zu. Tatsächlich nimmt die eigentliche Arbeit, die Wunsch-Tätigkeit, lediglich einen kleinen Teil der Zeit als Selbstständiger ein. Doch mit diesen fünf Tipps behalten Gründer den Überblick und können erfolgreich in die Selbstständigkeit starten!

Tipp 1: Steuern und Buchhaltung mit professioneller Hilfe

Jeder Selbstständige oder Freiberufler muss sich mit dem Thema Steuern auseinandersetzen. Neben der klassischen Einkommenssteuer gibt es für Gewerbetreibende die Gewerbesteuer und für alle, die keine Kleinunternehmer sind, die Umsatzsteuer. Um hier den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, einen Steuerberater zu beauftragen, der sich mit der rechtzeitigen Abgabe sämtlicher Erklärungen befasst. So müssen Unternehmen, die keine Einzelunternehmen sind, eine sogenannte doppelte Buchführung führen – hier weiß der Steuerberater genau, worauf zu achten ist. Die wichtigsten Informationen für Gründer, was Steuern und Buchhaltung betrifft, sind:

  • Neugründer müssen monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung machen, bei der sie die Umsatzsteuer, die sie eingenommen haben, an das Finanzamt abführen. Hier lohnt es sich, die sogenannte „Ist-Versteuerung“ zu beantragen, bei der nur Umsätze berücksichtigt werden, die bereits eingegangen sind. Im Gegensatz dazu müssen bei der „Soll-Versteuerung“ alle Umsätze, über die die Rechnungen gestellt wurden, angegeben werden.
  • Ein Steuerberater hilft bei allen Erklärungen und Voranmeldungen. Er kann auch buchhalterische Tätigkeiten übernehmen.
  • Am Jahresende müssen Selbstständige eine Steuererklärung machen. Bei Einzelunternehmen gehört hierzu die Einnahme-Überschuss-Rechnung, kurz EÜR. Größere Unternehmen müssen doppelte Buchführung machen. Auch eine Umsatzsteuerjahreserklärung gehört zur Steuererklärung.

Tipp 2: Marketing und Kundenakquise sind das A und O

Ein Unternehmen lebt von seinen Kunden. Denn ohne Kunden verdient ein Unternehmen kein Geld. Deshalb ist es unerlässlich, Kundenakquise zu betreiben sowie in gute Marketingstrategien zu investieren. Eine eigene Website für das Unternehmen gehört hier zur Grundausstattung. Doch auch weitere Werbestrategien können, je nach Branche, hilfreich sein. Hier hilft beispielsweise eine Werbeagentur in Frankfurt, die gemeinsam mit dem Unternehmen passende Werbestrategien entwickelt und sich auch um die Umsetzung kümmert. Es gibt unterschiedliche Marketing- und Werbestrategien, die je nach Größe, Branche und Zielgruppe des Unternehmens ausgewählt werden.

Unter anderem zählen neben einer aussagekräftigen Website und passenden Profilen in den sozialen Medien auch Flyer, die zum Beispiel bei Online-Unternehmen günstig gedruckt werden können, sowie Newsletter, kleine Werbegeschenke für potenziellen Kunden und Werbeanzeigen auf anderen Websites oder in den sozialen Netzwerken dazu.

Wichtig ist bei der Auswahl der Marketingstrategien stets, die eigene Zielgruppe im Auge zu behalten. Ein Account bei Instagram beispielsweise ist sinnvoll bei einer jungen, internetaffinen Zielgruppe, nicht bei einer Zielgruppe, die vorrangig aus Rentnern besteht. Eine professionelle Werbeagentur behält auch diese Punkte stets im Blick.

Tipp 3: Räumlichkeiten und Zeitmanagement

Gerade, wenn es keinen Vorgesetzten gibt, ist es essenziell, die eigene Arbeitszeit und Produktivität im Blick zu behalten. Viele Selbstständige arbeiten von zu Hause aus – da kann es leicht passieren, dass durch Internet-Videos oder Nachrichten auf dem Smartphone Ablenkung entsteht.

Deshalb ist es für viele Selbstständige eine gute Möglichkeit, sich in einem Co-Working Space einzumieten oder direkt ein außerhäusliches Büro anzumieten. Dort ist die Gefahr, dass der Selbstständige abgelenkt wird, geringer, da alle privaten Dinge zu Hause bleiben. Auch eine genaue Zeiteinteilung hilft dabei, produktiv zu bleiben. Wer sich, trotz Home-Office, feste Arbeitszeiten einrichtet, arbeitet in dieser Zeit intensiver und schafft deutlich mehr als jemand, der die Arbeit neben diversen anderen Tätigkeiten, zum Beispiel Hausarbeit, erledigt.

Tipp 4: Finanzielle Unterstützung von Beginn an

Jede Firma, jeder Selbstständige benötigt ein Geschäftskonto. Hier ist zu empfehlen, zunächst Angebote verschiedener Banken einzuholen und die Bank mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auszuwählen. Im zweiten Schritt besteht die Möglichkeit, sich finanzielle Unterstützung mit Gründerkrediten oder Fördermitteln zu sichern. In der Regel müssen dafür ein Business-Plan sowie ein Finanzplan erstellt werden. Auch hier kann ein Steuerberater helfen.

In den Business- und den Finanzplan gehören Angaben zur Tätigkeit und zu den Zielen des Unternehmens sowie eine genaue Auflistung über Einnahmen und Ausgaben in den ersten Geschäftsjahren. Da Unternehmen, die eine Gründerförderung oder einen Gründerkredit beantragen, noch am Anfang ihrer Karriere als Selbstständige stehen, müssen sie mit möglichen Zahlen arbeiten. Hier ist es ganz besonders wichtig, realistisch zu schätzen, da auf Basis der gemachten Angaben der Kreditrahmen und die Rückzahlungsmodalitäten festgelegt werden. Es existieren verschiedene Stellen, an denen Gründerkredite beantragt werden können, genauere Informationen erhalten Interessierte beispielsweise bei ihrer Bank.

Tipp 5: Die Branche beobachten und Kontakte knüpfen

Für jedes Unternehmen ist es immens wichtig, zu wissen, was in der Branche gerade aktuell wichtig ist. Dazu gehören beispielsweise der Besuch einschlägiger Fachmessen oder Konferenzen sowie eine regelmäßige Analyse der konkurrierenden Unternehmen in der eigenen Region. Es kann sich außerdem als hilfreich erweisen, branchenintern Kontakte zu knüpfen. Unerlässlich sind dabei professionell gestaltete Visitenkarten, die alle wichtigen Informationen zu Person und Unternehmen zusammenfassen sowie einfache Kontaktmöglichkeiten bieten. Dann können Unternehmer auf Messen andere Selbstständige aus derselben Branche treffen und so sogar zu neuen Aufträgen kommen.

Auch Preise sollten grundsätzlich an branchenübliche Tarife angepasst werden. Dazu suchen Gründer in den Online-Suchmaschinen ähnliche Unternehmen und vergleichen die Preise dieser Firmen. Wichtig: Wer mit zu niedrigen Preisen startet und später teurer wird, kann dies bereuen, da Kunden kein Verständnis für teurere Preise haben, wenn sich nicht auch die Leistung verändert. Auch wenn Selbstständige neu in der Branche sind, sollten die Preise ähnlich wie die der Konkurrenz ausfallen, um später böse Überraschungen zu vermeiden. So wirken Unternehmen außerdem automatisch etablierter und professioneller, was wiederum der Kundenakquise zugutekommt.

Grundsätzlich lohnt sich also für jeden Selbstständigen der Blick nach links und rechts, um die Verhältnisse in der Branche zu beobachten und so selbst zu wachsen.

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