Und so bekommen Sie noch Geld vom Staat

Energetische Sanierung für Anfänger: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

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Bei der vorschriftsmäßigen energetischen Sanierung gibt es Geld vom Staat.

Region Rhein-Main – Eine energetische Sanierung  ist mehr als sinnvoll. Doch im Labyrinth der Angebote  verlieren sich die meisten Hausbesitzer. Der EXTRA TIPP stellt einfache und wirksame Maßnahmen und die Fördermöglichkeiten vor.  Von Angelika Pöppel

Die Energiekosten steigen auch 2014 weiter und deshalb denken viele Hausbesitzer langfristig und investieren in die energetische Sanierung ihrer Immobilie. Die Energieberater Ludwig Söllner und Felix Diemerling raten zwar zu einer umfassenden Sanierung, doch auch schon kleine und kostengünstige Maßnahmen können ordentlich Geld einsparen. Eine Energieberatung ist aber in jedem Fall notwendig und Voraussetzung für viele Fördermittel.

Fördermittel abstauben

Beim Sanieren einer Wohnung bezuschusst die öffentliche KfW Förderbank mit bis zu 50. 000 Euro auch Einzelmaßnahmen wie: Wärmedämmung von Wänden,

Beratung und Infos:

Im Internet unter www.energie-effizienz- experten.de

Eine umfassende

Energieberatung fördert das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen der „Vor-Ort-Beratung“. Mehr Infos unter www.bafa.de

Auch die Verbraucherzentralen bieten geförderte Energieberatungen an, unter www.verbraucherzentrale- energieberatung.de

Für 25 Euro kommt ein Energieberater des Energieforums direkt nach Hause. Infos unter www.energieforum-hessen.de/energieberatung

Energieberater vom Energiereferat der Stadt Frankfurt sind zu finden im Internet auf www.energiereferat.stadt-frankfurt.de

Umfassende Informationen gibt es auch unter www.energiesparaktion.de

Dachflächen, Keller- und Geschossdecken, Erneuerung der Fenster und Außentüren, Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage, Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage. Allerdings sind Einzelmaßnahmen nicht immer sinnvoll. Die Maßnahme wird nur gefördert, wenn sie wirtschaftlich ist. Als Einzelmaßnahmen fördert die KfW zum Beispiel folgende Heizungsanlagen: Thermische Solarkollektoranlagen bis 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche, Biomasseanlagen wie Holzvergaser, Pelletheizungen, Holzhackschnitzelheizungen oder Wärmepumpen.

Und so funktioniert‘s: Sanierungskonzept erstellen, Kredit beantragen, sanieren und Bestätigung der Sanierung innerhalb von neun Monaten einreichen.

Zusätzlich kann es bis 18.750 Euro Zuschuss für jede Wohnung für private Eigentümer geben. Mehr Infos unter www.kfw.de.

Hier die Tipps der Profis

 

Gasetagenheizung wechseln

Der Wechsel zu einer Gasetagenheizung kann bis zu 25 Prozent Energie einsparen. Sie funktioniert unabhängig vom Kamin, also unabhängig von anderen Nutzern und kann mit einem kurzen Abgasrohr durch die Außenwand oder durch das Dach montiert werden.

Teile dämmen

Eine einfache aber wirksame Maßnahme ist es auch, die Rollädenkasten zu dämmen. Ohne großen Aufwand und Kosten um rund 250 Euro pro Stück kann hier viel Energie und Geld gespart werden. Auch bei der Kellerdecke und Teilflächen, wie die Decke zum unbeheizten Dachboden oder in Heizkörpernischen lohnt sich eine Dämmung. Pro Quadratmeter kostet die Teildämmung rund 100 Euro.

Neue Heizungspumpe

Der Kauf einer neuen Heizungspumpe amortisiert sich schnell und der Einbau ist nicht aufwendig. Rund 500 Euro kostet eine Pumpe.

Gasboiler tauschen

Ein alter Gasboiler, der noch vor den 90er Jahren produziert wurde und mit Zündflamme arbeitet, sollte ausgetauscht werden. Darauf können auch Mieter den Vermieter aufmerksam machen.

Thermostate selbst einbauen

Mit elektronischen Thermostaten für Heizkörper können zehn Prozent der Heizenergie gespart werden. Programmierbare Thermostatventile gibt es für 30 bis 50 Euro pro Heizkörper.

Heizungsrohre dämmen

Bei ungedämmten Heizungsrohren geht viel Wärme verloren, bevor sie die Heizkörper erreicht. Einen Meter Rohrschalen mit einer Isolierdicke von 30 Milimeter gibt es im Baumarkt für weniger als vier Euro.

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