Digitalisierung im Mittelstand:

Wie sich Unternehmen für die Zukunft aufstellen

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Der Mittelstand stellt in der deutschen Wirtschaft eine tragende Säule dar und nimmt einen großen Teil ein. Um am Markt beständig bleiben und neue Geschäftsfelder anbieten zu können, bietet das digitale Zeitalter jede Menge Möglichkeiten.

Mittelständische Unternehmen die umstrukturieren und eine Digitalisierung durchführen können sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Dieser Beitrag nennt einige Möglichkeiten und Beispiele.

Unternehmen werden in Zukunft „smarter“ und digitaler

Immer häufiger springen Unternehmen auf den Zug der Digitalisierung auf und greifen unter anderem auf sogenannte Smart Services zurück, die in einigen Branchen schon lange nicht mehr wegzudenken sind. Immerhin sind es jetzt schon 60 Prozent der deutschen Unternehmen, die ein Teil der Industrie 4.0 sind. Dahinter steckt ein großes Potential, was in Zukunft für Erfolg und somit Wachstum der deutschen Wirtschaft beiträgt.

Spezielle Partnerfirmen unterstützen die mittelständischen Unternehmen Schritt für Schritt, um deren Prozesse nach und nach zu digitalisieren. So sorgt unter anderem eine ERP-Software für eine Optimierung unternehmerischer und betrieblicher Abläufe. Die jeweiligen Partner kennen sich in den spezifischen Branchen bestens aus und wissen, welche Prozesse besonders wichtig sind.

Auch das Bildungsangebot an Universitäten wird aufgerüstet, um Fachkräfte auszubilden, die Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen können. Besonders spannend ist die Verknüpfung von Informatik und Unternehmertum als Studiengang. Auch Bildungseinrichtungen selbst sollen digitaler werden. Der beschlossene Digitalpakt soll Schulen z.B. flächendeckend mit WLAN ausstatten, um innovativere Unterrichtsformate zu ermöglichen.

Vernetzte und automatisierte Prozesse dank digitaler Standards

Dank der Digitalisierung sprechen Unternehmen untereinander eine gemeinsame Sprache. Diese ermöglicht einen einfacheren und schnelleren Datenaustausch bei Kunden, Produkten und Unternehmen selbst. Durch die Vernetzung werden Prozesse automatisiert und arbeiten somit noch reibungsloser sowie effizienter.

Im Folgenden werden einige Beispiele genannt, welche Möglichkeiten bestehen:

  • Steuerung und Planung der Lieferkette
  • Optimierung von sämtlichen internen und externen Prozessen
  • Schnittstellen für und zwischen Maschinen, Anlagen sowie Werkzeugen
  • Mitarbeiter erhalten immer und überall schnellen Zugriff auf Firmendaten, diese werden somit schneller verarbeitet (Computer, Smartphone, Tablet)
  • Flexiblere Kommunikation unter Mitarbeitern sowie zwischen Unternehmen und Kunden
  • Anbindung an Onlineshop-Systeme wie beispielsweise Shopware oder Magento
  • Effektives Projektmanagement
  • Sehr hohe IT-Sicherheit
  • Auch Vernetzung mit ausländischen Unternehmen
  • Automatische Datensicherungen

Die genannten Stichpunkte sind nur einige der gesamten Vorzüge, welche durch das digitale Arbeiten entstehen. In Kompetenzzentren haben Geschäftsführer und Mitarbeiter leitender Abteilungen die Möglichkeit, sich über bestimmte Optimierungen Ihres Geschäftsfeldes zu erkundigen. Diese sind auf die jeweilige Branche zugeschnitten und fallen deshalb sehr individuell aus. Unter anderem befinden sich derartige Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren in Hagen, Leipzig und Köln.

Digitalisierung der Kommunikation

Ein mittelständisches Unternehmen nimmt täglich neue Aufträge entgegen, verarbeitet diese und schließt sie letztendlich ab. Wo in einem herkömmlichen Unternehmen die Auftragsverwaltung noch auf dem Papier erfolgt, nutzen Firmen der 4.0-Industrie die digitale Kommunikation. Hiermit wird der Status der Aufträge sowie die Auslastung der Produktion auf den Punkt und zuverlässig erfasst.

Die Vorteile sind eine verbesserte Kommunikation von Informationen der Mitarbeiter untereinander, sowie eine bessere Übersicht der aktuellen Aufträge sowie den benötigen Teilen bzw. Rohstoffen. Aber auch Erfassung von Informationen wie Auswertungen der Arbeitszeiten oder benötigte Bauteile je Auftrag werden digital vorgenommen und sind somit übersichtlicher.

Einführung von digitalen Planungen und Informationssystemen

Zahlreiche Unternehmen profitieren darüber hinaus von digitalen Systemen, mit denen sämtliche Informationen sowie Planungen übersichtlicher dargestellt werden. Alle beteiligten Mitarbeiter können somit Prozesse besser verstehen und nachvollziehen, was für eine Steigerung der Effizienz sorgt.

Datenverarbeitungen finden täglich statt, teilweise auf dem Papier oder mit einem Computer. Mit der Zeit kann ein veraltetes Informationssystem dafür sorgen, dass Daten teilweise doppelt verwaltet werden oder Mitarbeiter unnötig Zeit dafür verschwenden, Ihrer Tätigkeit nachzugehen und Daten zu pflegen.

Dank der Digitalisierung profitieren Unternehmen von einem einheitlichen Betriebsinformationssystem, auf das jeder Mitarbeiter zugreifen kann. Hier fließen sämtliche Informationen zusammen und können von überall jederzeit abgerufen werden. Die Folge ist Zeiteinsparung und mehr Effizienz.

Schneller Datenaustausch dank moderner Cloud-Technologien

Häufig kommunizieren deutsche mittelständische Unternehmen mit ihren Kunden per E-Mail und tauschen hierüber sämtliche Daten aus. Dazu gehören unter anderem gewünschte Änderungen aktueller Aufträge, aber auch technische Planungen oder Zeichnungen. O Oftmals erfolgt der Austausch derartiger Planungsinformationen sogar über Datenträger in Form von CD-ROMs oder einem USB-Stick. Das ist nicht nur zeitaufwändig, sondern stellt zudem ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Um einen schnelleren und vor allem sichereren Datenaustausch zu ermöglichen, ist eine Cloud nicht mehr wegzudenken. Einige Dienstleister bieten maßgeschneiderte Lösungen an, welche für jede Branche optimiert sind.

Vorteile von einem cloudbasierten Datenaustausch

  • Mitarbeiter erhalten schnellen Zugriff, egal wo Sie sich gerade befinden
  • Abrufen von Daten und Informationen von sämtlichen Geräten (Computer, Tablet, Smartphone)
  • Verschlüsselte Datenspeicherung- und Übertragung
  • Dienstleister befinden sich in Deutschland und sorgen für hervorragende Erreichbarkeit
  • Lückenlose Dokumentation von Austausch und Bearbeitung von einzelnen Dokumenten (welcher Mitarbeiter hat welches Dokument wann erstellt/bearbeitet/gelöscht?)

IT-Dienstleister bieten auf Wunsch eine Standard-Cloud-Anwendung an, welche schnell und einfach in jedes Unternehmen eingebunden wird. Planung sowie Umsetzung erfolgen ohne Unterbrechung der Unternehmensprozesse.

Für Mitarbeiter ist ein derartiges System nach kurzer Einführung einfach verständlich und um einiges einfacher zu handhaben, anstatt ständig E-Mail-Anhänge verwalten zu müssen.

Nicht zögern und den Schritt ins digitale Zeitalter wagen

Neben den hier genannten Beispielen gibt es des Weiteren auch noch einige weitere Vorteile, die mit einer Digitalisierung eines Unternehmens einhergehen. Oftmals schrecken Firmeninhaber davor zurück, den ersten Schritt zu wagen und in wichtige Prozesse einzugreifen.

An dieser Stelle unterstützen Projekte wie die Förderinitiative eStandards Unternehmen dabei, Geschäftsprozesse zu analysieren und optimal zu standardisieren. Somit wird langfristig der Erfolg gesichert, was deutlich spürbar ist. Schon jetzt wurden einige Lösungen für verschiedene Branchen entwickelt und mehrmals getestet. Anhand von Praxisbeispielen können sich Unternehmer zeigen lassen, welche Vorteile eine Standardisierung einzelner Prozesse in Ihrer Verwaltung und Produktion hat.

Zudem unterstützen Leitfäden und Selbsteinschätzungstools dabei, was eine Digitalisierung einzelner Bereiche oder des gesamten Unternehmens kosten würde, um somit den Investitionsbedarf in etwa einschätzen zu können.

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