Kauf durch Facebook

WhatsApp-Deal: EU mischt sich in Übernahme ein

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Ein EU-Abgeordneter vermutet hinter der WhatsApp-Übernahme durch Facebook Wettbewerbsverzerrung.

Brüssel - Ist die Übernahme von WhatsApp durch Facebook Wettbewerbsverzerrung? Die EU-Kommission soll ein Verfahren zu dem Kauf einleiten, sagt der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht.

Nach der Übernahme des Mitteilungsdienstes WhatsApp durch Facebook hat der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert. "Die EU-Kommission muss prüfen, ob sie ein wettbewerbsrechtliches Verfahren einleitet. Es ist offenkundig, dass Facebook und WhatsApp zusammen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen und zu Monopolisten in Europa werden", sagte der Grünen-Rechtsexperte "Handelsblatt Online" am Donnerstag.

Brüssel müsse jetzt handeln. Es gebe genügend Anhaltspunkte für eine Wettbewerbsverzerrung. "Facebook und WhatsApp stellen eine ziemliche Bedrohung für ihre Konkurrenz in Europa und die Verbraucher dar", sagte Albrecht.

Indirekt rief er die Verbraucher zum Boykott von Facebook und WhatsApp auf. "Wer nicht will, dass seine Daten in einer dubiosen App verschwinden, sollte auf datensichere Angebote zurückgreifen." Die Datenschutzverstöße bei Facebook und WhatsApp seien ein großes Problem.

WhatsApp für 19 Milliarden Dollar gekauft

Das Online-Netzwerk Facebook hatte am Mittwoch mitgeteilt, den beliebten Kurzmitteilungsdienst WhatsApp für die stolze Summe von 19 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) zu übernehmen. WhatsApp ermöglicht es, Textmitteilungen, Fotos, Videos und Audiodaten kostenlos übers Internet zu verschicken.

 Der Dienst hat derzeit nach eigenen Angaben 450 Millionen Nutzer weltweit. WhatsApp soll weiter ein unabhängiges Unternehmen bleiben. Auch für seine Nutzer soll sich zunächst nichts ändern.

afp

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