Grusel-Game

Geister-Detektiv: "Murdered: Soul Suspect" im Test

Ein Mann klärt seinen eigenen Tod auf. Als Geister-Detektiv Diese kuriose Idee steht im Mittelpunkt des Spiels "Murdered: Soul Suspect". Ein Blick auf das neue Videospiel.

„Murdered: Soul Suspect“ ist nichts für zarte Gemüter. In dem Videospiel-Thriller übernimmt der Spieler die Rolle von Ermittler Ronan O'Connor. Sein Auftrag: Er verliert bei einem brutalen Raub sein Leben und muss nun seinen eigenen Tod im Jenseits aufklären. Noch bevor seine Leiche kalt ist, erhebt sich Geist von Ronan (dessen Stimme im Spiel übrigens vom deutschen Synchronsprecher von Ben Affleck stammt) und geht auf Mörderjagd. 

Mit übernatürlichen Kräften, aber unfähig, mit lebenden Menschen zu sprechen, sucht er seinen Weg in der Geisterwelt, die im US-Städchen Salem angesiedelt ist. Zwar kann er als Geist nicht mehr mit den Ermittlern in seinem Mordfall kommunizieren, dafür aber durch Wände gehen und die Gedanken der Lebenden lesen, um ihre Empfindungen und Taten zu beeinflussen. Oder auch mal in den Körper eines Kollegen schlüpfen, um dessen Notizen zu studieren. 

Die Spielidee ist innovativ, die offene Welt lässt dem Spieler alle Freiheiten. Die Grafik ist auf der Höhe der Zeit und dem Plot angemessen düster und bedrückend.

Als Handlungsort wählten die Macher das bedeutungsschwangere Salem im Nordosten der USA, das durch Hexenprozesse im 17. Jahrhundert bereits einen düsteren Ruf hat. Zu der gruseligen Umgebung passen Schauplätzen wie verlassene Spielplätze, ein Friedhof und eine Irrenanstalt wunderbar.

In Sachen Gameplay geht es in "Murdered: Soul Suspect" vor allem darum, wichtige Orte zu besuchen, an denen Hinweise auf den Mord an Ronan O' Connor versteckt sind. Wer diese in die richtige Reihenfolge setzt, kann sich auf zum nächsten Rätsel machen.

Wer nun meint, dass in dem Spiel nur geschlichen wird: Irrtum! Zwischendurch greifen fiese Dämonen den Helden an. Der kann die Biester entweder umschleichen oder mit seinem Geisterzauber verschwinden lassen. Von Töten sollte man im Fall von Untoten eher nicht mehr reden.

"Murdered: Soul Suspect" ist ein ordentliches Spiel geworden. Grfaik und Story sind überdurchschnittlich, wenn auch nicht grandios. Fans von Grusel-Spielen kommen definitiv auf ihre Kosten.

 „Murdered: Soul Suspect“ kostet für Playstation 3 und Xbox 360 rund 40 Euro, für die Playstation 4- und Xbox One-Variante werden rund 60 Euro fällig. Für zehn Euro Aufpreis gibt es eine Limited Edition. Das Spiel ist ab 16 Jahren freigegeben.

dpa/fro

Rubriklistenbild: © Square Enix

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