Cyber Space und Co im Test: Drehen bis die Knie zittern

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Die Arme in die Luft: EXTRA-TIPP-Mitarbeiterin Jennifer Dreher sitzt in der Alpina-Bahn.

Frankfurt – Freier Fall und Riesenschaukel: Die schnellsten und höchsten Fahrgeschäfte auf der am Freitag gestarteten Dippemess sind nichts für zartbesaitete Besucher. „Höher, schneller, weiter“: Das ist das Motto auf Frankfurts größtem Jahrmarkt, der noch bis zum 18. April auf dem Festplatz gastiert. EXTRA-TIPP-Mitarbeiterin Jennifer Dreher hat Cyber Space und Co getestet. Von Jennifer Dreher

Thomas Feda

Die Veranstalter setzen in diesem Jahr auf Fahrgeschäfte, bei denen es sich besonders schnell oder besonders hoch dreht. Durch das 50 Meter hohe Riesenpendel Cyber Space wirken massive Kräfte auf den Körper, verspricht Thomas Feda, Chef von der Frankfurter Tourismus+Congress GmbH. Bis zu 100 Stundenkilometer soll es schnell sein.

Zur Einstimmung in die Riesenschaukel

Die Riesenschaukel XXL

„Da lasse ich es erstmal gemütlicher angehen“, sage ich mir und probiere die Riesenschaukel XXL. In dem blau-lilanen Fahrgeschäft sitzen sich die Dippemess-Besucher direkt gegenüber. „Hoffentlich muss sich hier niemand übergeben“, denke ich. Flüchten ist, nachdem die Sicherheitsbügel mit einem lauten Klick einrasten, nicht mehr möglich. Und schon schaukelt die Gondel langsam los. Ohne Boden unter den Füßen dreht sie sich um 360 Grad und schwingt sich immer schneller in die Luft.
In meinem Magen macht sich Unwohlsein breit. Der Aufwind wird so stark, dass die Haare ins Gesicht fliegen. Eine Kinderschaukel ist etwas anderes.
Als beim Verlassen meine Hände und Knie zittern, spüre ich, dass das kein leichter Einstieg war. Doch größeres liegt noch vor mir: Ich wage mich ins Cyber Space.

Sich die Seele aus dem Hals kreischen

Kopfüber in 50 Metern Höhe und dann im freien Fall Richtung Boden: Wer im Cyber Space mitfährt, muss schwindelfrei sein.

Aus den Boxen des Riesenpendels dröhnen Renngeräusche wie bei der Formel 1 und laute Schreie. Mit 100 Stundenkilometern soll die Gondel am Arm des Cyber Space in die Tiefe rasen. Der Gedanke macht mir Angst. Sicherheitsbügel umgelegt und los geht‘s: Ich schließe die Augen und hoffe, dass es dann nicht so schlimm wird, wie es von unten aussieht.
Doch spätestens, als mir die zuvor verspeisten Mandeln fast wieder hochkommen, spüre ich, dass es noch viel schlimmer ist. Ich kreische mir die Kehle aus dem Hals und als das Pendel am höchsten Punkt bei 50 Metern über der Erde stoppt, denke ich nur: „Bitte dreht es weiter!“ Doch als es dann Richtung Boden rast, wünsche ich mir, einfach oben geblieben zu sein. Immerhin hatte ich da einen tollen Ausblick über den gesamten Festplatz.
Genug schneller, höher und weiter! Bei der Alpina-Bahn gebe ich mich mit Probesitzen zufrieden und steige ohne Fahrt wieder aus. Das muss reichen für heute.

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