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Coronavirus in Deutschland: Werden Supermärkte geschlossen?

Coronavirus in Deutschland: Werden Supermärkte geschlossen? In Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall ausgerufen. Die Supermärkte bleiben allerdings geöffnet.

  • Trotz des Katastrophenfalls wegen dem Coronavirus bleiben die Supermärkte in Bayern offen
  • Die Ladenöffnungszeiten werden im Freistaat erweitert
  • Handelsverband und Supermärkte dementieren diverse Falschmeldungen

München - Die weitere Ausbreitung des Coronavirus (Coronavirus in Deutschland: Diese Stars und Promis sind mit COVID-19 infiziert) muss mit allen Mitteln gestoppt werden. Darüber ist sich die Politik bundesweit einig. Am Montag (16. März) rief der Freistaat Bayern den Katastrophenfall aus. Auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz betonte Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass neben Apotheken, Banken und Tankstellen auch Supermärkte und Lebensmittelläden weiterhin offen bleiben. 

Die Öffnungszeiten werden wegen des Coronavirus (Coronavirus: Alle Informationen zur häuslichen Quarantäne wegen Sars-CoV-2-Virus)  entsprechend ausgeweitet, um die Grundversorgung der Bürger zu gewährleisten. In den restlichen deutschen Bundesländern sind derzeit ebenfalls keine Pläne für Schließungen der Supermärkte bekannt.

Coronavirus: Erweiterte Öffnungszeiten für Supermärkte in Bayern 

Normalerweise schließen die Läden in Bayern spätestens um 20 Uhr, sonntags bleiben sie großflächig geschlossen. In den kommenden Tagen soll sich das jedoch ändern, erklärte Söder in München. Ab Mittwoch können die Bürger des Freistaats unter der Woche bis 22 Uhr einkaufen, sonntags werden die Supermärkte bis 18 Uhr geöffnet. 

Einschränkungen der Öffnungszeiten von Lebensmittelläden sind auch in den übrigen Bundesländern nicht geplant. Auf eine Falschmeldung, große Supermarktketten hätten sich wegen der Coronavirus-Pandemie auf eingeschränkte Öffnungszeiten geeinigt, reagierte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit einer Stellungnahme von Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. 

„Es gibt genügend Produkte am Markt“, hieß es darin. Engpässe würden sich dennoch bei dem „ein oder anderen Produkt“ vorübergehend nicht vermeiden lassen. „Die Versorgung mit Lebensmitteln“ sei aber gewährleistet. 

Coronavirus: Falschmeldungen sorgen für Verwirrung

In den sozialen Netzwerken hatte sich ein Fake-Screenshot der Nachrichtenwebseite von Focus Online wie ein Lauffeuer verbreitet, wie unter anderem die „Welt“ berichtete. In der Meldung hieß es, Unternehmen wie Aldi, Lidl und Rewe würden ihre Geschäfte wegen des Coronavirus nur noch montags von 8 bis 10 Uhr sowie freitags von 8 bis 10 Uhr und von 16 bis 18 Uhr öffnen. 

Über den Messaging-Dienst WhatsApp hatte sich ebenfalls eine Falschmeldung verbreitet. In einer Sprachnachricht rief eine Frauenstimme zu Hamsterkäufen auf, da der „Katastrophenschutz“ alle Filialen der Discounter-Kette Aldi schließen werde. Auf Anfrage des Nachrichtenportals watson reagierte Aldi Nord mit der Stellungnahme einer Sprecherin. 

Das Coronavirus verbreitet sich weltweit, die Fallzahlen an Neuinfektionen nehmen stark zu.

„Unsere Märkte sind nach wie vor für unsere Kunden wie gewohnt geöffnet und unsere Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die Warenverfügbarkeit für unsere Kundinnen und Kunden sicherzustellen“, hieß es darin. Aldi Süd dementierte die Meldung ebenfalls. „Die kursierende Nachricht ist selbstverständlich falsch. Alle unsere rund 1930 Filialen haben heute und auch weiterhin geöffnet“, erklärte das Unternehmen.

Coronavirus: Tägliche Belieferung bei Edeka ist gewährleistet

Neben dem Lebensmitteldiscounter bezog auch der Supermarkt-Riese Edeka Stellung zu der verbreiteten Falschmeldung. In einem Statement betonte das Unternehmen auf Facebook, dass die Gerüchte falsch seien und „jeder Grundlage“ entbehrten. Außerdem verwies Edeka auf eine zuvor veröffentlichte Richtigstellung des Bundesgesundheitsministeriums auf Twitter. 

Ängsten, die Versorgung mit Lebensmitteln könnte gefährdet sein, nahm die Supermarktkette ebenfalls den Wind aus den Segeln. „Die Versorgung der EDEKA-Märkte und damit unserer Kundinnen und Kunden mit Lebensmitteln ist weiterhin bundesweit sichergestellt“, hieß es in dem Facebook-Post weiter. Zwar gebe es in bestimmten Sortimentsbereichen eine erhöhte Nachfrage, die tägliche Belieferung der Märkte sei allerdings über die Logistikzentren gewährleistet. (wag)

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