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Coronavirus in Deutschland: Können sich Hunde anstecken?

Es vergeht fast keine Stunde ohne eine neue Meldung zum Coronavirus – auch unter den Namen SARS-CoV-2 und Covid-19 bekannt. Die Meldungen zu infizierten Personen häufen sich, aber viele Hundebesitzer stellen sich eine ganz andere Frage: Kann sich mein Vierbeiner auch infizieren?

  • Hund in Hong-Kong schwach positiv auf SARS-CoV-2 getestet
  • Friedrich-Löffler-Institut geht von einer passiven Verunreinigung aus
  • Aktuell keine Gefahr für Ihren Hund durch das Coronavirus laut WHO

Hong-Kong – Lokale Gesundheitsbehörden haben geringe Mengen des Coronavirus (Coronavirus in Deutschland: Werden Supermärkte geschlossen?) in der Nase und der Mundhöhle eines Hundes nachgewiesen. Der Vierbeiner befindet sich derzeit zwar in Quarantäne, zeigte bei den bisherigen Untersuchungen jedoch keine Krankheitssymptome. 

Dementsprechend ist laut dem Friedrich-Löffler-Institut unklar, ob der Hund sich aktiv infiziert hat oder es sich um eine passive Übertragung aus dem Umfeld des Tieres handelt– zum Beispiel durch den infizierten Hundebesitzer.

Coronavirus: Warum gelten Tiere als gefährdet?

Warum gelten Tiere als gefährdet? Laut der WHO zählt der Coronavirus zu einer großen Gruppe an Viren, bei denen es zu einer Übertragung zwischen Tier und Mensch oder umgekehrt kommen kann. So gelten die Zibetkatzen als der Ursprung des SARS-CoV im Jahr 2003. Den Mers-Coronavirus 2012 haben wiederum Dromedare auf den Menschen übertragen. 

Auch bei Hunden kann es zu Krankheiten durch Vertreter dieser Virusgruppe kommen, welche sich zum Beispiel in blutigem Durchfall äußern. Die ersten Fälle von Coronaviren (Coronavirus in Deutschland: Desinfektionsmittel selber machen - Diese Zutaten brauche ich) bei Haus- und Nutztieren sind laut Robert-Koch-Intsitut bis auf das Jahr 1960 zurückdatiert. Corona ist aber nicht gleich Corona und nach aktuellen Informationen der WHO stellt die Lungenkrankheit Covid-19 keine Gefahr für Ihren Hund dar.

Sollte ich spezielle Maßnahmen im Umgang mit meinem Hund ergreifen?

Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation aktuell keine Gefahr für eine Infektion Ihres Haustiers mit Covid-19 sieht, ist es dennoch empfehlenswert grundsätzliche Hygiene-Punkte zu beachten. Dazu zählt, das gründliche Waschen Ihrer Hände mit Wasser und Seife, nachdem Sie Kontakt mit Ihrem Hund hatten. Dies dient vor allem der Vorbeugung gegenüber der Übertragung von anderen Viren wie E. coli oder Salmonellen. Um Ihren Hund weiterhin nicht unnötig zu gefährden, sollten Sie sich auch nicht mehr von Ihrem Tier abschlecken lassen.

Das Coronavirus verbreitet sich weltweit, die Fallzahlen an Neuinfektionen nehmen stark zu.

Coronavirus: Hund und häusliche Quarantäne

Viel wichtiger ist die Frage, was geschieht, wenn Sie sich selbst infizieren sollten und sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Für diesen Fall sollten Sie auf jeden Fall eine Person zu Hand haben, die nicht nur regelmäßig mit Ihrem Tier Gassi geht, sondern sich auch um das leibliche Wohl des Hundes kümmert. Alternativ können Sie Ihr Haustier für die Zeit der Quarantäne natürlich auch im nächstgelegenen Tierheim oder einer Tierpension abgeben. Bedenken Sie jedoch, wie viel zusätzlich Stress es für Ihr Haustier bedeuten mag, aus seinem gewohnten Umfeld gerissen zu werden.

Aktuell gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sich der Coronavirus von Menschen auf Tiere, wie zum Beispiel Hund übertragen kann. Sie müssen sich also keine Sorgen um Ihr Haustier machen, so lang die Weltgesundheitsorganisation keine neuen Fälle über eine Übertragung zwischen Mensch und Tier bekannt gibt. Es ist dennoch davon unabhängig immer empfehlenswert einen großen Wert auf die körperliche Hygiene im Umgang mit Ihren Haustieren zu legen.

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