Wilder Blitzer verursacht Stau auf Tauernautobahn

Salzburg - Radarfallen an der Autobahn sind tückisch: Wenn's blitzt, bremst jeder Autofahrer schon aus Schreck reflexartig ab. Auf der Tauernautobahn verursachte Blitzgewitter einen Stau.

Der Radarkasten steht auf der Tauernautobahn zwischen Salzburg-Süd und Puch-Urstein. Das Gerät ist hochmodern. Laut des Onlineportals "krone at" ist das Radargerät in Fahrtrichtung Süden erst seit kurzem in Betrieb. Doch wohl schon von Anfang an gab es mit dem Blitzer Probleme. War Tempo 130 erlaubt, kam es vor, dass schon bei Tempo 100 geblitzt wurde.

Doch am Montag drehte der Radarkasten, laut Medienbericht, komplett durch. Plötzlich blitzte die Box alles, was sich auf der Autobahn bewegte - jedes Auto!

Daraufhin bremsten die Fahrer ab. Die Reaktion löste einen Stau aus, glücklicherweise aber keinen Unfall. Die Autobahnmeisterei versuchte vergeblich, einen Techniker des Herstellers zu erreichen, um das Gerät wieder unter Kontolle zu bringen. Kurzerhand zog die Polizei schließlich den Stecker.

"Wir haben die Hauptsicherung herausgeschraubt. Auch den Radarkasten auf der anderen Richtungsfahrbahn nahmen wir sicherheitshalber außer Betrieb", heißt es bei "krone.at".

Noch ist die Radarfalle ausgeschalten. "Wir müssen alles rausflitern und sehen wer wirklich zu schnell unterwegs war", so Friedrich Schmidhuber, Leiter der Verkehrsabteilung Salzburg.

Verantwortlich für die Radaranlagen ist die Firma ASFINAG. Das Unternehmen pflegt auch die Blitzer auf den österreichischen Autobahnen. Anfang Dezember war die Qualität der Raserfotos aufgrund der heftigen Schneefälle laut einer Pressemitteilung zu schlecht.

tz/mm

Rubriklistenbild: © dpa

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