Skoda Octavia Scout: Der coole Pfadfinder

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Für Geländegänger: Die Familie unseres Autotesters fühlte sich auch auf holprigen Wegen sichtlich gut aufgehoben.

Den richtigen Weg zu finden, das ist ja manchmal so ein Sache. Im Leben, im Beruf, auf der Straße … Redakteur Klaus Heydenreich ist mit dem Skoda Octavia unterwegs gewesen. Lesen Sie den Fahrbericht.

Lebenshilfe gibt es, tatsächlich wirksame sogar – zumindest in Sachen Fortbewegung: Der Skoda Octavia Scout, auf Deutsch Pfadfinder, führt ja schon im Namen, dass er einen auf den rechten Weg führen will.

Redakteur Klaus Heydenreich

Er macht das zwar relativ zurückhaltend, dafür aber zuverlässig. Ein echter PS-Protz ist der (von uns als Diesel gefahrene) Scout nicht – zum Glück eigentlich, denn das spiegelt sich im Verbauch wieder. Im kombinierten Verkehr liegt dieser laut Fabrikangaben bei 5,4 Litern, und diese Angabe hält dem Alltagstest durchaus stand. Mit seinem um fünf Liter auf 60 Liter vergrößerten Treibstofftank schafft der Pfadfinder daher beeindruckende Strecken ohne Rast an der Zapfanlage. Und auch wer ein bisserl stärker aufs Gaspedal tritt, der kommt recht weit– mehr als acht, neun Liter verbraucht der Scout eigentlich fast nie.

Skoda Octavia Scout

Motor: 2,0 Liter, CR ­Diesel, Leistung: 140 PS max. Zuladung: 750 kg
Getriebe: 6-Gang-DSG Sicherheit: ESC, DSR ­(Dynamic Steering Response), Antriebsschlupfregelung, Front-, Seiten- und Kopfairbags und ­Isofix im Fond serienmäßig
Preis: ab 30.640 Euro

Ein paar Umwege sind also locker drin, und das gehört beim Scout durchaus zum Programm, denn er macht ja schon etwas auf cool. Im Vergleich zum ganz normalen Octavia, den der Autor privat fährt, ist das aber nicht nur eine nette optische Auffrischung. Zwar ist der Scout kein Offroad-Monster, aber steilere Kiesstrecken oder rumpelige Waldwege steckt er locker weg, ohne dass sich Fahrer (und Passagiere!) Sorgen machen müssten, dass man irgendwo hängen bleibt, wie das beim Normalo-Octavia der Fall wäre. Unterbodenschutz, vergrößerte Federwege, Vierradantrieb, das reicht eigentlich – wenn man sich nicht gerade beruflich in Richtung Bergwacht entwickeln will.

Schlicht und übersichtlich: Blick ins Cockpit des „Pfadfinders“.

Vielmehr ist der Scout das richtige Auto für Familien, die auch mal raus wollen aus der Stadt, und auf dem Land dann auch die ausgetretenen Pfade verlassen. Auf dem Weg zur Skitour, beim Abstecher an den Strand – im leichten Gelände fühlt sich der Scout wohl. Und mal ehrlich: Wenn es zurück in die Stadt geht, sieht so ein Vierrad-Kombi mit ein paar Schlammspritzern eben doch cooler aus.

Der Octavia Scout überzeugt durch entspannte Fahrweise

Den Weg nach Hause erledigt der Skoda im übrigen völlig relaxed. Gerade in der Dieselvariante mit dem 2,0-Liter-TDI ist er recht durchzugsstark und macht auch auf Bergstrecken eine gute Figur. Und außer einem leichten Brummen ist nicht viel vom Diesel zu hören – stattdessen erfreut der Scout mit einer straffen Abstimmung in den Kurven. Von einem schwankenden, hochbeinigen Geländewagen ist er zum Glück sehr weit entfernt. Es geht also entspannt zu auf Autobahn und Landstraße – und falls man wider Erwarten doch nicht den richtigen Weg findet und es kräftig rumpelt, dann kommt das vermutlich einzig überflüssige Element des Scout zum Einsatz: der große Haltegriff für den Beifahrer vor dem Handschuhfach.

Klaus Heydenreich

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