„Fahreignungsseminar“ für Verkehrsrüpel

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Für mehr Einsicht: Neues „Fahreignungsseminar“ für Verkehrssünder geplant.

Berlin - Im Zuge der Flensburger Punktereform soll sich einiges ändern. Neben dem neuen Punkte-Tacho sind besondere Seminare für Verkehrssünder geplant. Sie sollen das Fahrverhalten ändern. 

Ein neugestaltetes „Fahreignungsseminar“ soll auffällig gewordene Verkehrssünder künftig wirksamer zur Einsicht bringen. Vorgesehen sind ein Informationsteil mit einem Fahrlehrer und ein Beratungsteil mit einem Verkehrspsychologen. Das sehen Pläne des Bundesverkehrsministeriums vor, die am Mittwoch auf dessen Portal zur geplanten Reform des Flensburger Punktesystems mitgeteilt wurden.

Das Seminar soll künftig bei 6 bis 7 Punkten Pflicht werden. Wer die Anordnung dazu nicht befolgt, muss den Führerschein so lange abgeben, bis er eine Teilnahmebescheinigung vorlegt. Ziel ist mehr Sicherheit. Für die Betroffenen soll es nicht teurer werden als bisher. Derzeit werden jährlich 25.000 Aufbauseminare angeordnet.

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Der Informationsteil soll das Gefahrenbewusstsein schärfen und erklären, warum Verkehrsregeln sinnvoll sind. Dafür sind in kleinen Gruppen zwei je 90-minütige Sitzungen vorgesehen. Im Beratungsteil soll ein Psychologe „individuelle Wege zur Veränderung des riskanten Fahrverhaltens“ aufzeigen, die dann auch erprobt werden. Insgesamt soll das neue Seminar in sieben Wochen zu schaffen sein, höchstens in drei Monaten.

Seminar, ja - Punkteabbau, nein

Bisher ist ein Aufbauseminar freiwillig möglich, auch um dadurch Punkte abzubauen. Bei 14 bis 17 Punkten wird es vorgeschrieben. Das neue Seminar soll bei 6 bis 7 Punkten Pflicht sein, wobei auch die Bewertung der Verstöße mit bisher 1 bis 7 Punkten vereinfacht wird: Je nach Schwere des Vergehens gibt es nur noch 1 oder 2 Punkte. Bei 8 statt bisher 18 Punkten ist der Führerschein weg. Die bisherige Regelung, durch einen Seminarbesuch Punkte loswerden zu können, soll entfallen.

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, die Internet- Diskussion zur Punktereform laufe auf vollen Touren. Das Ministeriumsportal www.punkteforum.de soll noch zwei Wochen lang eine Plattform für Meinungen und Vorschläge bieten.

dpa

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