Honda CR-V

Feines aus Fernost

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Markantere Formen: Der Honda CR-V passt auch gut in die Münchner City.

Markanter, sparsamer, billiger – das sind die herausragenden Attribute des neuen Honda CR-V.

Nach mehr als fünf Millionen verkauften Fahrzeugen bringen die Japaner am 3. November die vierte Generation ihres Erfolgsmodells auf den hart umkämpften europäischen SUV-Markt. Der neue Geländewagen wurde einer Verjüngungsskur unterzogen. Erstmals gibt es den kuschligen Familienwagen jetzt wahlweise mit Front- und Allradantrieb. Wir haben den neuen Fünfsitzer im Zweiliter-Benziner und 2,2-Liter-Diesel einem ersten Test und einem Vergleich mit dem Vorgänger unterzogen. Hier die Ergebnisse:

Optik

Auf den ersten Blick wirkt der neue CR-V mit der markanten breiten Front, dem wuchtigen Chromgrill und den großen langen Scheinwerfern dynamischer als sein Vorgänger. Neu und praktisch am Heck: Die elektrische Klappe über der abgesenkten Ladekante.

Innenausstattung

Bequem & praktisch: Das Cockpit.

Hier hat sich viel getan: Der Innenraum wirkt durch hochwertige Materialien, ein großzügiges Cockpit und große Fensterflächen freundlich und komfortabel. Dank niedrigerer Sitzposition haben jetzt auch größere Zeitgenossen genügend Kopffreiheit. Einziger Kritikpunkt: In dem etwas überdimensionierten Tacho ist der winzige Verbrauchsmonitor schlecht lesbar. Dafür leuchtet eine grüne Sichel bei Fahrten im Eco-Sparmodus um den Tacho herum umso heller.

Laderaum

Obwohl die Karosserie in Höhe und Länge geringfügig um drei bzw. einen halben Zentimeter verkleinert wurde, bietet der CR-V jetzt innen mehr Platz. Praktisch und pfiffig zugleich: Die Fondslehne klappt durch nur einen Handgriff ohne großen Kraftaufwand zusammen. Das Kofferraumvolumen vergrößert sich so von 589 auf 1669 Liter. Darin haben sogar drei große 29-Zoll-Mountainbikes, drei Golfbags bzw. jede Menge Kisten, Koffer oder Müllsäcke mit Herbstlaub Platz.

Motor und Verbrauch

Hinten finden bei umgeklappter Sitzbank bis zu drei Bikes Platz.

Die Japaner versprechen sowohl beim Zweiliter-Benziner mit 114 kW (155 PS) und beim 2,2-Liter-Diesel mit 110 kW (150 PS) weniger Suff beim SUV. Während wir beim Test mit dem 2,2-Liter-Diesel den angegebenen kombinierten Verbrauch von 5,6 Litern auf 100 km nur um knapp einen Liter überschritten, erwies sich der 2,0 Liter-Benziner mit Allrad und Automatik im Stadtverkehr mit 10,5 Litern schluckfreudiger.

Fahrspaß

Der neue Honda-SUV ist keine Rennsemmel, aber durchaus eine flotte Familienkutsche, mit der man selbst bei Tempo 190 entspannt dahingleitet. Die neue elektrische Servolenkung und das gut abgestimmte Fahrwerk dämpfen selbst bei längeren Fahrten auf holprigen Landstraßen kaum die Fahrfreude. Auffällig ist die sehr gute Lärmdämmung. Selbst beim Diesel ist der Motor innen kaum zu hören. Allerdings sind die Benzinversionen des CR-V trotz der 155 Pferdestärken beim Tritt aufs Gaspedal etwas schwach auf der Brust.

Zubehör

Für die Sicherheit bietet der Honda CR-V serienmäßig ESP, ABS mit Bremsassistent, Vorhang-Airbags zum Schutz bei Seitenaufprall. Dazu gibt’s optional ein Kollisionswarnsystem, Spurhalteassistenz uvm. Praktisch für Besitzer von Anhängern und Caravans: Ein spezielles ESP steuert bei einem aufschaukelnden Anhänger automatisch gegen. Auch beim Infotainment hat Honda aufgerüstet. Die Bluetooth-Verbindung von Handy und Auto ist serienmäßig – genau wie das Multifunktionsdisplay und die Rückfahrkamera.

Preise

Genaue Preise will Honda erst beim Pariser Salon im September nennen, doch soll die Basisversion des Benziners dem Vernehmen nach mit Frontantrieb bei 22.990 Euro liegen. Von dem will Honda gleich 30 Prozent der jährlich rund 9000 CR-V hierzulande absetzen. Geplant ist für’s nächste Jahr auch ein Diesel mit 1,6-Liter-Motor.

Heinz Wilhem

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