Diesel-Fahrverbote abwendbar?

Ältere Diesel nachrüsten geht wohl doch einfacher als Politiker meinen

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Diesel-Autos stehen wegen zu hoher Abgaswerte in Verruf.

Immer wieder Schreckensmeldungen für Diesel-Fahrer. Doch wo es vor kurzem hieß, dass ein Verkauf die beste Option ist, legt der ADAC jetzt einen Langzeittest vor, der das widerlegt.

Fahrverbote für Diesel-Autos drohen in Stuttgart, München und Frankfurt. Der Grund sind die zu hohen Abgaswerte und damit zu viel Luftverschmutzung. Befürworter von Diesel-Fahrverboten beziehen sich immer wieder auf die kostenintensive und komplizierte Nachrüstung von Diesel-Autos. Auch die Automobilindustrie und Politiker aus dem Verkehrsministerium sprechen sich gegen die Nachrüstung älterer Diesel aus, weil diese zu kompliziert sei. Doch stimmt das wirklich?

Erster Langzeittest gibt Diesel-Liebhabern Hoffnung

Ein Langzeittest zeigt jetzt, dass es sich durchaus lohnen kann, ältere Diesel mit neu eingebauter Technik wieder straßentauglich zu machen. Das Land Baden-Württemberg und der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) testeten SCR-Abgasreinigungsanlagen - spezielle Einbauteile, die Stickoxide in den Autoabgasen reduzieren.

Eingebaut waren diese im Test in drei verschiedenen Diesel-Autos, die im vergangenen Jahr gebraucht gekauft wurden: Ein Opel Astra, ein VW-Bus und ein Fiat Ducato. Allesamt mit Abgasnorm Euro 5, wobei die Abgasnorm die Grenzwerte für den Ausstoß von Luftschadstoffen festlegt.

Abgaswerte bleiben auch nach 10.000 Kilometern stabil

Vorangegangene kürzere Tests hatten es schon angezeigt. Jetzt haben die Tester aber Sicherheit: Nach Nachrüstung der Diesel-Filteranlagen bleiben die Abgaswerte auch im Langzeittest stabil auf dem Niveau der kürzeren Testphasen.

So waren die drei Test-Autos jeweils 10.000 Kilometer unterwegs, ohne dass die vorgeschriebenen Abgas-Grenzwerte wie etwa für Stickoxid oder Kohlenstoffmonoxid überschritten wurden. Damit ist jetzt aber erst ein Fünftel des geplanten Dauerlaufs (die gesamte Testfahrt der Autos) absolviert.

Google Street View: Fahrer eines Google Street View-Autos rechnet nicht mit diesem Verfolger.

Für 90 Prozent der Diesel ist Nachrüstung möglich

Die Nachrüstung reduziert den Ausstoß des Reizgases Stickoxid drastisch: bis zu 70 Prozent unter guten Fahrbedingungen. Würden alle Euro-5-Dieselfahrzeuge nachgerüstet, dann würde das bedeuten, das der Stickoxid-Ausstoß des Straßenverkehrs um 25 Prozent gesenkt werden könnte.

Daher auch die Forderung von Winfried Hermann von den Grünen, dass die Bundesregierung für die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Autos die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen solle. Die Süddeutsche zitiert Dieter Roßkopf, Vorstandsvorsitzender des ADAC Württemberg: "Diese Autos sind mitnichten alles alte Kisten, sondern vielfach junge Gebrauchte mit einem erheblichen Restwert." Für 90 Prozent der Modelle sei eine Nachrüstung möglich.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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