Der 5er in der überarbeiteten Version

Fünf Mal neu: Der Feinschliff-BMW

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Neuer Sommerlook: Der BMW 5er nach der Modellpflege

Halbzeit: Für Autokonzerne heißt das nicht Pause, sondern Vollgas. Hat eine Modell-Generation die Hälfte ihres Lebenszyklus erreicht, dann gibt’s ein ganzes Paket von Neuerungen...

Um auf dem Stand der Technik zu bleiben – und um neue Kunden anzulocken, logisch. Beim BMW 5er, der in seiner aktuellen Variante seit 2010 gebaut wird, ist es jetzt so weit. In diesem Fall reden wir allerdings genau vom Gegenteil eines „Facelift“, wie man die Modellpflege sonst ja gern nennt. Denn: Optisch unterscheidet sich diese feingeschliffene Variante kaum vom bisherigen Fünfer. Dafür hat sich allerdings bei den inneren Werten viel getan. Das war jetzt bei Testfahrten zu erleben: BMW präsentierte das Auto am Mittwoch in Garching. Was uns dabei besonders aufgefallen ist, zeigen wir Ihnen auf dieser Seite: fünf Fünfer-Neuheiten.

Neues Licht

Ab jetzt gehört Xenon-Licht in allen 5er-BMWs zur Serienausstattung. Das bringt ein Plus an Sicherheit. Als Sonderausstattung kann man sich Voll-LED-Scheinwerfer einbauen lassen. Ein echtes Aha-Erlebnis: Dieses Licht denkt mit. Man kann immer mit Fernlicht fahren, weil der Scheinwerfer andere Autos von selber erkennt und den Lichtkegel dort abdeckt. So wird niemand geblendet – und der Fahrer hat beste Sicht.

Neue Elektronik

Funktioniert alles: Autor Uli Heichele testet die Online-Datenbank.

Das ist was für Musikfreunde. Und: Man muss kein 20-jähriger Technik-Experte sein, um sich da zurechtzufinden. BMW bietet das sogenannte Online-Entertainment an: Das Auto ist immer mit dem Internet verbunden. Von dort können Sie sich jederzeit Ihre Lieblingsmusik runterladen (im Moment sind rund 18 Millionen Titel im Angebot). Bezahlt wird per Flatrate. Also: Mit der Jahrespauschale (220 Euro für Daten und Musik) gibt’s unbegrenzten Zugriff.

Neues Fahrwerk

Im Touring und im GT gibt’s jetzt serienmäßig Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse. Klingt kompliziert, lässt sich aber ganz einfach erfühlen. Denn: Das Fahrwerk ist dadurch komfortabler geworden, das Auto bügelt Unebenheiten besser weg. Der 5er ist damit ein souveräner Autobahn-Gleiter. Und wenn’s die Landstraße sein soll: BMW hat die Lenkung nachgeschärft – sensibler und zielgenauer. Nachzuerleben in jeder Kurve.

Neue Frontschürze

Man sieht’s zwar fast nicht, aber die Stirnseite der Karosserie ist eine komplette Neuentwicklung. Wichtig ist dabei vor allem die Krümmung von der Stoßstange in Richtung Radkasten. Die Luft fließt hier jetzt mit weniger Widerstand – das spart Sprit. Das Design wurde nur in Mini-Details geändert (zum Beispiel neue Zierleisten und anders angeordnete Stäbe in der BMW-Niere). Peter Wolf, der für das überarbeitete Auto verantwortlich ist, sagt: „Unsere Kunden sind mit dem Design dieses Autos so zufrieden, dass wir nicht stark eingreifen wollten.“

Neuer Einstiegs-Motor

Bisher war der kleinste Motor der 520d, jetzt bietet BMW darunter noch einen 518d an (für Limousine und Touring, nicht im GT). Es ist eine angepasste Variante jenes Diesel-Motors, den wir schon aus dem Dreier kennen – allerdings mit mehr Kraft. Aus zwei Litern Hubraum holt er jetzt 360 Newtonmeter (und 143 PS). Schließlich muss er ja mit über 1,6 Tonnen Gewicht klarkommen. Dabei braucht er nach Werksangabe 4,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Was sich bei BMW von selber versteht: Über diesem kleinen Diesel gibt’s noch eine Reihe andere Motor-Varianten mit mehr Leistung – zum Beispiel hat der Benziner im 550i mittlerweile 450 PS.

Die Karosserie-Varianten

Erkennbar ist die aufgefrischte Modellfamilie

Den 5er gibt’s nach wie vor in drei Karosserie-Varianten: ganz klassisch als Limousine (ab 39.900 Euro), als Kombi (bei BMW „Touring“ genannt, ab 42.400 Euro) und als GT mit dem viel diskutierten Heck (ab 49.600 Euro).

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