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ADAC-Bilanz: Die besten und schlechtesten Autos des Jahres

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Von: Marcus Efler

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Nach 95 getesteten Automodellen im Jahr 2022 zieht der ADAC eine Gesamtbilanz. In der gibt es die eine oder andere Überraschung – aber auch klare Verlierer.

Mit Autotests ist es so eine Sache. Wie zuverlässig sind die Bewertungen, wie objektiv die Noten? Oft fließen emotionale oder subjektive Kriterien mit ein, und das ist auch richtig so – schließlich sind Kauf und Besitz eines Automobils immer auch eine Angelegenheit persönlichen Geschmacks und Vorlieben.

BMW iX xDrive50, fahrend
Tatsächlich Premium: der BMW iX xDrive50. © Uwe Fischer/BMW

ADAC-Bilanz: Die besten und schlechtesten Autos des Jahres

Wenn es aber tatsächlich um eine wertfreie, kühle Betrachtung des technischen Produktes Auto geht, ist der ADAC die erste Anlaufstelle. Dafür sorgt schon das Technikzentrum in Landsberg am Lech, in dem Ingenieure und andere Experten die Test-Fahrzeuge gründlich unter die Lupe nehmen (und so manche Qualitätsmängel enttarnen). Auch 2022 begutachtete Deutschlands größter Autoclub wieder 95 neue Modelle nach Kriterien wie Komfort, Fahrverhalten, Öko-Bilanz oder Sicherheit.

ADAC-Bilanz: Vor allem Stromer vorn dabei

Nun hat der ADAC eine Bilanz für das abgelaufene Jahr gezogen. Hier sind seine Gewinner und Verlierer 2022 – in der Gesamtwertung über alle Fahrzeugklassen- und Arten.

Die besten Autos 2022 (Quelle: ADAC)

AutomodellAntriebsartADAC-Note
BMW iX xDrive50Elektro1,6
Mercedes-Benz EQS 450+Elektro1,6
Mercedes-Benz EQE 350Elektro1,7
Škoda Enyaq Coupé RS iVElektro1,7
BMW i4 eDrive40Elektro1,8
Mercedes-Benz C 300 d T-Modell 9G-TronicDiesel1,8
Porsche Taycan Sport Turismo GTSElektro1,8
Volvo C40 Recharge Pure Electric Single MotorElektro1,8
VW ID.5 Pro PerformanceElektro1,8
Audi Q4 Sportback 40 e-tronElektro1,9
Honda Civic 2.0 i-MMD Hybrid e-CVTHybrid1,9
Hyundai\tIONIQ 5 (72,6 kWh) 2WDElektro1,9
Kia EV6 58 kWh/77,4 kWhElektro1,9
Kia Niro EV (64,8 kWh)Elektro1,9
Mercedes-Benz EQB 350 4MaticElektro1,9

Elektroautos dominieren also klar die Bestenliste, mit dem Mercedes C 300 d schaffte nur ein Diesel eine Note mit einer 1 vor dem Komma. Was natürlich auch daran liegt, dass die meisten Autohersteller derzeit vor allem Stromer auf den Markt bringen, oder als neue Variante vorstellen – und daran, dass sie in der Umweltwertung schon mal Bestnoten einsammeln. Ebenfalls wenig überraschend: Teure Fahrzeuge deutscher Premiummarken dominieren die Best-of-Liste.

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ADAC-Bilanz: Mangelnde Sicherheit zieht Note herunter

Allerdings fuhren auch einige Asiaten nach vorne, den Honda Civic erklärt der Club gar zum „echten Geheimtipp“. Nach den, ebenfalls vom ADAC ermittelten, verblüffend guten Sicherheitsnoten mancher Modelle bislang unbekannter Marken ist es durchaus denkbar, dass sie im nächsten Jahr auch dieses Ranking durcheinanderwirbeln.

Die Schlusslichter 2022 (Quelle: ADAC)

AutomodellAntriebsartADAC-Note
Mitsubishi Space Star 1.2Otto4,1
Dacia SpringElektro4,1
Dacia Duster TCe 150 4WDOtto4,1
Toyota Aygo X 1.0Otto3,1
Dacia Sandero TCe 100 ECO-GAutogas2,9
Citroën C3 PureTech 110 EAT6Otto2,9
Mazda CX-5 SKYACTIV-D 184 AWDDiesel2,8
Dacia Jogger TCe 110/TCe 100 ECO-GOtto/Autogas2,8
Subaru Forester 2.0ie LineartronicOtto2,7
Mini Countryman Cooper SE ALL4 SteptronicPlug-in-Hybrid2,7
Mazda 2 e-SKYACTIV-G 90 M HybridOtto2,7
Citroën e-Spacetourer XL (75 kWh)Elektro2,7

Grundsätzlich positiv: Schlechte Noten fuhren auch am unteren Ende der Liste eigentlich nur drei Automodelle ein. Wie der ADAC betont, zogen hier vor allem Defizite bei der Sicherheitsausstattung die Bewertung herunter. Ist ein Modell hier schlecht, „wird es in seinem Gesamtergebnis abgewertet“, erklärt der Club: „Dem Duster hilft es also nicht, wenn sein Motor gut bewertet wird (2,2), und dem Spring bringt es nichts, wenn er wegen seines niedrigen Stromverbrauchs im Bereich Umwelt/Ecotest (1,2) wie der Mitsubishi (2,2) zu den Guten zählt. Sicherheit geht eben vor.“

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