Abo-Fallen im Internet: Erst denken, dann klicken

Region Rhein-Main - Immer mehr Menschen klicken sich im Internet in Abo-Fallen, meldet die Verbraucherzentrale. Angelockt werden die arglosen Internet-Nutzer durch Schlagworte wie Kostenlos, Free oder Gratis.

Dann ist der Mausklick auf den entsprechenden Button oft schneller als der Verstand schalten kann.br /Jens Kegel aus Groß-Zimmern kann ein Lied davon singen. Er selbst bezeichnet sich als durchaus vorsichtig, aber die Verlockung, bei einem Gewinnspiel einen Audi A5 zu gewinnen, war zu groß. Er klickte auf den Link in der E-Mail und füllte ein Teilnehmerformular aus. "Kostenlos" prangte dort in großen Lettern. Allerdings muss dort auch irgendwo etwas mit 14-tägigem Probeabo gestanden haben. Und wenn innerhalb dieser Frist nicht widersprochen wird, dann hat man das Magolino-Gewinnspielmagazin für ein Jahr und knapp 90 Euro bestellt. Proteste von Jens Kegel persönlich als auch die Nachfrage des EXTRA TIPPs bei Magolino wurden schriftlich abgewiesen. Alles sei rechtens, Herr Kegel mehrfach auf die Widerrufsfrist hingewiesen worden.br /Fälle wie dieser sind Ute Klaus von der Verbraucherzentrale Hessen zuhauf bekannt. Da immer mehr solcher Angebote im Internet auftauchen, werden auch die Hilferufe der Verbraucher mehr. "2005 gab es noch keine Anfragen, 2006 stieg es langsam an und 2007 nahm die Abzocke im Internet einen Großteil unserer Beratung ein", berichtet Klaus. Sie kann nur raten, nie vorschnell klicken, nur weil es heißt, es sei kostenlos oder umsonst.br /Wer in solch eine Falle getappt ist und eine Rechnung ins Haus bekommt, der sollte genau dokumentieren, wo was gestanden hat und dies auch ausdrucken. Wichtig ist beispielsweise Zeitpunkt und Inhalt der Widerrufsbelehrung und wo der Preis stand. Wer sich beraten lassen will, ob er zahlen muss, sollte sich an die Verbraucherzentrale wenden. Informationen unter www.verbraucher.de.

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