5 imposante Freizeitlocations in Hessen

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Der Tower in Frankfurt bietet einen tollen Überblick über die Stadt.

Das nächste Wochenende steht an und es wird, wie es immer ist? Ein wenig Haushalt hier, Haushalt dort, eventuell Fußball mitsamt Freude oder Ärger, vielleicht wird das Auto geputzt.

Und abends? Ja, auch der läuft so ab, wie eigentlich jedes Wochenende ... warum? Hessen hat nun wahrlich genügend Freizeitmöglichkeiten und bietet dazu auch noch Locations, die atemberaubend, spannend und mindestens imposant sind. Dieser Artikel stellt fünf dieser Ausflugsziele einmal vor und verrät, dass an den nächsten Wochenenden zumindest der Haushalt liegen bleibt.

1. Milseburg – ein Berg mit wunderschöner Aussicht

Der schönste Berg entlang der Rhön bietet eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann. Er ist imposant, garantiert einen sagenhaften Blick über Hessen, bietet Sport, Spaß und für Radfahrer in den Sommermonaten ein besonderes Highlight: Die Radfahrt unter dem Berg hindurch über eine alte Eisenbahnstrecke. Und was gibt es sonst noch rund um den Milseburg zu verraten? Ein Überblick:

  • Höhe - mit 835 Metern Höhe ist er quasi die "Zugspitze" der Rhön. Süd- und Ostseite fallen steil bergab, während die anderen Seiten dicht bewaldet sind.
  • Gipfel - hier befindet sich eine Kapelle. Sie ist dem heiligen Gangolf gewidmet, zudem gibt es eine Kreuzigungsgruppe. Knapp unterhalb des Gipfels gibt es eine Schutzhütte, die auch Speis und Trank gewährt.
  • Name - "Milseburg" ist ein seltsamer Name für einen Berg. Der Berg wurde jedoch so genannt, weil sich hier einst eine mächtige Keltenfestung befand, während am Fuße des Berges eine keltische Großsiedlung lag. Der Sage nach wütete der Riese Milse in diesem Gebiet, bis er schließlich von Gangolf mit Gebeten bezwungen und unter dem Berg begraben wurde.

Um zum Milseburg zu kommen, geht es nach Danzwiesen oder Kleinsassen. Hier kann auch geparkt werden. Grundsätzlich geht es zu Fuß steil bergauf, wobei festes Schuhwerk obligatorisch ist.

2. Spielbank Wiesbaden – Glamour pur

Ohne Voranmeldung, dafür mit Dresscode, Glamour und großer Spannung geht es in der Spielbank Wiesbaden zu. Das Casino bietet Automatenspiele, klassische Tischspiele wie Poker und Black Jack, Roulette und natürlich einige Specials. Auch eine Ladies Night ist im Programm. Allgemein sollten Besucher wissen:

  • Zutritt – dieser ist natürlich erst ab 18 Jahren, wobei ein amtlicher Ausweis unbedingt mitgeführt werden muss. Anderenfalls wird der Zutritt nicht gestattet.
  • Eintritt - um an die Automaten zu gelangen, wird kein Eintritt gefordert. Die klassischen Spiele kosten 2,50 Euro Eintritt.
  • Kleidung - für die Herren: Sakko, Hemd. Krawatte und Fliege sind gewünscht, aber keine Pflicht. Auch darf eine gute Jeans getragen werden. Notfalls gibt es an der Garderobe eine Leihmöglichkeit.

Das Casino besitzt eine attraktive Bar, die freilich ebenfalls besucht werden kann. Es besteht keinerlei Verpflichtung, sich an den Spielen zu beteiligen.

3. Erlebnis-Bergwerk Merkers – Klettern unter Tage

Wie wäre es, in einem alten Bergwerk Mountainbike-Touren zu machen oder einen Kletterpark zu besuchen? Im alten Bergwerk, das nun das Erlebnisbergwerk Merkers ist, ist viel möglich:

  • Klettern - im Down Under können Erwachsene mehr als nur einen bloßen Hochseilgarten besuchen. Der Kletterpark ist in einem alten Stollen und bietet jede Menge Aufregung und Spaß.
  • Mountainbike - achthundert Meter unter der Erde liegt diese ganz besondere Piste. Wer das Radfahren einmal auf einem ganz neuen Level erleben will, ist hier richtig.
  • Touren - ruhiger geht es auf den Touren zu. Die Erlebnistour unter Tage führt 800 Meter in die Tiefe und passiert Großbunker, Schaufelradbagger, simulierte Sprengungen, Salzkristalle und vieles mehr.

Um das Bergwerk zu besuchen, ist ein Ticket notwendig, das im Vorfeld zu bestellen ist.

4. Die Totenschädel von Oppenheim

Die Szenerie mag an Fantasiefilme erinnern, und doch ist sie wahr. In der Katherinenkirche von Oppenheim bietet sich ein makaberes und faszinierendes Bild:

  • Beinhaus - im Beinhaus befinden sich die Knochen und Schädel von rund 20.000 Oppenheimern. Die Gebeine wurden einst vom Friedhof in die Gewölbe unter der Kirche umgebettet.
  • Führungen - die Kirche bietet täglich Führungen in das Gewölbe an.

Trotz der Szenerie mit Totenschädeln, die sich bis zur Gewölbedecke auftürmen, ist dieser Besuch für die ganze Familie geeignet. Gerade Kinder sind von dem Erlebnis begeistert.

5. Der Main-Tower

Nach Bergwerken, Berggipfeln, Totenschädeln und Roulette geht es nun urbaner und weniger anstrengend oder makaber zu. Denn der letzte Ausflugspunkt führt hinein ins Herz Frankfurts, mitten ins Börsenviertel und hoch hinauf auf den Main Tower:

  • Skyline – von dort oben lässt sich die Skyline von Mainhatten so richtig genießen. Es ist eine Aussicht rundherum möglich. Der Tower sollte möglichst bei gutem Wetter erklommen werden, da nur dann bis weit hinaus ins Land geschaut werden kann.
  • Zutritt – nein, niemand braucht die Stufen hochzulaufen, es gibt einen Lift. Der Weg nach oben kostet jedoch Eintritt.
  • Aufenthalt – zumeist ist es ziemlich langweilig, einfach nur einen höher gelegenen Ort zu ersteigen, sich umzusehen und das war es dann. Das dachten sich nicht nur Bergwirte, die stets nah am Gipfel ein Schankhaus errichteten, sondern auch die Verantwortlichen des Towers. Oben befindet sich nämlich ein Restaurant, das vielleicht nicht das Günstigste ist, dafür aber als Beilage den Blick über die Dächer Frankfurts garantiert.

Ein Ausflug zum Main Tower lässt sich natürlich wunderbar mit einem Rundgang durch Frankfurt verbinden. Wie wäre es mit einem Besuch der Altstadt? Des Römers oder auch mit einer Wanderung durch den Riederwald?

Fazit – Hessen erleben

So häufig wird Hessen auf einige wenige Punkte beschränkt. Die einen reden vom Odenwald, die anderen nur vom Bankenviertel und der Rest hebt eher das Bahnhofsviertel Frankfurts mit erhobenem Zeigefinger empor. Dabei gibt es in Hessen so viel mehr zu entdecken. Teils wissen nicht einmal die Oppenheimer, welche Köpfe unter ihren Füßen zur Ruhe gebettet wurden, andere haben keine Ahnung, dass es in Hessen überhaupt ein Bergwerk gibt. Warum also nicht die nächsten Wochen und Monate dazu nutzen, die besonderen Highlights des Bundeslandes kennenzulernen? Am Schluss kann es immer noch nach Frankfurt gehen und wer es mag, der darf den Zeigefinger in den Himmel recken – aber nur, um die Windrichtung auf dem Tower zu bestimmen.

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