Netflix-Serie

Wird in der 3. Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" dieses heikle Thema aufgegriffen?

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Welche Themen in der dritten Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" angeschnitten werden, ist noch ein großes Rätsel - oder doch nicht?

Die Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" hat sich einen Namen damit gemacht, Themen aufzugreifen, an die sich andere nicht wagen - kommt dieses Tabu-Thema auch dazu?

Schon die erste Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" schockierte viele Zuschauer mit einer expliziten Selbstmord-Szene - Staffel 2 führte dann noch weitere heikle Themen wie Waffenmissbrauch und Vergewaltigung ein. Wagt sich die Netflix-Serie in der dritten Staffel nun an ein weiteres Tabu-Thema heran?

"Tote Mädchen lügen nicht": Wird dieses Thema eine Rolle spielen?

Wenn es nach einer Darstellerin geht, dann schon: Anne Winters spielt seit der zweiten Staffel die Cheerleaderin Chloe, die von ihrem Freund Bryce vergewaltigt wurde. Später stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Für die Darstellerin ist das eine willkommene Gelegenheit, um in der Serie die Folgen aufzugreifen: "Abtreibung sollte ein Thema sein", erklärte sie im Interview mit dem Online-Portal The Hollywood Reporter. "Ich weiß nicht, ob sie es wirklich tun sollte oder nicht. Das überlasse ich den Autoren. Aber ich bin der Meinung, dass das Thema definitiv auf den Tisch kommen sollte." Die dritte Staffel ist für 2019 geplant, die Produktion soll vier bis fünf Monate andauern.

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Darum zeigt "Tote Mädchen lügen nicht" heikle Szenen so explizit

Für die ersten beiden Staffeln, die der Streaming-Dienst Netflix von "Tote Mädchen lügen nicht" produziert hat, gab es schon viel Kritik - vor allem die amerikanische Organisation Parents Television Council (PTC) ging auf die Barrikaden und forderte vor einiger Zeit die Löschung oder zumindest einen erschwerten Zugang auf die Folgen.

Devin Druid, der in der Serie Tyler Down verkörpert, ist sich über die Komplexität dieser Inhalte im Klaren und bestärkt im Interview, dass sehr viel Wert darauf gelegt wird, den Themen gerecht zu werden: "Wir geben unser bestes, die Probleme mit so viel Feingefühl darzustellen wie wir können - besonders hinsichtlich derjenigen, die so etwas durchmachen mussten. Aber ich denke auch, dass es für uns wirklich wichtig ist, diese Dinge so ehrlich wie möglich darzustellen. Einfach alles zu beschönigen oder zu zensieren ist extrem respektlos und verletzend für diejenigen, die damit zu kämpfen haben."

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Hier ist der Trailer zu Staffel 2 von "Tote Mädchen lügen nicht"

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depression leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110222. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

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