Schlussmach-Masche

Was steckt eigentlich hinter Ghosting?

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Wenn das Date sich plötzlich nicht mehr meldet, geben sich Betroffene oft selbst die Schuld.

Klar, mit jemanden Schluss zu machen, ist keine einfache Sache - deshalb machen es sich manche leicht und ghosten den Partner einfach. Das steckt dahinter.

Gerade noch lief alles wie geschmiert, es wurde täglich miteinander auf WhatsApp geschrieben oder telefoniert - und plötzlich meldet sich das Date oder gar der Partner nicht mehr. Auf Anrufe und Nachrichten wird nicht reagiert, es ist, als wäre der Gegenüber in der Versenkung verschwunden. Oder zum Geist geworden - daher stammt auch der Begriff "Ghosting".

Wer aber nun denkt, dies wäre ein Phänomen der Generation Y, bei der Tinder und WhatsApp das Abservieren einer Person einfacher machen, irrt: Tatsächlich gibt es das Ghosting schon viel länger - hat jetzt allerdings einen Namen bekommen.

Warum entscheiden sich Menschen fürs Ghosting?

In einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage von Nora Crotty von dem Magazin ELLE stellte sich heraus, dass nur 36 Prozent der befragten Männer und 23 Prozent der befragten Damen noch nie in Kontakt mit Ghosting gekommen sind. Das heißt im Umkehrschluss, mehr als die Hälfte der Männer und Frauen wurden schon einmal geghostet oder sind selbst jemandem aus dem Weg gegangen. Doch warum ist das Ghosting so beliebt?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben - meist liegt es am Ghoster selbst, der schlichtweg schwierigen Situationen aus dem Weg gehen will. Hier sind häufige Gründe fürs Ghosting:

  • Desinteresse: Oft merkt man schon nach dem ersten oder zweiten Date, dass der Funke nicht übergesprungen ist. Die einfache Methode, den anderen dann schnell wieder abzuservieren, ist dann für viele das Ghosting.
  • Angst vor Konflikten: Der Ghoster will die Beziehung beenden und gleichzeitig einer Konfrontation aus dem Weg gehen. Deshalb macht er sich einfach aus dem Staub und muss sich nicht in unangenehme Situationen begeben. Gegenüber dem Date oder Partner ist dies jedoch ziemlich respektlos - schließlich wissen diese oft nicht einmal, dass mit ihnen Schluss gemacht wurde, geschweige denn, wieso.
  • Beziehungsangst: Kaum in einer Phase angekommen, wo das Dating zu einer ernsten Beziehung werden könnte, schieben viele plötzlich Panik - und wollen sich schleunigst vom Acker machen. Schuld sind oft negative Erfahrungen oder eine grundsätzlich negative Einstellung gegenüber Beziehungen.

Wie soll ich mit Ghosting umgehen?

Woran auch immer es gelegen haben mag - für diejenigen, die geghostet werden, dürfte das nur ein schwacher Trost sein. Schließlich wurden deren Selbstwertgefühl und Vertrauen erheblich verletzt. Der wohl beste Weg mit dieser Situation klarzukommen, ist, einen Haken dahinter zu setzen.

Weitere Kontaktversuche führen meist nur ins Leere und schüren die Wut. Stattdessen sollten Sie die wertvolle Zeit nutzen und an anderer Stelle Ihr Glück suchen oder einfach mal etwas für sich selbst tun.

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