Geschmacklos und unseriös

Die Bundeswehr schockt die Gamescom-Besucher mit dieser irren Aktion

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Mit einer geschmacklosen Aktion sorgt die Bundeswehr für einen Riesen-Skandal auf der diesjährigen Spielemesse „Gamescom“ in Köln.

Mit einer geschmacklosen Aktion sorgt die Bundeswehr für einen Riesen-Skandal auf der diesjährigen Spielemesse „Gamescom“.

Köln - Sie ist weltweit die größte Messe für Computer- und Videospiele: die Gamescom 2018 (vom 21. bis 25. August). Allein im letzten Jahr reisten rund 350.000 Besucher aus der ganzen Welt zur Messe in Köln, um sich über Trends in der Gaming-Branche zu informieren und natürlich um neue Spiele zu testen. Die Gamescom ist die zentrale Plattform für die europäische Computer- und Videospielbranche - weltweit die größte Messe für interaktive Unterhaltung.

Doch dieses Jahr sorgte kein neues Spiel, sondern die Deutsche Bundeswehr mit einer provokanten Aktion nicht nur bei den Besuchern der Spielemesse, sondern deutschlandweit für einen Riesen-Wirbel. Auch in den sozialen Netzwerken wird heiß diskutiert: Geht die Bundeswehr hier zu weit? Doch was steckt hinter der geschmacklosen Präsentation?

Gamescom 2018 in Köln: So unseriös und geschmacklos präsentiert sich die Bundeswehr

Mit dieser provokanten und geschmacklosen Werbung präsentiert sich die Bundeswehr auf der Gamescom in Köln

Mit Plakaten in kriegsverheerlichender Computerspiele-Optik wirbt die Bundeswehr in und um die Spielemesse „Gamescom“ für eine Karriere bei der Armee. Mit Sprüchen wie „Multiplayer at its best“oder „Mehr Open World geht nicht“ wird aber der Anschein erweckt, für die Bundeswehr sei Krieg nichts weiter als ein Computerspiel. Mit dieser geschmacklosen und unseriösen Aktion schießt sich die Bundeswehr ins eigene Bein.

Shitstorm als Reaktion auf die unseriösen Werbemaßnahmen der Bundeswehr auf der Gamescom in Köln

Auf Twitter zeigt sich die Bundeswehr sogar noch stolz auf ihre Werbeaktion auf der Gamescom (hier die offizielle Seite). „Wir wollen zum Nachdenken darüber anregen, was wirklich zählt: Krieg spielen oder Frieden sichern?“, heißt es hier seitens der Deutschen Bundeswehr. Doch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken fallen alles andere als positiv aus.

So schreibt eine schockierte Userin: „Auf diesen Plakaten geht es doch nicht um ‚Frieden sichern‘.Die Aussage ist: ‚Bei uns bekommt ihr echte Waffen, mit denen ihr herumballern und töten könnt‘“. „Krieg ist niemals ein Spiel, es geht um reale Menschen und Krieg verursacht Leiden, Schmerzen und Tod. Die Bundeswehr in diesen Zusammenhang zu stellen disqualifiziert sie selbst“, schreibt ein anderer Follower als Reaktion auf die unseriöse Gamescom-Werbung in Köln.

Auf Twitter zeigt sich die Bundeswehr sogar noch stolz auf ihre Werbeaktion (hier ein Beispiel).

Doch die Gamescom 2018 in Köln hatte nicht nur Skandale zu bieten: Die Ankündigung, dass nächstes Jahr ein „Game of Thrones“-Browserspiel erscheinen wird, dürfte viele Besucher gefreut haben. Das Vorurtei, Gamer*innen seien immer nur dicke, verpickelte Nerds, können wir entkräften. Hier kommen die heißesten Gamerinnen bei Twitch.

Die Highlights der Gamescom 2018:

  • „Fallout 76“ soll am 14. November für Windows-PC (PC), Xbox One (Xbox) und Playstation 4 (PS4) erscheinen
  • „Spider-Man“ kommt am 7. September als PS4-Titel auf den Markt
  • „Anno 1800“ wird wohl erst am 26. Februar für den PC erscheinen
  • „Pokémon Let's Go Evoli“ und „Pokémon Let's Go Pikachu“ will Nintendo noch in diesem Jahr rausbringen
  • „Fußballmanager 2019“ erscheint am 2. November

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