Keime in Salami und Brühwurst

Wilke-Wurst-Skandal: Stadt in Hessen warnt Bewohner - bricht jetzt Panik aus?

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Hessen: Zwei Menschen sind wegen verseuchter Wurst gestorben.

In Wurstprodukten der hessischen Firma Wilke wurden gefährliche Bakterien entdeckt. Zwei Personen sind bereits gestorben - weltweiter Rückruf gestartet.

  • Gefährliche Bakterien in Wurst gefunden
  • Bereits zwei Tote
  • Wurstbetrieb in Hessen geschlossen
  • Weltweite Rückrufaktion gestartet

Update vom 13. Oktober 2019: Der Skandal rund um die Wurstprodukte der Firma Wilke in Hessen beschäftigt immer mehr Menschen. Nun galt es, die Bewohner der hessischen Stadt Offenbach vor einer möglichen Vergiftung durch Wilke-Wurst zu warnen. Das ist die Aufgabe der Lebensmittelüberwachung von Offenbach, die nun alle Hände voll zu tun hat. Etliche Hessen haben Produkte der Firma Wilke gekauft. 

All diesen hat das Amt jetzt eine Nachricht geschrieben, wie op-online.de berichtet. Es handelt sich mittlerweile um 100 Privatleute und 30 Gewerbebetriebe aus Offenbach, die eine Wurst-Warnung in ihrem Postfach finden. Beim Öffnen einer solchen Nachricht könnte bei einigen Panik ausgebrochen sein. 

Nach Fall in Hessen: Hunderte Offenbacher werden gewarnt

Doch wie hat die Lebensmittelüberwachung Offenbach von den Wilke-Wurst-Liebhabern erfahren? Die Stadt Offenbach hatte mitgeteilt, dass das Regierungspräsidium Darmstadt eine Liste möglicher Wilke-Käufer zusammengestellt habe. Diese Auflistung basiere auf Daten des Regierungspräsidiums. 64 Betriebe sind im Kreis Offenbach angeschrieben geworden. Ausdrücklich warnten die Beamten laut op-online.de vor dem Verzehr der Wilke-Wurstwaren. Eine Kreis-Sprecherin sagte, dass verständnisvoll auf die Warnung reagiert wurde. „Keine Beanstandungen – sie sind dem Rückruf nachgekommen“, stellte die Kreis-Sprecherin fest.

Hessen: Warnung! Verseuchte Wilke-Wurst - schon zwei Tote wegen Listerien, Rückruf weltweit

Ursprüngliche Meldung: Hessen - Alarmierende Nachrichten aus Hessen: In Pizzasalami und einer Brühwurst der Firma Wilke wurden gefährliche Listerien-Bakterien entdeckt. Zwei Menschen sind an der verseuchten Wurst bereits gestorben. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Hessen: Verseuchte Wurst entdeckt - bereits zwei Tote 

Der Wurstbetrieb im nordhessischen Berndorf (Landkreis Waldeck-Frankenberg) wurde vom Veterinäramt mittlerweile geschlossen. Denn zwei Todesfälle in Hessen sind inzwischen auf die verseuchte Wurst der Firma zurückzuführen. Wie Landrat Dr. Reinhard Kubat bei einer Pressekonferenz bekannt gab, habe das Robert-Koch-Institut einen "unmittelbaren Zusammenhang" hergestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Leute durch die verseuchte Wurst starben, liege bei 99,6 Prozent. Darüber berichtet hna.de*.

Nach Fall in Hessen: Weltweite Rückrufaktion gestartet

Listerien, die nachgewiesenen Keime in den betroffenen Produkten, führen jedoch nicht zwangsläufig zum Tod. Bei gesunden Personen kommt es durch die Bakterien lediglich zu grippeähnlichen Symptomen, erklärt Dr. Martin Rintelen, Leiter des Gesundheitsamts. Fängt sich jedoch eine Risikogruppe - etwa älteren, immungeschwächten und schwangeren Menschen - die Keime ein, kann der Krankheitsverlauf tödlich enden. Bei den zwei Verstorbenen soll es sich um ältere Personen handeln. Momentan werden noch 37 weitere Krankheitsfälle beobachtet, die möglicherweise auch mit Produkten der hessischen Firma zusammenhängen. 

Mittlerweile wurde Medienberichten zufolge eine weltweite Rückruf-Aktion für alle Wilke-Produkte gestartet. Denn Wilke beliefert laut Kubat auch einige Länder außerhalb Europas. Der Vorgang sei zwar eine "logistische Herausforderung", aber erforderlich.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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