Freude im Zoo Frankfurt / Affenmännchen nicht mehr allein

Happy End: Gibbon Jerry hat wieder eine Gefährtin

Endlich wieder Leben im Gibbon-Haus: Der Frankfurter Gibbon-Mann Jerry hat eine neue Partnerin.
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Endlich wieder Leben im Gibbon-Haus: Der Frankfurter Gibbon-Mann Jerry hat eine neue Partnerin.

Frankfurt - Happy End für Jerry, den Weißwangen-Gibbon des Frankfurter Zoos: Der 14-jährige Primat hat mit dem aus einem englischen Zoo stammenden goldblonden Gibbonweibchen Elliott eine neue Gefährtin.

Jerry lebte nach dem Tod seines Bruders Golum und des Weibchens Kirin im Jahr 2015 alleine in seinem Gehege. Ein erster Versuch, ihn wieder zu verkuppeln, war gescheitert, denn die Gibbondame war von Hand aufgezogen worden und falsch geprägt, wie Zoodirektor Manfred Niekisch am Donnerstag berichtete. „Die wollte sich zwar vom Tierpfleger kraulen lassen, aber nicht vom Männchen. Das macht die Zucht natürlich schwierig.“

Zwischen dem schwarzhaarigen Jerry mit charakteristischen weißen Wangen und Elliott dagegen habe es schnell gefunkt, berichten Zoo-Mitarbeiter. Das ist nicht nur gut für das Wohlbefinden der in monogamen Paarbeziehungen lebenden Tiere, sondern auch für den Erhalt der extrem gefährdeten Art. Gibbons haben nur etwa alle drei Jahre ein Jungtier und sind in ihrer südostasiatischen Heimat durch Abholzung und Jagd bedroht. Wenn es nun morgens laut wird im Gibbongehege, liegt es aber nicht am Liebespiel des Affenpaares, sondern an einer anderen Art der Beziehungsarbeit: „Sie festigen ihre Beziehung durch gemeinsames Singen am Morgen“, sagte Niekisch.

Affen sind vom Aussterben bedroht

Nördliche Weißwangen-Gibbons leben in den tropischen Regenwäldern Vietnams und Laos. Die langarmigen Primaten haben eine sehr effiziente Fortbewegungsart entwickelt. Mithilfe des Schwinghangelns sind sie in der Lage, bis zu zwölf Meter weit von Ast zu Ast zu „fliegen“. Nördliche Weißwangen-Gibbons sind laut Roter Liste der Weltnaturschutz-Union (IUCN) akut vom Aussterben bedroht. Gründe hierfür sind vor allem die Abholzung der Regenwälder und die Bejagung, zum einen zur Nahrungsversorgung zum anderen für die traditionelle Medizin. Ein weiteres großes Problem ist der internationale Handel mit Jungtieren: Um der Jungtiere habhaft zu werden, damit sie als Haustiere verkauft werden können, werden die Mütter getötet. red/dpa

Ein Herz für Affen hat auch Luis Blank aus Hanau. Der Achtjährige sammelt Handys für bedrohte Berggorillas.

Känguruh-Baby: Seltener Nachwuchs im Frankfurter Zoo

Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel.
Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel. © Zoo Frankfurt/nh
Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel.
Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel. © Zoo Frankfurt/nh
Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel.
Jaya-May und trägt ihr Junges im Beutel. © Zoo Frankfurt/nh

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