Biologen auf Tierfang

Vor Umbau im Kaiserlei müssen geschützte Eidechsen umziehen

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Auch diese Zauneidechse ist schon nach Bieber umgezogen. 

Offenbach - Sobald warmes Wetter zum Sonnenbaden lockt, beginnt für die Zauneidechsen auf Wiesen und Heckenstreifen des geplanten Baugebietes am Kaiserlei eine Reise: Christin Wurmitzer, Biologin bei der Planungsgruppe Natur & Umwelt (PGNU), fängt die schnellen Reptilien ein.

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Zauneidechsen gehören zu den besonders geschützten Tierarten, die in der Bundesartenschutzverordnung aufgeführt sind. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es untersagt, solche Tiere oder ihren Lebensraum zu schädigen. Im Vorfeld von entsprechenden Baumaßnahmen prüft die Stadt Offenbach, ob geschützte Tiere oder Pflanzen betroffen sind – und welche Maßnahmen vor Beginn der Bauarbeiten erfolgen müssen. Aktuell schafft das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement aus solchen artenschutzrechtlichen Gründen an verschiedenen Stellen Ersatzhabitate – also Wohngebiete – in Bieber-Nord und Waldheim Süd.

Das neue Habitat für die Zauneidechsen aus dem Kaiserlei wurde bereits in den vergangenen Monaten südlich von Bieber mit fachlicher Unterstützung durch die PGNU errichtet: Längliche Holzhaufen, halb eingegrabene Schüttungen aus größeren Bruchsteinen, Partien mit abwechselnd niedrigem und hohem Gras sowie Sandlinsen zur Eiablage bilden einen Lebensraum, in dem sich die Neuankömmlinge wohl fühlen sollen.

Zur Eingewöhnung ist das neue Habitat südlich von Bieber von einem kniehohen Zaun umgeben. Da die Fachleute mit Nachzüglern auch noch im September rechnen, soll der Zaun bis zur nächsten Brutzeit im Mai 2017 dort stehen bleiben. In den nächsten fünf Jahren wird intensiv überwacht, wie sich die Eidechsenpopulation in Bieber entwickelt. red

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Ein elf Tage alter Helmchamäleon (Trioceros hoehneli) sitzt im Zoogeschäft Zajac auf dem Daumen eines Verkäufers. Foto: Monika Skolimowska
Ein elf Tage alter Helmchamäleon (Trioceros hoehneli) sitzt im Zoogeschäft Zajac auf dem Daumen eines Verkäufers. © Monika Skolimowska
Norbert Zajac füttert seine Erdmännchen. Zajacs Laden in Duisburg ist eine Mischung aus Zoo und Tiergeschäft. Foto: Monika Skolimowska
Norbert Zajac füttert seine Erdmännchen. Zajacs Laden in Duisburg ist eine Mischung aus Zoo und Tiergeschäft. © Moni ka Skolimowska
Rund 3000 Tierarten leben im Zoogeschäft Zajac. Darunter auch dieses Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea). Foto: Monika Skolimowska
Rund 3000 Tierarten leben im Zoogeschäft Zajac. Darunter auch dieses Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea). © Monika Skolimowska
Ein Nasenbär greift nach einem Ei. Foto: Monika Skolimowska
Ein Nasenbär greift nach einem Ei. © Monika Skolimowska
Ein Grüner Leguan (Iguana iguana) hat in dem 12 000 Quadratmeter großen Zoogeschäft sein temporäres Zuhause. Foto: Monika Skolimowska
Ein Grüner Leguan (Iguana iguana) hat in dem 12 000 Quadratmeter großen Zoogeschäft sein temporäres Zuhause. © Monika Skolimowska
Auch ein Pfau wohnt im größten Zoogeschäft der Welt. Tierschützer kritisieren, dass Ladeninhaber Zajac einigen Menschen das Gefühl gebe, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können. Foto: Monika Skolimowska
Auch ein Pfau wohnt im größten Zoogeschäft der Welt. Tierschützer kritisieren, dass Ladeninhaber Zajac einigen Menschen das Gefühl gebe, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können. © Monika Skolimowska
Viele Leute kommen nur zum Schauen ins Zoogeschäft Zajac - zum Beispiel um die exotischen Tiere zu bestaunen. Foto: Monika Skolimowska
Viele Leute kommen nur zum Schauen ins Zoogeschäft Zajac - zum Beispiel um die exotischen Tiere zu bestaunen. © Monika Skolimowska
Eine Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) durchstreift ihr Terrarium im Zoogeschäft Zajac. Foto: Monika Skolimowska
Eine Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) durchstreift ihr Terrarium im Zoogeschäft Zajac. © Monika Skolimowska
Auch eine Aga-Kröte (Bufo marinus) lebt im Zoogeschäft von Norbert Zajac. Foto: Monika Skolimowska
Auch eine Aga-Kröte (Bufo marinus) lebt im Zoogeschäft von Norbert Zajac. © Monika Skolimowska
Ladenbesitzer Norbert Zajac mit einem Albino-Netzpython. Foto: Monika Skolimowska
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Faultier Frieda (Folivora) ist ein Highlight im Duisburger Zoogeschäft Zajac. Foto: Monika Skolimowska
Faultier Frieda (Folivora) ist ein Highlight im Duisburger Zoogeschäft Zajac. © Monika Skolimowska
Aquarien mit exotischen Fischen im Zoogeschäft Zajac in Duisburg. Foto: Monika Skolimowska
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Ein Mädchen füttert im größten Zoogeschäft der Welt Papageien. Foto: Monika Skolimowska
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