Auch Schauspielerin Radost Bokel schickt ihren Sohn begeistert ins Training

So süß üben Rodgaus Pee-Wee Football-Disziplin mit Coach T.

Bei den Footballern der Rodgau Pioneers ist die Jugendarbeit top. So eilt die einstige U15 seit vier Jahren von Sieg zu Sieg. Erfolgsfaktor ist die gute Vereinsarbeit von klein auf. Schon die Unter-Zehnjährigen blicken dort durchs Football-Helm-Visier. Der EXTRA TIPP schaute beim Training der kleinen „Pee Wee“ vorbei.  Von Oliver Haas

Frankfurt – Headcoach Theartis Nathaniel Walters (kurz: Coach T.) spricht liebevoll, aber klar und deutlich mit seinen Schützlingen. „Jetzt fest auf den Reifen, unten tackeln und los!“ Dann stürmt Tyler Junior (TJ) mit Helm samt Footballmontur auf den rollenden Schaumstoffreifen und reißt ihn um. Der Sohn von Schauspielerin Radost Bokel spielt seit Ende 2018 in der untersten Klasse, der U10, der Rodgau Pioneers. „Ich habe lange Zeit überhaupt nicht gewusst, dass man hier schon ab dem Alter spielen kann“, sagt Radost Bokel. TJ habe sie als großer American-Football-Fan jahrelang genervt, dass er mal im Verein spielen will, fügt sie lachend hinzu. Jetzt kann er endlich. TJs Traum: „Irgendwann will ich mal in der NFL spielen!“ Am liebsten wohl bei den Carolina Panthers, wo auch sein Lieblingsspieler Cam Newton das Ei wirft. „Er ist Quarterback wie ich“, sagt er. Besonders Tackeln macht TJ viel Spaß. Und auch, dass das Spiel so komplex ist. „Ich mag besonders, dass es beim Football so viele Taktiken und verschiedene Routen gibt“, erklärt der Neunjährige wie ein ganz Großer den Nationalsport der Amis. Früher hat er Fußball gespielt, aber Football sei wesentlich interessanter, weil man hier noch viel mehr mit dem Kopf arbeiten müsse. „Nicht umsonst wird es ja auch Rasenschach genannt“, fügt seine Mutter hinzu.Bei den Rodgau Pioneers ist die Nachwuchsarbeit seit Gründung 2010 von massivem Erfolg gekrönt. Vor vier Jahren etwa startete die damalige U15 (heute U19) einen Siegeszug durch alle Ligen.

Rodgaus Jugend-Headcoach Theartis Nathaniel Walters bringt mit viel Herz dem Football-Nachwuchs der Pioneers, den „Pee Wee“, Disziplin, Teamgeist und die nötige Power bei. Foto: oh

Teammanager Mattes Hamann: „Die Meisterschaften wurden seit der Zeit in jedem Jahr gewonnen. Deshalb hat es die erste Mannschaft unseres Vereins jetzt in die GFL-Junior, also in die Bundesliga, geschafft.“ Hamann hebt vor allem den jahrgangsübergreifenden Zusammenhalt der Jugendfootballer hervor. Von der U10 bis zur U19 trainieren hier oft alle gleichzeitig und unterstützen sich gegenseitig. Besonders eindrucksvoll ist das stets während des harten Konditionstraining – also der meist ungeliebten Langstreckenläufe. Denn: Sollte einer der kleinen Footballer schlapp machen, dann feuern ihn die anderen an, laufen zurück, um ihn wieder aufzusammeln. Für Coach T. ist dieser Teamgeist ein wesentlicher Bestandteil des American Footballs. Er lächelt verschmitzt durch den langen grauen Bart, blickt durch die tiefschwarze Sonnenbrille und gerät ins Schwärmen. Die Sportart helfe der charakterlichen Entwicklung eines Kindes. „Spaß ist natürlich wichtig, aber auch Disziplin. Und das lernen die Kinder hier als Team. Einzelgänger und Selbstdarsteller haben auf lange Sicht keine Chance“, sagt Coach T. Übrigens: Die kleinen Nachwuchs-Footballer, die er trainiert, werden nicht wie im Fußball „Bambini“ genannt. „Im American Football heißt das Pee Wee“, klärt er auf. Gerade für Kinder ist die Sportart laut Coach T. besonders geeignet. „Das ist ein Sport für alle Körper- oder Gewichtsgrößen. Ein guter Coach findet für jedes Kind einen Platz in seinem Team. Und auch mit einer Behinderung kann man Football spielen.“

Ein kleines Video vom Training mit Coach T. und seinen „Pee Wee“ ist auf der EXTRA TIPP-Facebook-Seite www.facebook.com/extratippcom zu sehen.

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