+++ News-Ticker Susanna F. +++

Susanna F. (†14): Mutter von Ali B. nimmt ihren Sohn in Schutz - sie beschuldigt einen anderen 

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Todesfall Susanna: Der Tatverdächtiger sitzt in U-Haft.

Susanna F. (†14): Tatverdächtiger Ali Bashar hat die Tat an Susanna F. gestanden. Seine Mutter bringt jedoch einen anderen Mann ins Spiel.

  • Susanna Maria F. aus Mainz wurde seit dem 22.Mai vermisst. 
  • Am Mittwoch (6.06.) hat die Polizei die Leiche von Susanna F. in Wiesbaden gefunden.
  • Flüchtling Ali Bashar (20 ) aus dem Irak  soll die Tat gestanden haben.
  • Er wurde im Nordirak festgenommen und landete am 9.06. in Frankfurt.
  • Zum nachlesen: Alle Fakten der Pressekonferenz.

28.06., 9.24 Uhr: Die Familie des mutmaßlichen Mörders Ali B. will offenbar wieder nach Deutschland einreisen. Zuvor war die Familie in den Irak geflüchtet - vermutlich, um einer Strafverfolgung des Sohnes zu entgehen. Hier die ganze Geschichte.

18.06., 7.07 Uhr: Die Mutter des geständigen Verdächtigen im Mordfall Susanna hat ihren Sohn als unschuldig bezeichnet und einen anderen Mann des Verbrechens bezichtigt. "Mein Sohn ist kein Mörder. Sein türkischer Freund ist der Kriminelle und zurück in sein Land geflohen", sagte die Mutter von Ali B. der Deutschen Presse-Agentur im nordirakischen Kurdistan am Telefon.

Ali B.s Mutter behauptete, ihr Sohn sei in Wiesbaden mit Susanna und dem Türken befreundet gewesen und mehrmals mit ihnen unterwegs gewesen. "Wenn sie die Wahrheit wissen will, sollte die deutsche Polizei den türkischen Mann festnehmen", sagte sie der dpa. Ihr Sohn sei verraten worden. Namen nannte sie dabei nicht.

15.44 Uhr: Die getötete 14-jährige Susanna ist am Dienstag in ihrer Heimatstadt Mainz beigesetzt worden. Die Öffentlichkeit war davon ausgeschlossen. Eine Polizeisprecherin schätzte die Zahl der Trauergäste auf dem Jüdischen Friedhof in Mainz auf rund 100. Etwa 20 Polizisten hätten das Gelände abgesichert, Zwischenfälle habe es nicht gegeben. 

12.06., 12.30 Uhr: Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Susanna, Ali B., war zum Tatzeitpunkt vermutlich älter als angegeben. Die ergebe sich unter Vorbehalt aus Informationen des irakischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main, sagte Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn am Dienstag in Wiesbaden. Für Ali B. könnte das bei einem kommenden Gerichtsverfahren bedeuten, dass er nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden kann.

Der irakische Flüchtling wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und getötet zu haben. Nach einer Flucht in den Irak war er am Samstag im Beisein von Bundespolizisten mit dem Flugzeug wieder nach Deutschland gebracht worden. Bei seiner Vernehmung gestand er, das aus Mainz stammende Mädchen umgebracht zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung. Er sitzt in Frankfurt in Untersuchungshaft.

Nach einer mündlichen Auskunft des irakischen Generalkonsulats in Frankfurt sei Ali B. im März 1997 geboren und nicht wie zunächst angenommen im November 1997, sagte der Staatsanwalt. Dem Konsulat lägen entsprechende Ausweisdokumente vor. Da diese Informationen der Staatsanwaltschaft noch nicht schriftlich vorlägen und noch nicht überprüft worden seien, seien sie noch unter Vorbehalt.

Stimmt die Auskunft, wäre der Iraker zum Zeitpunkt der ihm zur Last gelegten Tat bereits 21 Jahre alt gewesen. Dies hätte "für ihn erhebliche Folgen für das Verfahren", sagte der Staatsanwalt. Ali B. könne dann nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. In diesem Fall müsste er mit einer erheblich schwereren Strafe rechnen.

Angela Merkel äußerte sich bei Anne Will am Sonntagabend (21.45 Uhr, ARD) zum Fall Susanna F. 

10.06., 6.30 Uhr: Der gewaltsame Tod der 14-jährigen Susanna beschäftigt auch nach dem Geständnis des Verdächtigen Ali B. weiter die Ermittler. Der 20 Jahre alte Iraker wurde am Sonntag in Wiesbaden fast sechs Stunden lang von einer Amtsrichterin vernommen. Er gestand, die 14-Jährige getötet zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung. Er kam in Frankfurt in Untersuchungshaft. Dennoch sind weiter Fragen zu dem aufsehenerregenden Fall offen. Am Sonntag wurde er in Wiesbaden von einer Ermittlungsrichterin angehört.

Laut einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft gab Ali B. als Tatmotiv an, „dass er aufgrund von Verletzungen im Gesicht von Susanna, die infolge eines Sturzes entstanden sein sollen, befürchtet habe, dass diese die Polizei informieren werde“.

Den Ermittlern zufolge kannte Susanna den Bruder von Ali B. und habe sich eine Beziehung mit ihm vorstellen können. Deshalb habe sich die 14-Jährige öfter in der Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden aufgehalten und auch den mutmaßlichen Täter gekannt.

Offen ist, warum nach dem Hinweis einer Bekannten, dass Susanna tot sei, bis zum Fund der Leiche mehr als eine Woche verging. Die Polizei hatte die Hinweisgeberin, die im Urlaub war, zunächst nicht befragt.

Ebenso stehen ein Obduktionsergebnis und die Auswertung von DNA-Spuren aus. Die Behörden erhoffen sich davon Klarheit über den Tathergang und den Täter. Wegen der langen Zeit zwischen Tod und Auffinden der Leiche ist allerdings unklar, wie aussagekräftig die Spuren noch sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ (21.45 Uhr, hier in der Mediathek) nach Susannas Tod für schnellere Abschiebungen abgelehnter Flüchtlinge ausgesprochen. „Der Fall zeigt doch, wie wichtig es ist, dass die Menschen, die keinen Aufenthaltsstatus haben, schnell ihr Verwaltungsgerichtsverfahren bekommen und schnell wieder nach Hause geschickt werden können“, sagte Merkel. Ali B. hatte gegen die Ablehnung seines Asylbescheids Rechtsmittel eingelegt und seine Abschiebung über Monate verhindert.

Susanna F. (†14): Tatverdächtiger Ali Bashar ist wohl älter als angenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

9.06., 15 Uhr: Der im Mordfall Susanna verdächtige Ali Bashar soll Medienberichten zufolge am  Samstagabend auf dem Frankfurter Flughafen landen. Das berichten „Wiesbadener Kurier“, „Allgemeine Zeitung Mainz“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Der Tatverdächtige hatte sich in den Nordirak abgesetzt und war dort in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Ali B. solle in Gewahrsam der Bundespolizei aus dem Irak nach Frankfurt gebracht werden, schrieben die Zeitungen. In kurdischer Haft soll der Verdächtige die Tötung Susannas einem Medienbericht zufolge gestanden haben.

Von Bundesjustizministerium, hessischem Innenministerium und Bundespolizei gab es dazu zunächst keine Stellungnahmen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte dem RBB, er rechne damit, dass der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Mainzerin Susanna nach Deutschland gebracht werde: „Ich gehe davon aus, dass der Prozess gegen den 20-Jährigen in Deutschland durchgeführt werden kann.“

Ali Bashar landet in Frankfurt am Samstag

Der kurdisch-irakische TV-Sender Rudaw berichtete am Freitagabend unter Berufung auf einen lokalen Polizeioffizier, Ali B. habe nach seiner Festnahme in den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak ausgesagt, es sei zu einem Streit mit dem Opfer gekommen. Das Mädchen habe versucht, die Polizei anzurufen, was Ali B. seiner Aussage zufolge zu der Tat getrieben habe, sagte Polizeigeneral Tarik Ahmed aus der Stadt Dohuk dem Sender. In Deutschland hatte die „Bild“-Zeitung zuerst über das Interview des Polizisten berichtet.

8.06.: Getötete Susanna F.: Wird Ali Bashar ausgeliefert?

16.35 Uhr: Der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali Bashar, ist im Irak festgenommen worden und muss jetzt mit seinerAuslieferung nach Deutschland rechnen. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nahmen kurdische Sicherheitsbehörden Ali Bashar in der Nacht zu Freitag im Nordirak fest. „Das mit der Auslieferung läuft jetzt nach den internationalen Regeln“, sagte Seehofer am Freitag in Quedlinburg. Mit Hilfe von Polizei und Auswärtigem Amt würden alle nötigen Anträge gestellt. Er dankte den dortigen Behörden für die Unterstützung.

Mit Blick auf den mutmaßlichen Täter und dessen vergebliche Flucht sagte er: „Mir ist wichtig, der Bevölkerung mitteilen zu können, dass nach diesem furchtbaren Verbrechen sich Gott sei Dank aufgrund der internationalen Zusammenarbeit niemand mehr - an welcher Stelle in dieser Erde (auch immer) - sicher fühlen kann.“

Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft erklärte, es gebe kein Auslieferungsabkommen mit dem Irak, die dortigen Behörden seien nicht zu einer Auslieferung verpflichtet. Einen Antrag, dem 20-Jährigen in seinem Heimatland den Prozess zu machen, könne Deutschland nicht stellen: „Im Irak droht ihm die Todesstrafe“, sagte die Sprecherin.

12.51: Der Tatverdächtige Ali Bashar wurde im Nordirak festgenommen. Der im Mordfall Susanna gesuchte 20-jährige Verdächtige ist gefasst. Der mit seiner Familie aus Deutschland geflohene Ali B. sei in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitsbehörden im Nordirak auf Bitten der Bundespolizei festgenommen worden, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Innenministerkonferenz in Quedlinburg. B. wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben.

12.05 Uhr: Jetzt erhebt Diana F., die Mutter der getöteten Susanna, schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Alle Infos gibt es in diesem Artikel, den wir geschrieben haben. 

Der Tatverdächtige Ali Bashar wurde im Nordirak festgenommen.

10:36 Uhr: Wie die Polizeisprecher in Wiesbaden gegenüber extratipp.com* am Freitagvormittag sagte, sind im für den Fall eingerichteten Call-Center bis Freitagvormittag rund 70 Hinweise eingegangen. Diese hätten die Beamten aber bisher nicht entscheidend weitergebracht, viele Hinweise würden noch abgeklärt.

9.30 Uhr: Politiker in ganz Deutschland melden sich nun zu Susannas Tod zu Wort. Auch in Hessen gibt es Reaktionen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat sich betroffen über den gewaltsamen Tod der 14-jährigen Susanna in Wiesbaden gezeigt. Er sagte: "Ich bin selbst Vater von vier Kindern. 

Das nimmt einen schon sehr mit, wenn man das so erlebt." Hessens Innenminister Peter Beuth reagierte ebenfalls: "Unsere Gedanken sind im Moment bei den Angehörigen, unsere Anteilnahme", so der CDU-Politiker am Donnerstagabend. "Wir werden alles daran setzen, dass wir den Täter finden und einer gerechten Strafe zuführen können."

Der hessische Innenminister Peter Beuth hat mit tiefer Betroffenheit auf das Gewaltverbrechen an der 14 Jahre alten Susanna in Wiesbaden reagiert

8.00 Uhr: Die Reaktionen auf den Fall Susanna im Netz fallen erartet heftig aus. Das Fahndungsfoto von Ali Bashar wurde auf der extratipp.com-Facebookseite bereits knapp 16 Tausend Mal geteilt. Viele Menschen im Netz und ganz Deutschland fragen sich: Hätte der Tod von Susanna F. verhindert werden können? Haben die Behörden eine Mitschuld? Jojo schreibt: "Wie kann es sein das 8 Personen mit falschen Namen in ein Flugzeug steigen können und in ihre Heimat fliegen?" und Rüdiger kommentiert "Wenn ich das richtig gelesen habe, hat sich der Verdächtige schon mehrerer Straftaten schuldig oder zumindest verdächtig gemacht. Warum saß der nicht in Untersuchungshaft?". 

8.06.2018, 7.20 Uhr: Wie die Polizei am Abend mitteilte, ist einer der Tatverdächtigen im Fall der ermordeten Susanna in Wiesbaden ist wieder freigelassen worden. Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn erklärte am Donnerstagabend in Frankfurt, dass nach neuesten Ermittlungserkenntnissenkein dringender Tatverdacht mehr gegen den 35-jährigen Asylbewerber mit türkischer Staatsangehörigkeit besteht. 

Er habe das Justizgebäude bereits wieder verlassen und könne sich frei bewegen. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler nun durch die Obduktion der Leiche der 14-Jährigen und der Auswertung von DNA-Spuren. Vom Tatverdächtigen Ali Bashar fehlt derzeit weiter jegliche Spur. 

7.06.2018: Leiche von Susanna gefunden: Polizei sucht Zeugen

Update 17.05 Uhr: Viele Leser fragen sich, warum die Spürhunde nicht schon früher angeschlagen haben. Wir haben dazu einen ausführlichen Artikel angelegt.

Update 16.26 Uhr: Die ermordete Susanna F. war Jüdin. Der Zentralrat der Juden zeigt sich in einer Pressemitteilung zutiefst betroffen. "Einem jungen Leben wurde auf grausame Weise ein Ende gesetzt. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden." Die mutmaßlich von Ali Bashar ermordete Susanna F. war Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mainz. 

Der Zentralrat stellt in seiner Pressemitteilung jedoch auch klar: "Derzeit sind viele Hintergründe der Tat noch unklar. Wir erwarten eine rasche und umfassende Aufklärung sowie harte Konsequenzen für den oder die Täter. Voreilige Schlüsse oder Spekulationen verbieten sich jedoch."

Update 15.54 Uhr: Die getötete 14-jährige Susanna F. war Jüdin. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bestätigte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" entsprechende Informationen. Ihre Familie gehört demnach der jüdischen Gemeinde in Mainz an. Der Zentralrat der Juden bereitet aktuell eine Erklärung vor. Die Verdächtigen im Fall Susanna F. sind Asylbewerber aus der Türkei und dem Irak.

Update 15.32 Uhr: Der Gesuchte Ali Bashar war der Polizei bekannt. Hier die Taten, mit denen er vor dem mutmaßlichen Mord an der 14-Jährigen Susanna F. in Verbindung gebracht wird

  • Weil er eine Frau angepöbelt haben soll, kommt es zu einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen (April 2017).
  • Ein Mann wird in der Wiesbadener Innenstadt zusammengeschlagen. Ali Bashar wird in Tatort-Nähe angetroffen, doch ihm wird nichts nachgewiesen (Februar 2018).
  • Bashar rempelt grundlos eine Stadtpolizistin an. Dann dreht er durch und schlägt um sich (März 2018).
  • Eine 11-Jährige aus Ali Bashars Flüchtlingsunterkunft sagt, sie sei von einem Ali vergewaltigt worden. Unklar, ob der mutmaßliche Mörder von Susanna F. gemeint ist (März 2018).
  • Ali Bashar und ein anderer Mann sollen einen Mann ausgeraubt haben. Dabei soll auch ein Messer gezogen worden sein (März 2018).
  • Polizisten kontrollieren Ali Bashar und finden ein verbotenes Messer (April 2018).
  • Ende Mai 2018 wird Susanna Maria F. als vermisst gemeldet. Anfang Juni 2018 wird ihre Leiche entdeckt. Der Täter: Offenbar Ali Bashar.

Update 15.08 Uhr: Mit einer offiziellen Mitteilung sucht die Polizei Westhessen nun nach Zeugen. Wörtlich heißt es: "Für die Ermittler ist nun von Bedeutung zu erfahren, wo sich Ali BASHAR, vielleicht auch in Begleitung von Susanna Maria Feldman, seit dem 22.Mai 2018, oder auch wenige Tage zuvor, aufgehalten hat." Zeugen werden gebeten, sich unter (0611) 345-5555 zu melden.

Update 13.45 Uhr: Viele Leser können es nicht fassen: Susanna (†14) schrecklich missbraucht und getötet - schrieb der Mörder ihrer Mutter noch auf Whatsapp?

Update 12.27 Uhr:  Die Pressekonferenz in Wiesbaden am Donnerstag (11.30 Uhr) ist vorbei. Die Ermittler gaben eine ganze Reihe neuer Details zur getöteten Susanna F. bekannt. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse in der Übersicht: 

  • Zwei Männer sollen Susanna zusammen vergewaltigt und umgebracht haben.
  • Einer der beiden Tatverdächtigen sei festgenommen worden. Es handelt sich um einen 35-jährigen Asylbewerber mit türkischer Staatsangehörigkeit.
  • Der 20 Jahre alte Flüchtling Ali Bashar aus dem Irak, der als zweiter Tatverdächtiger gilt, befindet sich auf der Flucht. Nach Ali Bashar wird gefahndet.
  • Der 20 Jahre alte Iraker soll am Donnerstag überhastet mit der Familie abgereist sein (Von Düsseldorf aus nach Istanbul und von dort aus weiter ins irakische Erbil geflogen.
  • Die Familie aus Vater, Mutter und sechs Kindern habe zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden-Erbenheim gelebt.

Bildergalerie: Zwei Männer sollen 14-jährige Susanna vergewaltigt und getötet haben

Die in Wiesbaden tot aufgefundene 14-jährige Susanna soll von zwei Männern vergewaltigt und getötet worden sein.
Die in Wiesbaden tot aufgefundene 14-jährige Susanna soll von zwei Männern vergewaltigt und getötet worden sein. © picture alliance/dpa
Leichenfund in Wiesbaden
Leichenfund in Wiesbaden © picture alliance / Arne Dedert/d
Ermittlungen im Fall Susanna
Ermittlungen im Fall Susanna © picture alliance/dpa
Ermittlungen im Fall Susanna
Ermittlungen im Fall Susanna © picture alliance/dpa
Ermittlungen im Fall Susanna - Fahndungsfoto
Ermittlungen im Fall Susanna - Fahndungsfoto © picture alliance/dpa
Ermittlungen im Fall Susanna - Fahndungsfoto
Ermittlungen im Fall Susanna - Fahndungsfoto © picture alliance/dpa
Ermittlungen im Todesfall Susanna
Ermittlungen im Todesfall Susanna © picture alliance/dpa
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  • Die Polizei hatte zeitweise bis zu 400 Beamte am Fall Susanna dran. 
  • Auf den Flugtickets seien andere Namen angegeben gewesen als auf den ebenfalls am Flughafen vorgelegten Aufenthaltspapieren für Deutschland.
  • Am Flughafen seien nach den bisherigen Erkenntnissen die Passfotos, aber nicht die Namen abgeglichen worden. Susanna starb nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Achim Thoma durch Gewalt gegen den Hals. 
  • Eine DNA-Überprüfung habe zweifelsfrei ergeben, dass es sich um die Leiche der Jugendlichen handele.
  • Einen entscheidenden Hinweis auf das Verbrechen bekamen die Ermittler nach eigenen Angaben von einem 13-jährigen Kind, das ebenfalls ein Flüchtling sei.
Susanna F. (†14): Tatverdächtiger Ali Bashar ist wohl älter als angenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

Susanna F.: Tatverdächtiger Ali Bashar kam 2015 nach Deutschland

Update 12:12 Uhr: Der Tatverdächtige Ali Bashar ist wohl im Oktober 2015 nach Deutschland eingereist. Er soll damals mit dem Flüchtlingsstrom über die Türkei und Griechenland gekommen, so der Polizeipräsident Westthessen, Stefan Müller, auf der Pressekonferenz. Danach sei er in der hessischen Erstaufnahme in Gießen untergebracht gewesen, im März 2016 seien sie dann nach Wiesbaden gekommen. 

Update 11.27 Uhr: Die Polizei hat nun ein Fahndungsfoto veröffentlicht.  Der Iraker Ali Bashar (20) ist der Hauptverdächtige. Als zweiter Tatverdächtiger gilt ein 35-Jähriger Türke, wie die Polizei auf der Pressekonferenz mitteilte (hier im Live-Ticker ab 11.30 Uhr).

Die Polizei hat nun ein Fahndungsfoto veröffentlicht.  Der Iraker Ali Bashar (20) ist der Hauptverdächtige. 

Update 11.19 Uhr: Soeben wurde von einem Polizeisprecher offiziell bestätigt, dass es sich bei der Leiche um die vermisste Susanna F. handelt. Die Mutter bekam wohl vom Mörder ihrer Tochter mehrere WhatsApp-Nachrichten bekommen. Wir haben einen Artikel dazu geschrieben mit allen Details

Update 10.30 Uhr: Die Ermittler geben au der Pressekonferenz ab 11.30 Uhr in Wiesbaden neue Details zum Fall Susanna F. bekannt. Wir haben einen Live-Ticker von der PK eingerichtet.  

Update 9.45 Uhr: Immer mehr Details zur getöteten Susanna F. (†14) kommen nun ans Licht: Wie bild.de berichtet, soll das Martyrium die ganze Nacht gedauert haben. Es sei möglich, dass ein Augenzeuge das Geschehen die ganze Nacht beobachtete. Der tatverdächtige Iraker soll Susanna in der Nacht von 22. auf 23.Juni bedroht und Geschlechtsverkehr von ihr gefordert haben. Als sich die 14-Jährige weigerte, soll der Iraker sie mit einem Ast erdrosselt haben. Susanne soll im Gesicht geblutet haben. Um nicht mehr Schläge abzubekommen, sei sie dem Iraker auf ein Feld gefolgt. Dort habe der Iraker das Mädchen vergewaltigt. 

Die 14-jährige Susanna Maria F. wurde getötet. Ein 20-jähriger Iraker ist dringend 

Am Morgen des 23.Juni soll Susanne ihren Peiniger gebeten haben, sie gehen zu lassen. "Da der Mann befürchtete, dass sein Opfer oder deren Eltern die Polizei rufen würden, soll er Susanna von hinten gepackt und so lange gewürgt haben, bis sie starb", schreibt bild.de.

Der Flüchtling soll am nächsten Tag an den Tatort zurückgekehrt sein, den Leichnam mitgenommen und an einem anderen Ort mit Zweigen abgedeckt haben. 

Update 7.06., 6.30 Uhr: Wie FAZ und bild.de berichten, soll es sich bei der Leiche um Susanna Maria F. handeln. Wörtlich: "Aus Polizeikreisen jedoch war zu hören, dass es „mit Sicherheit“ die Jugendliche aus Mainz sei." Susanne könnte erwürgt worden sein, auch ein Sexualverbrechen schließen die Ermittler demnach nicht aus. Die 14-Jährige war nach einem Aufenthalt in der Wiesbadener Innenstadt nicht mehr nach Hause gekommen. Am Mittwoch um 14 Uhr wurde ihre Leiche neben den Bahngleisen entdeckt. Die Polizei fand auch Strangulationswerkzeug am Tatort.

Ein Iraker steht unter Tatverdacht. Er soll sich bereits mit seiner Familie in sein Heimatland geflüchtet haben, um einer möglichen Verhaftung zu entgehen. Als die Ermittler den 20-jährigen Iraker letzte Woche zum Verschwinden von Susanna Maria F. befragen wollten, sei er bereits nicht mehr auffindbar gewesen. Den Hinweis, dass der Iraker die 14-Jährige getötet haben könnte, gab ein 13-jähriger Bekannter des Tatverdächtigen an die Ermittler weiter. 

Die Leiche wurde in Wiesbaden-Erbenheim neben den Gleisen gefunden. 

Wir bild.de berichtet, wurde der Iraker seit vergangenem Montag für eine Vernehmung gesucht - ohne Erfolg. Seit Mittwoch wird nach dem Flüchtling wegen Mordverdachts gefahndet. 

In einer polizeiinternen Meldung werden nach bild.de-Angaben alle Beamten angewiesen, auf ihre Eigensicherung zu achten, weil der Gesuchte als Gewalttäter gilt. Hintergrund: Im März wurde bereits wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen ihn ermittelt. Die Polizei wird sich am Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz ausführlich zum Stand der Ermittlungen äußern. 

6.06.2018: Wo ist Susanna F.?

Update 16:13 Uhr: Die Tote sei noch nicht identifiziert, sagte der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können derzeit noch nicht bestätigen, dass es sich bei der aufgefundenen Leiche in Wiesbaden um die Vermisste handelt", heißt es zudem in einer Mitteilung. Beamte von Spurensicherung sind am Fundort der Leiche, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. vor Ort.

Update 15.30 Uhr: Horror-Nachrichten: Wie bild.de berichtet, hat die Polizei in Wiesbaden-Erbenheim bei der Suche am Mittwoch eine Leiche gefunden. Ob es sich dabei um die vermisste Susanna handelt, ist nicht bekannt. Die gefundene Leiche soll mit Reisig abgedeckt gewesen sein, so bild.de

Einsatzkräfte stehen auf einem Feldweg bei Wiesbaden-Erbenheim. Die Einsatzkräfte fanden eine Leiche.

Vermisste Susanna Maria aus Mainz: Das ist die Geschichte der 14-Jährigen

Wiesbaden - Wo ist die 14-jährige Susanna Maria F. aus Mainz? Am Dienstag, den 22. Mai 2018, war Susanna F. in Wiesbaden unterwegs, war mit Freunden in der Innenstadt, wie die Polizei mitteilt. Doch am Abend war die 14-Jährige nicht heimgekommen. Besonders komisch: Ihr Handy war ausgeschaltet. 

Am Tag darauf suchte ein Polizeihubschrauber im Bereich von Wiesbaden-Erbenheim nach Susanna. Es gab Hinweise, dass sie sich dort aufhalten könnten. Doch dann die Enttäuschung: Auch ein Spürhund konnte nichts finden. Die Eltern der 14-Jährigen sind völlig verzweifelt. 

Vermisste Susanna Maria aus Mainz: Intensive Suche der Polizei erfolglos

Am Montag durchkämmten Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei einen größeren Geländestreifen der Gemarkung „Tilpetersrech“, an der Grenze der Bahnlinie und der B455. Doch wieder keine Spur.

Am Dienstag, den 5. Juni 2018 führten die Beamten in einer Feldgemarkung im Bereich von Wiesbaden-Erbenheim wieder intensive Suchmaßnahmen mit Einsatzkräften der Polizei durch - doch auch diesmal fehlt von Susanna Maria F. jede Spur. 

Vermisste Susanna Maria aus Mainz: Polizei hat dunklen Verdacht

Nun hat die Polizei bereits einen dunklen Verdacht: In der offiziellen Pressemitteilung wird auf eine mögliche Gewalttat hingewiesen: "Aufgrund der eingeleiteten Öffentlichkeitsfahndung sind bei der Wiesbadener Kriminalpolizei mehrere Zeugenhinweise eingegangen, die nun beurteilt und ausgewertet werden müssen. Bei den Ermittlungen wurden auch Vernehmungen durchgeführt, aufgrund derer eine Gewalttat zum Nachteil der 14-jährigen Vermissten nicht auszuschließen ist."

Unter Verdacht steht nun ein 20-Jähriger aus dem Irak: Hat er Susanna F. etwas angetan? Die Ermittlungen zur Verifizierung dieser Angaben dauern derzeit noch an, so die Polizei.

Vermisste Susanna Maria aus Mainz: Iraker unter Verdacht

Oder steckt hinter dem Verschwinden der 14-Jährigen ein ganz anderer Grund? Polizeisprecher Markus Hoffmann sagte zu bild.de: „Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass sie im Liebesurlaub in Paris ist.“ Darauf gibt es offenbar auch Hinweise. Susanna leide an einer psychischen Erkrankung, ist in Behandlung, so die Polizei. Einen Suizid können die Beamten nicht ausschließen.

Erst diese woche berichteten wir über einen ähnlichen Fall, bei dem ein 24-Jähriger vermisst wurde: 24-Jähriger feiert mit Freunden auf Campingplatz - er verabschiedet sich, kurz darauf ist er tot.

Matthias Kernstock

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depression leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110222. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

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