Kommentar

Trump-Äußerungen: Stänkern ist kein (Politik-)Stil

Die USA wählen am 8. November die Wahlmänner, die später den 45. US-Präsidenten wählen. Es ist die Wahl zwischen Republikaner und Demokratin, zwischen Donald Trump und Hillary Clinton. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Die Amerikaner haben aber auch die Wahl, ob sie öffentliches Pöbeln, Beleidigen und Bedrohen in der politischen Auseinandersetzung salonfähig machen wollen. Sollte sich die Trump-Politik der Demütigung, Verleumdung und des permanenten Lästerns durchsetzen, wird die Demokratie weltweit geschwächt. Denn dann bekommen die, die kurzsichtig denken und schreien, statt zu argumentieren weiter Auftrieb. Auch in Deutschland.

Politiker wie Donald Trump oder Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi personifizieren einen Politikstil, bei dem das Gemeinwohl verliert und stattdessen das Handeln von Eigennutz und Habsucht bestimmt wird. So etwas haben Demokratien nicht verdient.

Lösungen setzen auf Ausgrenzung

Darüber hinaus werden Lösungen für komplexe Probleme angeboten, die häufig nicht gesetzeskonform sind und nicht auf Miteinander, sondern auf Ausgrenzung setzen. Unterschwellig schwingt dabei mit: Das Problem ist eigentlich ganz einfach, nur niemand hatte vorher den Mut eine solche radikale Lösung anzupacken. Das zeugt von Entschlossenheit und Stärke. Und dummerweise glauben es immer mehr Menschen.

Wer in den USA Präsident wird ist noch völlig offen. Nur eins steht jetzt schon fest: Wenn jemand auch im Präsidenten-Amt kränkt, erniedrigt und verletzt, gehört er nicht an die Spitze eines Staates.

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Skandalvideo von Trump: Republikaner in der Krise

Donald Trump während der ersten TV-Debatte gegen die Kandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton. Foto: Joe Raedle
Donald Trump während der ersten TV-Debatte gegen die Kandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton. Foto: Joe Raedle © Joe Raedle
Donald Trump im April 2006. Ein neu aufgetauchtes Video aus dem Jahr 2005 bringt ihn nun in Bedrängnis. Foto: EPA/dpa
Donald Trump im April 2006. Ein neu aufgetauchtes Video aus dem Jahr 2005 bringt ihn nun in Bedrängnis. Foto: EPA/dpa © epa Str
Juli 2005: Donald Trump zusammen mit seiner Frau Melania in Washington. Foto: Matthew Cavanaugh
Juli 2005: Donald Trump zusammen mit seiner Frau Melania in Washington. Foto: Matthew Cavanaugh © epa Matthew Cavanaugh
Schon mehrfach hatte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump mit seinen Äußerungen für negative Schlagzeilen gesorgt. Foto: Andrew Gombert
Schon mehrfach hatte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump mit seinen Äußerungen für negative Schlagzeilen gesorgt. Foto: Andrew Gombert © Andrew Gombert
Ein Video aus dem Jahr 2005 bringt Donald Trump in Bedrängnis. Foto: Joe Raedle
Ein Video aus dem Jahr 2005 bringt Donald Trump in Bedrängnis. Foto: Joe Raedle © Joe Raedle

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