Diese Gemeinden beten vor der Leinwand

Ungewöhnlicher Gottesdienst: Dem Herrn im Kino nah sein

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Wie bei einem Rock-Konzert: Bei „Kirche in Aktion“ spielt die Band anstelle des Organisten. Nebenbei läuft eine Lichtshow.

Region Rhein-Main – Stellt man sich einen Gottesdienstes vor, kommt direkt die Kirche mit Turm und Glocke in den Sinn. Doch die Christen in Rhein-Main sind erfinderisch und verlegen gerne mal die Messe ins Kino. Von Katrin Greschner

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300 Menschen warten gespannt. Absolute Stille. Plötzlich gehen Scheinwerfer an. Sie beleuchten eine Band. Im Publikum ist alles dunkel. Die Musiker fangen an zu spielen. Passend dazu: Eine Lichtshow auf der Leinwand. Hört sich an wie ein Rockkonzert – ist aber der Beginn eines Gottesdienstes. Den feiert die evangelische Freikirche „Kirche in Aktion“ aus Frankfurt alle zwei Wochen von 13 bis 14.30 Uhr. Im Cinestar am Eschenheimer Tor gibt es dann für alle Besucher Kirche im Kino. Dabei wird deutlich: Dieser Gottesdienst versprüht einen besonderen Charme

Nach der Begrüßung des Pastors und der Ankündigung des Gottesdienst-Themas müssen auch die Besucher ran: Drei Lieder werden gemeinsam gesungen. Der Liedtext kann von der Leinwand abgelesen werden – musikalisches Talent wird dafür nicht benötigt. Danach ist Zeit für inspirierende Worte. Die Predigt wird vorgetragen. Wer kein Deutsch versteht, kann sie über Headsets auf Englisch verfolgen. „Danach trifft man sich zum Stammtisch“, sagt Robert Stößer vom Verein, den es bereits seit sieben Jahren in Frankfurt gibt.

Gedenkgottesdienst in Bad Aibling: Bilder

Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (alle CSU, vorne, von rechts) sitzen zu Beginn eines Gottesdienstes für die Angehörigen der Opfer eines Zugunfalls und die Rettungs- und Hilfskräfte am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern) in der Kirche Sankt Georg. Foto: Uwe Lein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (alle CSU, vorne, von rechts). © dpa
Angehörige und Mitglieder von Rettungsdiensten nehmen am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern) an einem ökumenischen Gottesdienst für die Angehörigen der Opfer eines Zugunglückes und für die Rettungs- und Hilfskräfte teil (Recrop). Foto: Uwe Lein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa
Kardinal Reinhard Marx und Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, sprechen bei einem ökumenischen Gottesdienst für die Angehörigen der Opfer eines Zugunfalls und die Rettungs- und Hilfskräfte, am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern). Foto: Uwe Lein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa
Feuerewehrleute stehen vor Beginn eines ökumenischen Gottesdienstes für die Angehörigen der Opfer eines Zugunfalls und die Rettungs- und Hilfskräfte am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern) vor der Kirche Sankt Georg. Foto: Uwe Lein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa
Kardinal Reinhard Marx und Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, sprechen bei einem ökumenischen Gottesdienst für die Angehörigen der Opfer eines Zugunfalls und die Rettungs- und Hilfskräfte, am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern). Foto: Uwe Lein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa
Kardinal Reinhard Marx (M) spricht bei einem ökumenischen Gottesdienst für die Angehörigen der Opfer eines Zugunfalls und die Rettungs- und Hilfskräfte, am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern). Foto: UWE LEIN/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa
Mitglieder von Rettungsdiensten nehmen am 14.02.2016 in Bad Aibling (Bayern) an einem ökumenischen Gottesdienst für die Angehörigen der Opfer eines Zugunglückes und für die Rettungs- und Hilfskräfte teil. Foto: UWE LEIN/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Das Zugunglück von Bad Aibling hat elf Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt - manche ringen mit dem Tod. Am Sonntag kamen Trauernde und Retter zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. © dpa

Ein Kino als Gottesdienst-Location nutzt seit der Jahrtausendwende auch die evangelische Andreasgemeinde aus Eschborn. Im Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach gibt es an jedem zweiten Sonntag im Monat ab elf Uhr einen „GoSpecial-Gottesdienst“: „Wir wollen Menschen erreichen, die sonst nicht in die Kirche gehen, erreichen und sie vom Glauben, von Gott und von der Kirche begeistern“, sagt Pfarrer Karsten Böhm. Dort gibt’s nicht nur eine Band, auch Theaterstücke werden eingeübt und der Gemeinde vorgeführt. Und noch etwas ist bei GoSpecial anders: Nach der Predigt gibt es eine Gesprächsrunde und ein „Question & Answer“: Die Gemeinde kann Fragen an den Prediger stellen und erhält Antworten.

Jeden Sonntag zweisprachiger Gottesdienst

Den Kinosaal zur Kirche umfunktioniert hat auch die „Internationalen Jesus Gemeinde“ aus Langen. Dort gibt es Kirche im Kino schon seit 2006. Jeden Sonntag startet der zweisprachige Gottesdienst im UT-Kino in der Rheinstraße auf Deutsch und Englisch um zehn Uhr. 130 Leute kommen durchschnittlich zur außergewöhnlichen Messe mit Musik im Gospel-Stil. „Bei uns wird der Gottesdienst nicht langweilig“, verspricht Pastor Joshua Gilliland. Nach der Begrüßung werden gemeinsam drei Lieder gesungen, der Text ist auch hier auf der Leinwand zu sehen.

Leuchtschwerter und Darth Vader in der Kirche

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Star Wars Gottesdienst der Berliner Zionskirche © dpa
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Star Wars Gottesdienst der Berliner Zionskirche © dpa
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Star Wars Gottesdienst der Berliner Zionskirche. Schauspieler Hans-Werner Meyer mit Sohn und dessen Freund. © dpa
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Star Wars Gottesdienst der Berliner Zionskirche © dpa

Danach feiern die Kinder einen Gottesdienst, der ihrem Alter angepasst ist. Die Erwachsenen lauschen dann der Predigt, die auf Deutsch und Englisch vorgetragen wird. Nach dem letzten Lied und einem abschließenden Gebet trifft sich die Gemeinde zu Kaffee und Kuchen. „Es geht darum, zusammen Zeit zu verbringen“, sagt Gilliland. Wer die Gottesdienste live sehen möchte, braucht sich vorher nicht anzumelden. Weitere Infos gibt’s unter www.kircheinaktion.de, www.gospecial.de und www.ijg-langen.de.

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Auf den Spuren Luthers quer durch Deutschland

Lutherdenkmal an zentraler Wirkungsstätte: In Wittenberg predigte Luther nicht nur, hier soll er auch seine berühmten 95 Thesen an die Kirchentür geschlagen haben. Foto: Lutherstadt Wittenberg
Lutherdenkmal an zentraler Wirkungsstätte: In Wittenberg predigte Luther nicht nur, hier soll er auch seine berühmten 95 Thesen an die Kirchentür geschlagen haben. Foto: Lutherstadt Wittenberg © Lutherstadt Wittenberg
Die Wartburg in Eisenach ist eng mit der Geschichte Martin Luthers verbunden - kein Wunder, dass es hier im Lutherjahr 2017 auch eine der Nationalen Sonderausstellungen zu sehen gibt. Foto: Thüringer Tourismus GmbH
Die Wartburg in Eisenach ist eng mit der Geschichte Martin Luthers verbunden - kein Wunder, dass es hier im Lutherjahr 2017 auch eine der Nationalen Sonderausstellungen zu sehen gibt. Foto: Thüringer Tourismus GmbH © Thüringer Tourismus GmbH
Wanderer an der Wartburg: Touristen können die Wirkungsstätten des Reformators auch auf dem mehr als 1000 Kilometer langen Lutherwanderweg erkunden. Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Marco Fischer
Wanderer an der Wartburg: Touristen können die Wirkungsstätten des Reformators auch auf dem mehr als 1000 Kilometer langen Lutherwanderweg erkunden. Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Marco Fischer © Marco Fischer
Aus der Kammer in die Welt: In der Lutherstube der Wartburg übersetzte der Theologe und Reformator die Bibel ins Deutsche. Foto: Thüringer Tourismus GmbH
Aus der Kammer in die Welt: In der Lutherstube der Wartburg übersetzte der Theologe und Reformator die Bibel ins Deutsche. Foto: Thüringer Tourismus GmbH © Thüringer Tourismus GmbH
Ein Zentrum des Luthersjahrs: In Wittenberg und anderswo gibt es 2017 zahlreiche Ausstellungen und andere Events. Foto: Wittenberg Kultur e.V./Johannes Winkelmann
Ein Zentrum des Luthersjahrs: In Wittenberg und anderswo gibt es 2017 zahlreiche Ausstellungen und andere Events. Foto: Wittenberg Kultur e.V./Johannes Winkelmann © Johannes Winkelmann
"95 Menschen - 95 Schätze": Unter diesem Namen zeigt das Lutherhaus Wittenberg 2017 eine Ausstellung zu Martin Luther und seinen Zeitgenossen. Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Anne Hasselbach
"95 Menschen - 95 Schätze": Unter diesem Namen zeigt das Lutherhaus Wittenberg 2017 eine Ausstellung zu Martin Luther und seinen Zeitgenossen. Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Anne Hasselbach © Anne Hasselbach
Eine Epoche zum Erleben: Der Künstler Yadegar Asisi versetzt Besucher im Ausstellungshaus Wittenberg 360 mitten in die Zeit der Reformation. Foto: asisi/Tom Schulze
Eine Epoche zum Erleben: Der Künstler Yadegar Asisi versetzt Besucher im Ausstellungshaus Wittenberg 360 mitten in die Zeit der Reformation. Foto: asisi/Tom Schulze © Tom Schulze
Das Lutherhaus in Eisenach: In diesem Fachwerkgebäude lebte Martin Luther während seiner Schulzeit. Foto: Stiftung Lutherhaus Eisenach/Anna-Lena Thamm
Das Lutherhaus in Eisenach: In diesem Fachwerkgebäude lebte Martin Luther während seiner Schulzeit. Foto: Stiftung Lutherhaus Eisenach/Anna-Lena Thamm © Anna-Lena Thamm
Wertvolle Exponate: In der Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach gibt es unter anderem zwei Bilder aus der Cranach-Werkstatt zu sehen. Foto: Stiftung Lutherhaus Eisenach/Tobias Wille
Wertvolle Exponate: In der Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach gibt es unter anderem zwei Bilder aus der Cranach-Werkstatt zu sehen. Foto: Stiftung Lutherhaus Eisenach/Tobias Wille © Tobias Wille
An der Schlosskirche in Wittenberg sind die berühmten Thesen des Reformators verewigt, die er hier 1517 angeschlagen haben soll. Foto: Hendrik Schmidt
An der Schlosskirche in Wittenberg sind die berühmten Thesen des Reformators verewigt, die er hier 1517 angeschlagen haben soll. Foto: Hendrik Schmidt © Hendrik Schmidt

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