Jahr überwiegend friedlich begrüßt

Silvesternacht: Viel Stress für die Einsatzkräfte

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  • Michael Eschenauer
    vonMichael Eschenauer
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Offenbach/Frankfurt – In Hessen ist das neue Jahr überwiegend friedlich begrüßt worden. Für die Einsatzkräfte war es trotzdem eine arbeitsreiche Nacht. Auch in der Region war einiges los.

Von einem „typischen Einsatzaufkommen“ sprachen gestern die 29 Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Offenbach zum Jahreswechsel. In der Zeit von Silvester 12 Uhr, bis Neujahr 12 Uhr, wurden die Feuerwehrkräfte des Kreises Offenbach zu 43 Einsätzen (Vorjahr 36) gerufen – davon entfielen fünf Alarmierungen auf technische Hilfeleistungen und 38 Alarmierungen auf Brände. Am Silvestertag zwischen 12 Uhr und Mitternacht Uhr rückten die Wehren zu 12 Einsätzen aus, an Neujahr gab es zwischen Mitternacht und 12 Uhr 31 Einsätze.

Das Spektrum an Einsätzen, das die freiwilligen Helfer der Feuerwehr zu bewältigen hatten, reichte von brennenden Papierkörben, Müllcontainern, Heuhaufen und Autos über Feuer auf einem Balkon, ausgelösten Brandmeldeanlagen bis hin zu Verkehrsunfällen und einem steckengebliebenen Aufzug mit Personen darin.

Die Fahrzeuge der drei im Kreis Offenbach tätigen Rettungsdienst-Organisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Eigenbetrieb Rettungsdienst Kreis Offenbach) und die drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) des Eigenbetriebs Rettungsdienst fuhren zu insgesamt 132 Notfalleinsätzen (Vorjahr 131) aus. Bei den Notfällen während der Nacht handelte es sich in der Mehrzahl um internistische und chirurgische Indikationen – beispielsweise Gesichts- und Schnittverletzungen oder Sturzverletzungen.

Auch hessenweit ist es trotz überwiegend friedlicher Feiern zu vielen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr gekommen. Unter anderen waren die Einsatzkräfte in der Silvesternacht mit Unfällen, Schlägereien, Sachbeschädigungen und Bränden beschäftigt. Die Knallerei ließ in der Neujahrsnacht laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auch die Feinstaubbelastung in die Höhe schnellen und den Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter vielerorts deutlich übersteigen.

In Frankfurt gab es zwei Auseinandersetzungen mit Messern, wie die Polizei gestern mitteilte. In beiden Fällen sei ein Mann verletzt worden. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst, ein anderer war gestern Nachmittag noch flüchtig. Am Hauptbahnhof sei ein Mann in ein Gleisbett der S-Bahn gestoßen worden. Die S-Bahn habe rechtzeitig bremsen können. Auch hier sei ein Verdächtiger festgenommen worden. Die Motive waren zunächst unklar. Im gesamten Frankfurter Stadtgebiet wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Zudem seien Feuerwerkskörper gezielt in Personengruppen geworfen worden, hieß es. In einem Fall wird nach Angaben der Polizei wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung ermittelt.

Im Raum Wiesbaden gab es mehrere Brände. In Kassel löste eine Rakete auf einem Balkon einen Brand aus. Auch die Feuerwehr in Darmstadt musste vielfach ausrücken. Verletzte gab es jedoch nicht. (mic/dpa)

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Quelle: op-online.de

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