Mit weißer Farbe

Sauerei: Graffiti von Flüchtlingskind Aylan beschmiert

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Das Graffiti zeigt den ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan.

Frankfurt - Was als eindringlicher Protest gedacht war, bekommt weiter Gegenwind: Unbekannte haben das neue Graffiti am Frankfurter Osthafen verschandelt. Auf dem Bild des toten Flüchtlingsjungen Aylan ist weiße Farbe verschmiert worden. 

Mit der knapp 120 Quadratmeter großen Arbeit wollen die beiden Künstler Oguz Sen und Justus Becker nach eigenen Angaben eigentlich gegen die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik protestieren. Das gut sichtbare Bild am Main in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Zentralbank sorgt seit seiner Fertigstellung in der vergangenen Woche für Gesprächsstoff. Wann das Kunstwerk beschädigt wurde, war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. „Es liegt uns bislang noch keine entsprechende Anzeige vor“, sagte ein Sprecher heute.

Der Fall des dreijährigen Aylan hatte vergangenes Jahr weltweit für Entsetzen gesorgt. Der Junge war Anfang September tot an den Strand im Urlaubsort Bodrum angespült worden. Seine Familie hatte versucht, mit ihm von der Türkei aus in die EU zu fliehen. Im September wurde er neben seinem Bruder und seiner Mutter in seiner syrischen Heimatstadt Kobane beerdigt. Auch der chinesische Künstler Ai Weiwei hat das Foto des ertrunkenen Kindes bereits nachgestellt. dpa/skk

Ein Dorf wird zur Leinwand - Street-Art-Projekt Djerbahood

Willkommen in Djerbahood: Das Street-Art-Projekt brachte etwa 150 Künstler aus rund 25 Ländern auf der Ferieninsel Djerba zusammen - entstanden ist eine Art Freilichtmuseum.
Willkommen in Djerbahood: Das Street-Art-Projekt brachte etwa 150 Künstler aus rund 25 Ländern auf der Ferieninsel Djerba zusammen - entstanden ist eine Art Freilichtmuseum.  © Philipp Laage
Mann und Frau mit Tiermasken, musizierend, dazu die umgefallene Statue in Form einer Hand, aus der ein Apfel der Verführung rollt - dieses Bild stammt vom deutschen Künstler Dome, bürgerlich Christian Krämer.
Mann und Frau mit Tiermasken, musizierend, dazu die umgefallene Statue in Form einer Hand, aus der ein Apfel der Verführung rollt - dieses Bild stammt vom deutschen Künstler Dome, bürgerlich Christian Krämer.  © Philipp Laage
Die weiß getünchten Häuser sind eine perfekte Leinwand für die bunten Graffiti - nur die Seeluft dürfte den Farben in Zukunft ein wenig zusetzen.
Die weiß getünchten Häuser sind eine perfekte Leinwand für die bunten Graffiti - nur die Seeluft dürfte den Farben in Zukunft ein wenig zusetzen.  © Philipp Laage
Die Kuppel des Hauses wird zum Kopf einer Krake - hier verschmelzen Wandkunst und Architektur.
Die Kuppel des Hauses wird zum Kopf einer Krake - hier verschmelzen Wandkunst und Architektur.  © Philipp Laage
Wie ein Geist scheint der Mann in schwarzem Gewand auf die Eingangstür des Hauses zuzufliegen.
Wie ein Geist scheint der Mann in schwarzem Gewand auf die Eingangstür des Hauses zuzufliegen.   © Philipp Laage
Dieses Kamel hat keinen Kopf, sondern an dessen Stelle eine Hand mit Sprühflasche - ein Motiv mit Meta-Ebene.
Dieses Kamel hat keinen Kopf, sondern an dessen Stelle eine Hand mit Sprühflasche - ein Motiv mit Meta-Ebene.  © Philipp Laage
Dieses Bild hat der spanische Graffiti-Künstler Malakkai auf die Wand gebracht.
Dieses Bild hat der spanische Graffiti-Künstler Malakkai auf die Wand gebracht.  © Philipp Laage
Der gesprühte Junge auf der Wand blickt auf einen Hof voller Tonsterben. In manchen Winkeln Erriadhs sieht es schon mal ein wenig unaufgeräumt aus.
Der gesprühte Junge auf der Wand blickt auf einen Hof voller Tonsterben. In manchen Winkeln Erriadhs sieht es schon mal ein wenig unaufgeräumt aus.  © Philipp Laage
Der Künstler Rea aus Frankreich hat die abstrakt geschwungenen Formen auf dieser Wand um die blaue Eingangstür herum platziert - ein Beispiel, wie gegebene Architektur und Kunst zusammenwirken.
Der Künstler Rea aus Frankreich hat die abstrakt geschwungenen Formen auf dieser Wand um die blaue Eingangstür herum platziert - ein Beispiel, wie gegebene Architektur und Kunst zusammenwirken.  © Philipp Laage
"Die Utopie optimieren" - dieser Slogan passt zum Anspruch von Djerbahood. Das Street-Art-Projekt brachte Künstler aus der ganzen Welt zusammen.
"Die Utopie optimieren" - dieser Slogan passt zum Anspruch von Djerbahood. Das Street-Art-Projekt brachte Künstler aus der ganzen Welt zusammen.  © Philipp Laage
Isabelle Planchon betreibt in Erriadh ein kleines Guesthouse und erzählt Besuchern von der Geschichte des Ortes, in dem seit Jahrhunderten Muslime und Juden zusammenleben.
Isabelle Planchon betreibt in Erriadh ein kleines Guesthouse und erzählt Besuchern von der Geschichte des Ortes, in dem seit Jahrhunderten Muslime und Juden zusammenleben.  © Philipp Laage
Zwei Bewohner Erriadhs beim Plausch: Gegen die Bemalung ihrer Häuser hatten die Leute vor Ort nach anfänglichen Bedenken nichts einzuwenden.
Zwei Bewohner Erriadhs beim Plausch: Gegen die Bemalung ihrer Häuser hatten die Leute vor Ort nach anfänglichen Bedenken nichts einzuwenden.  © Philipp Laage
Die Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik will in Tunesien alternativen Tourismus abseits des klassischen Pauschalurlaubs fördern - Projekte wie Djerbahood könnten dazu beitragen.
Die Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik will in Tunesien alternativen Tourismus abseits des klassischen Pauschalurlaubs fördern - Projekte wie Djerbahood könnten dazu beitragen.  © Philipp Laage

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