Brüder Grimm Festspiele 

Zu realistisch gespielt: Polizei stürmt Theaterproben in Hanau

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Während der Proben zu „Burning Love“ wird eine Schauspielerin mit einer Waffe bedroht. Eine Anwohnerin ging vom Ernstfall aus und rief die Polizei.

Hanau - Realistischer kann man wohl kaum Theater spielen: Bei Proben zum Jugendstück „Burning Love“ bei den Hanauer Brüder Grimm Festspielen stürmte die Polizei die Bühne, um eine vermeintliche Geiselnahme zu beenden. Besorgte Anwohner hatten die Probe für einen realen Kriminalfall gehalten.

Intendant Frank Lorenz Engel weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll. Zum einen kann er stolz auf seine realitätsnahen Schauspieler sein, zum anderen war das natürlich ein ziemlicher Schock als plötzlich ein massives Polizeiaufgebot den Schauspielern gegenüber stand. Die hatten erstmals in der Ruine der Wallonisch-Niederländischen Kirche im Zentrum Hanaus geprobt, wo das Stück aufgeführt werden soll. 

Dabei hatte eine lautstarke Szene, in der ein Jugendlicher seiner Freundin eine Pistole an den Kopf hält, die Aufmerksamkeit eines Anwohners erregt, der umgehend die Polizei über die vermeintliche Straftat informierte. Sechs Streifenwagen rückten aus, um ein Unglück zu verhindern. Die Beamten überzeugten sich aber schnell davon überzeugen, dass niemand etwas Übles im Schilde führt und dass auch die verwendete Pistole reine Requisite war. 

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In die Rolle eintauchen: Um als Schauspieler Karriere zu machen, braucht es Leidenschaft für den Beruf und das Glück, zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten zu arbeiten. Foto: Florian Schuh
In die Rolle eintauchen: Um als Schauspieler Karriere zu machen, braucht es Leidenschaft für den Beruf und das Glück, zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten zu arbeiten. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Reich und berühmt werden: Das wollen viele angehende Schauspieler. In der Realität sind viele eher Kleinverdiener. Außerdem braucht es Nehmerqualitäten, um Durststrecken auszuhalten. Foto: Florian Schuh
Reich und berühmt werden: Das wollen viele angehende Schauspieler. In der Realität sind viele eher Kleinverdiener. Außerdem braucht es Nehmerqualitäten, um Durststrecken auszuhalten. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Weinen auf der Bühne: Die angehende Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki weiß, wie das geht. Hier spielt sie die Königin Gertrude in Hamlet. Foto: Florian Schuh
Weinen auf der Bühne: Die angehende Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki weiß, wie das geht. Hier spielt sie die Königin Gertrude in Hamlet. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Sucht nach den besten Schauspieltalenten: Norbert Ghafouri leitet die Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh
Sucht nach den besten Schauspieltalenten: Norbert Ghafouri leitet die Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Um Schauspiel zu studieren, braucht es keinen bestimmten Schulabschluss. Die Aufnahmeprüfung an den Schulen ist allerdings hart und die Konkurrenz groß. Foto: Florian Schuh
Um Schauspiel zu studieren, braucht es keinen bestimmten Schulabschluss. Die Aufnahmeprüfung an den Schulen ist allerdings hart und die Konkurrenz groß. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Träumt von einer Karriere beim Film: Christina Tzatzaraki macht eine Ausbildung zur Schauspielerin an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh
Träumt von einer Karriere beim Film: Christina Tzatzaraki macht eine Ausbildung zur Schauspielerin an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Leidenschaft, Fantasie und Interesse an Literatur: Diese Eigenschaften braucht Christina Tzatzaraki als angehende Schauspielerin. Sie lernt an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh
Leidenschaft, Fantasie und Interesse an Literatur: Diese Eigenschaften braucht Christina Tzatzaraki als angehende Schauspielerin. Sie lernt an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Schüler der Filmschauspielschule Berlin bereiten sich mit Stimmübungen auf ihren Auftritt vor. In der Ausbildung beschäftigen sie sich mit verschiedenen Techniken, um ihre Stimme zu schulen. Denn einen Theaterraum mit der eigenen Stimme über Stunden zu füllen, ist schwer. Foto: Florian Schuh
Schüler der Filmschauspielschule Berlin bereiten sich mit Stimmübungen auf ihren Auftritt vor. In der Ausbildung beschäftigen sie sich mit verschiedenen Techniken, um ihre Stimme zu schulen. Denn einen Theaterraum mit der eigenen Stimme über Stunden zu füllen, ist schwer. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Zu Beginn hat Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki bei ihren Auftritten immer Lampenfieber. Doch nach zwei oder drei Minuten ist sie auf der Bühne in ihrer eigenen Welt. Foto: Florian Schuh
Zu Beginn hat Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki bei ihren Auftritten immer Lampenfieber. Doch nach zwei oder drei Minuten ist sie auf der Bühne in ihrer eigenen Welt. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Gleich geht's los: An der Filmschauspielschule Berlin bereiten sich die Schüler auf ihre Hamlet-Aufführung vor. Wer Schauspieler werden will, kann an der privaten Schule eine drei Jahre lange Ausbildung machen. Foto: Florian Schuh
Gleich geht's los: An der Filmschauspielschule Berlin bereiten sich die Schüler auf ihre Hamlet-Aufführung vor. Wer Schauspieler werden will, kann an der privaten Schule eine drei Jahre lange Ausbildung machen. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Noch ein Pinselstrich für das perfekte Bühnen-Make-up: Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki bereitet sich auf ihren großen Auftritt vor. Die 21-Jährige lernt an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh
Noch ein Pinselstrich für das perfekte Bühnen-Make-up: Schauspielschülerin Christina Tzatzaraki bereitet sich auf ihren großen Auftritt vor. Die 21-Jährige lernt an der Filmschauspielschule Berlin. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh

Das Stück „Burning Love“ von Fitzgerald Kusz wird bei den Brüder Grimm Festspielen in der neuen Reihe „Junge Talente“ von Nachwuchs-Regisseur Marco Krämer-Eis inszeniert. Es handelt von der dramatischen ersten Liebe zwischen den Jugendlichen Anschi (Mandy-Marie Mahrenholz) und Andi (Gregor Andreska). Gespielt wird nach der (bereits ausverkauften) Premiere noch am Mittwoch, 27. Juli; Samstag, 30. Juli; Mittwoch, 3. August, und Freitag, 5. August, jeweils ab 20 Uhr in der Wallonisch-Niederländischen Kirche Hanau, Französische Allee. 

Im überdachten Amphitheater von Schloss Philippsruhe laufen derweil noch bis 31. Juli die klassischen Stücke der Brüder-Grimm-Festspiele, in diesem Jahr „Rapunzel“, „Goldene Gans“, „Rotkäppchen“ und in der Sonderreihe Shakespeares „Was ihr wollt“. Weitere Informationen gibt es unter www.festspiele.hanau.de im Internet. Tickets für alle Veranstaltungen gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurtticket.de und auch unter 069 1340400. red

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