Zu wenig Stellflächen: Apps sollen Lkw-Fahrern helfen

Normalzustand auf Rhein-Mains Rastplätzen: Die Lkw stehen dicht gedrängt. 
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Normalzustand auf Rhein-Mains Rastplätzen: Die Lkw stehen dicht gedrängt. 

Region Rhein-Main - Gerade abends herrscht auf Rhein-Mains Rastplätzen dichtes Gedränge. Der Grund: Zu viele Lkw, zu wenig Stellflächen. Dadurch kommt es immer wieder zu Unfällen. Der EXTRA TIPP hat nachgehakt, wie Apps und Telematiksysteme dem Problem entgegenwirken sollen. Von Katrin Greschner

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Sie fahren Tag und Nacht durch die Rhein-Main-Region, Deutschland und manche sogar durch ganz Europa. Sie sitzen stundenlang hinterm Steuer: Berufskraftfahrer. Aber die Könige der Straße haben ein Problem: Die Ruhezeiten, die sie einhalten müssen. Dies führt gerade in den Abendstunden und in der Nacht zu überfüllten Rastplätzen. Die Kolosse stehen immer öfter kreuz und quer. Sie versperren Ein- und Ausfahrten. 

Neben dem Konkurrenzkampf um die Parkplätze kommt es immer häufiger zu Unfällen, weil Autos in unbeleuchtete Lkw krachen. Der Grund: Laut ADAC gibt es viel zu wenige Stellflächen für die Brummis, auch in Rhein-Main. Der Automobilclub fordert 10.000 neue Stellflächen für ganz Deutschland, allein in Hessen fehlten rund 2000, davon allein auf Rastplätzen 1600. Abhilfe schaffen könnten in Zukunft sogenannte Telematiksysteme: Anzeigetafeln an den Autobahnen zeigen an, wie viele Stellplätze auf einem Rastplatz noch frei sind, sodass Brummi-Fahrer gezielt freie Parkplätze anfahren können.

Bayern als Vorreiter

Doch das System benötigt Magnetsensoren, die die Lastwagen auf den Rastplätzen zählen. „Am weitesten entwickelt ist das System in Bayern. Entlang der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg wurden alle Rastanlagen und zwei Autohöfe mit dieser Erfassungstechnik ausgerüstet“, sagt Olaf Behnel, Pressesprecher des ADAC. Eine Reststellplatz-Anzeige gibt es auch schon im Rhein-Main-Gebiet: An der Tank- und Rast-Anlage Taunusblick an der A5 zwischen Bad Homburger Kreuz und Nord-West-Kreuz Frankfurt. Die Planung, die Telematiksysteme zu einem Parkleitsystem auszubauen, soll in Zukunft weiter umgesetzt werden. 

Fotos: So gefährlich ist der Job auf der Autobahn

Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer  Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
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Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db
Die Gefahr ist allgegenwärtig: Nur wenige Zentimenter neben einer Tagesbaustelle auf der A5 rasen Autos und Lkw vorbei. © db

Außerdem ist es in Planung, diese Daten über eine App zu verbreiten. Ein Fahrerassistenzprogramm kann dann die Zielführung zum freien Parkplatz übernehmen. Ein ähnliches System nutzen Apps für Bummi-Fahrer, die bereits für Smartphones zum Download bereit stehen. Die App „Prepark“ ist wie viele andere darauf ausgelegt, Lkw-Fahrern automatisch freie Stellplätze mit Entfernungsangaben anzusagen. So kann der Fahrer hören, welche Stellflächen er noch bis zum Lenkzeitende erreichen kann und wird nicht vom Smartphone-Bildschirm abgelenkt. 

Das System basiert auf dem gegenseitigen Austausch von Lkw-Fahrern. Per Click können diese ihren Kollegen mitteilen, wie voll der Parkplatz ist, auf dem sie sich gerade aufhalten. Dieses System bleibt wohl vorerst die einzige Alternative. Denn bis das Telematiksystem flächendeckend installiert ist, dürfte es noch Jahre dauern.

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Nach dem Unfall sicherten Feuerwehr und Polizei die Unfallstelle ab.
Nach dem Unfall sicherten Feuerwehr und Polizei die Unfallstelle ab. © einsatzfotos.tv
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