Blutiger Fingerabdruck

Ermittler prüfen 220 Hinweise zu sadistischem Serienmörder

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So sah Manfred S. in den 90ern aus.

Frankfurt/Wiesbaden - Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. werden rund 220 Hinweise überprüft. Fünf davon haben den Ermittlern zufolge eine hohe Priorität, 20 andere werden als besonders interessant eingeschätzt.

Überprüft werden müssten allerdings alle 220 Hinweise, „weil man nicht weiß, was dahinter stecken könnte“, sagte die Chefin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, in Wiesbaden auf Anfrage. Der 2014 verstorbene Manfred S. steht unter dem Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben. Darunter könnte auch der 1998 getötete Frankfurter Schüler Tristan sein. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es möglicherweise noch mehr Opfer gibt und S. einen Mittäter oder Mitwisser hatte.

Zu den neuen Hinweisen gehören Anhaltspunkte zu einem Unbekannten, der sich nach dem Mord an Tristan telefonisch mit verwaschener Stimme und leicht hessischem Zungenschlag als Täter bei der Polizei gemeldet hat. Ob es Tristans Mörder oder ein Trittbrettfahrer war, ist noch ungeklärt. Die Auswertung der Fingerabdrücke auf der Klarinette des Hobbymusikers Manfred S. ist auch noch nicht abgeschlossen. Sie soll vor allem Hinweise darauf geben, ob der 2014 gestorbene Rentner aus Schwalbach auch der Mörder von Tristan war. In einem Heft des 13-Jährigen war ein blutiger Fingerabdruck gefunden worden, der dem Verdächtigen bislang nicht zugeordnet werden konnte. dpa/lhe

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Erste neue Zeugenhinweise zu möglichem Serienmord

Ein vom hessischen Landeskriminalamt veröffentlichtes Foto zeigt den mutmaßlichen Serienmörder Manfred S. Foto: Polizei Hessen
Ein vom hessischen Landeskriminalamt veröffentlichtes Foto zeigt den mutmaßlichen Serienmörder Manfred S. Foto: Polizei Hessen © 
Frank Herrmann (l) und Holger Thomsen (r) arbeiten beide in der Sonderkommission AG Alaska des hessischen Landeskriminalamtes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Frank Herrmann (l) und Holger Thomsen (r) arbeiten beide in der Sonderkommission AG Alaska des hessischen Landeskriminalamtes. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa © Frank Rumpenhorst
Bildern des möglichen Täters bei einer Pressekonferenz im hessischen Landeskriminalamt. Foto: Frank Rumpenhorst
Bildern des möglichen Täters bei einer Pressekonferenz im hessischen Landeskriminalamt. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Polizeibeamte suchen in einem Wald nach Spuren im Mordfall Tristan. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
Polizeibeamte suchen in einem Wald nach Spuren im Mordfall Tristan. Foto: Stephanie Pilick/Archiv © Stephanie Pilick
Beamte des Hessischen Landeskriminalamtes verlassen in Schwalbach am Taunus einen Fundort, an dem Leichenteile entdeckt worden sind. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Beamte des Hessischen Landeskriminalamtes verlassen in Schwalbach am Taunus einen Fundort, an dem Leichenteile entdeckt worden sind. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © Fredrik von Erichsen
Polizeibeamte suchen mit Hunden in Frankfurt-Höchst nach möglichen Spuren und Hinweisen zum Mord an dem Schüler. Foto: Arne Dedert/Archiv
Polizeibeamte suchen mit Hunden in Frankfurt-Höchst nach möglichen Spuren und Hinweisen zum Mord an dem Schüler. Foto: Arne Dedert/Archiv © Arne Dedert
Das Grab des 1998 ermordeten Schülers Tristan: Ermittler erhoffen sich neue Aufschlüsse über die Tat. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
Das Grab des 1998 ermordeten Schülers Tristan: Ermittler erhoffen sich neue Aufschlüsse über die Tat. Foto: Stephanie Pilick/Archiv © Stephanie Pilick
Die Leiche des getöteten Tristan wird am 26.3.1998 im Frankfurter Stadtteil Höchst abtransportiert. Foto: Jürgen Mahnke/Archiv
Die Leiche des getöteten Tristan wird am 26.3.1998 im Frankfurter Stadtteil Höchst abtransportiert. Foto: Jürgen Mahnke/Archiv © Jürgen Mahnke

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