Pfoten weg von Nägeln und Rattengift – so trickst man Tierquäler aus

Vor giftigen Ködern schützen: Training für Hunde hilft

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Giftige Köder oder präparierte Wurst (kleines Bild) findet man auf Hessens Wiesen: Beim speziellen Training lernen Hunde, nichts vom Boden zu fressen.  

Region Rhein-Main – Nägel und Rattengift in Frikadellen und Fleischwurst: Tierquäler legen überall in der Region Hundeköder aus, um unsere Lieblinge zu töten. Ein spezielles Anti-Giftköder-Training soll nun die Vierbeiner vor den Gefahren schützen. Von Janine Drusche

Hundetrainer und -besitzer haben im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll: Weil sie beim Spaziergang mit ihrem Vierbeiner extrem aufpassen müssen, dass ihr Liebling nichts vom Boden frisst, wird nun im Rhein-Main-Gebiet ein spezielles Anti-Giftköder-Training angeboten. Der Grund: Fiese Tierquäler legen besonders in Großstädten vergiftete Köder aus, die Hunde nach dem Fressen innerhalb von wenigen Tagen töten können (der EXTRA TIPP berichtete). 

Hundehotels im Trend: Fernsehraum, Pool, Familienanschluss

Labrador Lui (l) und Mischling Luna genießen ihre Zeit im Hundehotel Kettershausen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Labrador Lui (l) und Mischling Luna genießen ihre Zeit im Hundehotel Kettershausen. © Karl-Josef Hildenbrand
Der Jack Russell Terrier Bax hat im Hundehotel Kettershausen mit der auszubildenden Tierpflegerin Silvia Schlump eine Spielgefährtin. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Der Jack Russell Terrier Bax hat im Hundehotel Kettershausen mit der auszubildenden Tierpflegerin Silvia Schlump eine Spielgefährtin. © Karl-Josef Hildenbrand
Buddha und Bambus: Diese Hundepension in Niedersachsen ist nach dem Feng-Shui-Prinzip gestaltet. Foto: Carmen Jaspersen
Buddha und Bambus: Diese Hundepension in Niedersachsen ist nach dem Feng-Shui-Prinzip gestaltet. © Carmen Jaspersen
Was für Menschen gut ist, kann auch Hunden helfen, dachte das Ehepaar Bastinck und ließ sein Hundehotel nach den Regeln von Feng Shui umgestalten. Foto: Carmen Jaspersen
Was für Menschen gut ist, kann auch Hunden helfen, dachte das Ehepaar Bastinck und ließ sein Hundehotel nach den Regeln von Feng Shui umgestalten. © Carmen Jaspersen
Einchecken am Empfang: Hundebesitzer spendieren ihren Tieren gerne eine erholsame Zeit im Feng-Shui-Hotel. Foto: Carmen Jaspersen
Einchecken am Empfang: Hundebesitzer spendieren ihren Tieren gerne eine erholsame Zeit im Feng-Shui-Hotel. © Carmen Jaspersen

Da das Auslegen der Köder in den letzten Jahren laut Polizei zum Volkssport geworden ist, müssen Hundebesitzer einen anderen Weg einschlagen und die Hunde darauf trainieren, die angeblichen Leckerlies nicht anzurühren: Ein Training, das die Tiere vom typischen Hundeverhalten wegführt, aber auf Dauer ihr Leben retten kann.

Ein Pudel im Kampf gegen den Schimmel

Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
 © dpa
Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
 © dpa
Pudel erschnüffelt Schimmelpilz
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Die Hunde lernen beim Training das eigenständige Meiden von ausgelegtem Futter und das Ausspucken von potentiellen Ködern auf Kommando. Angeboten wird das Training beispielsweise in Neu-Isenburg bei Sonja Bauer: „Meistens sind die Hunde nach zwei Monaten fit. Sie fressen nichts mehr von Fremden oder tauschen Gefundenes gegen ein Leckerli beim Halter.“ Wie genau gearbeitet wird, hänge von Hund und Halter ab.

Marie-Louise Kretschmer, Hundetrainerin aus Wiesbaden, trainiert Mensch und Hund zunächst im Einzelunterricht. „Wenn der Hund das Prinzip verstanden hat, üben wir in der Gruppe. Auch abgelenkt muss er sich richtig verhalten“, sagt sie. Wichtig sei es, auch zuhause zu üben. Nur so wirke das Training. 

Heike Brinkmann von der Hundeschule Gooddogs in Heusenstamm bietet zwar kein spezielles Anti-Giftköder-Training an, sie trainiert aber ab der Welpenzeit zusammen mit dem Halter die Impulskontrolle: „Ich bringe den Hunden bei, nicht dem Impuls zu folgen, alles Fressbare auf dem Boden ins Maul zu nehmen“, sagt die Hundetrainerin.

Heimlicher Star - Wombats auf Tasmanien

Sie sind rund, haben Teddyaugen und sehen ganz schön ungewöhnlich aus: Wombats sind die heimlichen Stars der australischen Tierwelt. Foto: Tourism Tasmania
Sie sind rund, haben Teddyaugen und sehen ganz schön ungewöhnlich aus: Wombats sind die heimlichen Stars der australischen Tierwelt. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Der Cradle Mountain ist mehr als 1500 Meter hoch und zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in Tasmanien. Foto: Steffen Trumpf
Der Cradle Mountain ist mehr als 1500 Meter hoch und zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in Tasmanien. Foto: Steffen Trumpf © Steffen Trumpf
Der Lake St. Clair ist mit einer Tiefe von 167 Metern Australiens tiefster See. Foto: Tourism Tasmania
Der Lake St. Clair ist mit einer Tiefe von 167 Metern Australiens tiefster See. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Auf den Pfaden des Cradle Mountain St. Clair National Parks können Besucher mit etwas Glück Tiere beobachten, die es nur in Australien gibt. Foto: Steffen Trumpf
Auf den Pfaden des Cradle Mountain St. Clair National Parks können Besucher mit etwas Glück Tiere beobachten, die es nur in Australien gibt. Foto: Steffen Trumpf © Steffen Trumpf
Ein Wallaby ist ein kleiner Vertreter der Kängurus - und in Tasmanien häufig zu sehen. Foto: Tourism Tasmania
Ein Wallaby ist ein kleiner Vertreter der Kängurus - und in Tasmanien häufig zu sehen. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Der Tasmanische Teufel trägt den Namen nicht von ungefähr: Mit den spitzen Zähnen kann er einem Urlauber aus Europa schon etwas Angst machen. Foto: Tourism Tasmania
Der Tasmanische Teufel trägt den Namen nicht von ungefähr: Mit den spitzen Zähnen kann er einem Urlauber aus Europa schon etwas Angst machen. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Direkt vor den Besuchern - und dann auch noch im Tageslicht: Einem Wombat zu begegnen, ist nicht immer so leicht. Foto: Tourism Tasmania
Direkt vor den Besuchern - und dann auch noch im Tageslicht: Einem Wombat zu begegnen, ist nicht immer so leicht. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Moosbehangenen Bäume und schmale Pfade: Der Enchanted Walk mutet an wie aus einer Märchenwelt. Foto: Tourism Tasmania
Moosbehangenen Bäume und schmale Pfade: Der Enchanted Walk mutet an wie aus einer Märchenwelt. Foto: Tourism Tasmania © Tourism Tasmania
Eigentlich mögen Wombats so viel Tageslicht nicht: Auf dem Enchanted Walk lassen sie sich trotzdem auf manch einer sonnendurchfluteten Lichtung entdecken. Foto: Steffen Trumpf
Eigentlich mögen Wombats so viel Tageslicht nicht: Auf dem Enchanted Walk lassen sie sich trotzdem auf manch einer sonnendurchfluteten Lichtung entdecken. Foto: Steffen Trumpf © Steffen Trumpf
Der Cradle Mountain und der Lake St. Clair gehören zu den beliebtesten Zielen von Urlaubern auf Tasmanien. Schon auf dem Weg vom Flughafen in Hobart zum Nationalpark können sie auf die einheimische Tierwelt treffen. Foto: dpa-infografik
Der Cradle Mountain und der Lake St. Clair gehören zu den beliebtesten Zielen von Urlaubern auf Tasmanien. Schon auf dem Weg vom Flughafen in Hobart zum Nationalpark können sie auf die einheimische Tierwelt treffen. Foto: dpa-infografik © dpa-infografik

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