Offenbacher Landstraße ab April gesperrt

Kaiserlei-Kreisel wird zur Kreuzung: Bauarbeiten beginnen

Der Verkehrskreisel am Kaiserlei hat bald ausgedient.
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Der Verkehrskreisel am Kaiserlei hat bald ausgedient.

Offenbach - Der seit langem geplante Umbau des Verkehrsknotens Kaiserlei zwischen den Städten Frankfurt und Offenbach soll Fahrt aufnehmen. Drei Jahre lang werden die Bauarbeiten am Verkehrsknoten voraussichtlich dauern. Ende Februar sind jetzt die Arbeiten gestartet.

Zeitgleich mit dem offiziellen Spatenstich wurde die Baustelle eingerichtet. Zudem stehen Rodungsarbeiten an, die zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen führen können. Diese Arbeiten beginnen am 20. Februar und dauern voraussichtlich bis zum Monatsende. Spürbar werden die Maßnahmen im Offenbacher Kaiserleigebiet und entlang der Frankfurter Gerbermühlstraße. Dort müssen zeitweilig einzelne Fahrspuren gesperrt werden. Radfahrern empfiehlt die Stadt Offenbach das Gebiet weiträumig zu umfahren und über den Mainuferradweg auszuweichen. 

Größere Behinderungen müssen Autofahrer darüber hinaus zunächst nicht befürchten, da in Bauphase eins bis zum Herbst 2017 zunächst die Kaiserleipromenade über die bislang nicht erschlossene Fläche zur Strahlenbergerstraße verlängert wird. Während dieser Arbeiten entfallen allerdings Parkplätze entlang der Kaiserleipromenade.

Die Umbau-Arbeiten werden sich bis Ende 2019 hinziehen. Ab sofort können sich Interessierte auch mit Hilfe einer Visualisierung über die genauen Pläne informieren. Auf www.kaiserlei-umbau.de sind dazu Bilder und Animationen zu finden. 

Knapp 100 Anlieger und Unternehmer waren am 16. Januar der Einladung der Stadt gefolgt und hatten an einem Infoabend zum Kaiserlei-Umbau teilgenommen. Markus Eichenberger, der Leiter der Offenbacher Stadtplanung, präsentierte die anstehenden Maßnahmen im Details. Vor Ort waren auch Oberbürgermeister Horst Schneider und Frank Achenbach, der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Offenbach. Sie machten noch einmal die Bedeutung des Projekts für den Masterplan 2030 deutlich. Demnach soll die Umgestaltung das Kaiserlei ein ganzes Stück auf dem Weg zu einem „modernen Dienstleistungspark mit hoher Verweilqualität“ voran bringen. 

Warum ist der Umbau des Kaiserleikreisels nötig?

Täglich fahren knapp 66.000 Autos, Laster und andere Fahrzeuge durch den Kreisverkehr im Kaiserleiviertel - Tendenz steigend. Schon 2020 sollen es laut Schätzungen bis zu 79.000 Kraftfahrzeuge sein. Längerfristig rechnen Prognosen sogar mit 94.000 Fahrzeugen pro Tag. Dafür ist der 1965 gebaute Kaiserlei-Kreisel allerdings nicht ausgelegt.

Um den Verkehrsknoten als wichtige Verbindung zwischen Offenbach und Frankfurt sowie als Zubringer für den Frankfurter Flughafen leistungsfähiger zu machen, will die Stadt den Kreisel durch Kreuzungen ersetzt. Parallel werden die Anschlüsse an die A661 und weiterführende Straßen neu gebaut.

„Wir wollen Offenbach mit der Entwicklung des Kaiserleis voranbringen", sagte Oberbürgermeister Horst Schneider. „Dazu gehört auch eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, damit unsere gute Lage mitten im Rhein-Main-Gebiet sich weiter auszahlt. Nach Erstellung eines gemeinsamen Stadtplanes rücken Offenbach und Frankfurt jetzt auch verkehrstechnisch näher zusammen mit einer direkten Verbindung ungestört von der Anbindung an die Autobahn.“

Fotos: So soll der Kaiserlei-Kreisel nach dem Umbau aussehen

So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt.
So soll die geplante Kreuzung am Kaiserlei aussehen, die den Kreisel ersetzt. © Stadt Offenbach

Der gesamte Umbau ist derzeit das größte Verkehrsinfrastrukturprojekt im Straßenbau in Hessen. Er soll vorrangig die Verkehrsströme ordnen  sowie den Fernverkehr vom Regional- und Nahverkehr trennen. Die Stadt Offenbach verfolgt damit auch das Ziel, den Verkehrsfluss am Kaiserlei nach dem Neubau der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend und der Osthafenbrücke zu optimieren.

In Zukunft wird die vierspurige Strahlenbergerstraße mit den Anschlüssen an die A661 direkt verbunden. Dafür werden neue Rampen als Brückenbauwerke auf Pfeilern errichtet. Die Fundamente der Pfeiler werden in einem besonderen Verfahren im Boden verankert.

Die Berliner Straße wächst mit der Kaiserlei-Promenade unter der A661 hindurch zusammen. Die Kaiserleipromenade wird an ihrem anderen Ende in einem Bogen bis zur Strahlenbergerstraße weiter gebaut. Die verlängerte Kaiserleipromenade soll nach den aktuellen Planungen bereits im Oktober 2017 für den Verkehr freigegeben werden. Mit dem Umbau verbessern sich auch die Verbindungen für Radfahrer und Fußgänger: Die Rad- und Gehwege werden barrierefrei erneuert beziehungsweise ergänzt und verlaufen dann oberirdisch zwischen Frankfurt und Offenbach. Leitstreifen führen zu den Ampeln für Fußgänger. Die bereits geschlossene Unterführung wird zurückgebaut.

Arbeiten erfolgen in fünf Phasen

Die Bauarbeiten sind in fünf Bauphasen eingeteilt und sollen – sofern es zu keinen unabsehbaren Verzögerungen kommt – bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Parallel verantworten Mitarbeiter aus dem SOH-Geschäftsfeld Stadtservice den Bau eines Stauraumkanals zur Erschließung der frei werdenden Flächen. Weitere Firmen nutzen den Umbau, um Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation und Fernwärme neu zu verlegen.

Der Ausgleich für den Naturschutz wird durch die Straßenbegrünung und die Maßnahme im Gebiet Mainbogen-Weidenplacken geschaffen. Die bereits abgeschlossene Umsiedelung der Zauneidechsen und das Pflanzen von Hecken für Bluthänfling und Stieglitz erfolgt nach dem Artenschutzrecht.

Der Rückbau des Kreisels ist zugleich Startschuss für die weitere städtebauliche Entwicklung des umliegenden Gewerbegebiets, das sich sowohl auf Offenbacher wie Frankfurter Gemarkung befindet. Offenbach gewinnt 1,8 Hektar Fläche auf der Kreiselinnenfläche für die Ansiedlung von Unternehmen. Das Gewerbegebiet soll im Zuge der Masterplan-Umsetzung als moderner und zentral gelegener Dienstleistungspark Kaiserlei positioniert werden. Rund 15 Hektar kann die Stadt dort mittel- und langfristig entwickeln. Mit Folgeprojekten sollen weitere Baugrundstücke entlang der Stockholmer und Lissabonner Straße erschlossen werden.

Auch Anlieger der Strahlenbergerstraße müssen zahlen

Die Gesamtkosten des Projektes betragen derzeit 37,280 Millionen Euro – entsprechend des Projekt- und Einstufungsbeschlusses 2015 der Stadtverordnetenversammlung. An den Kosten beteiligen sich der Bund mit 8.833.000 Euro und das Land Hessen mit 15.603.500 Euro. Die kommunalen Anteile belaufen sich auf 12.843.500 Euro, wobei Frankfurt den größten Teil übernommen hat. Die Anlieger der Strahlenbergerstraße müssen sich gemäß gesetzlicher Vorgaben mit Straßenbeiträgen beteiligen, deren Verteilung auf die einzelnen Grundstücke zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ermittelt werden kann.

Die Projektleitung für den Umbau dieses wichtigen Verkehrsknotens wird vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement der Stadt Offenbach ausgeübt. „Wir haben viel Zeit in die Planung und technische Abstimmung des komplexen Projekts mit allen beteiligten Unternehmen und Behörden investiert, um einen möglichst reibungslosen Bauablauf vorzubereiten und die Störungen für die Verkehrsteilnehmer zu minimieren. Jetzt freuen wir uns, dass wir mit den eigentlichen Bauarbeiten anfangen können“, erklärt Amtsleiter Markus Eichberger. Die OPG wurde mit der Projektsteuerung beauftragt.

Das Amt für Öffentlichkeitsarbeit hat Informationen für Pendler, Bürger und Anlieger im Internet aufbereitet. Unter der Adresse www.kaiserlei-umbau.de, die auf besonders aufbereitete Seiten im städtischen Onlineauftritt führt, wird über das Projekt und die Geschichte des Kreisels informiert; Visualisierungen veranschaulichen die neuen Verkehrsbeziehungen. Mit Blogbeiträgen, Videos und Bildern begleitet die Onlineredaktion der Stadt Offenbach die Bauarbeiten und informiert aktuell auch über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. red

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Fotos: Alle wollen Tickets! Mega Schlange fürs „OFC-Retterspiel“

Mega Schlange am Bieberer Berg beim freien Ticketverkauf fürs „Retterspiel“ OFC gegen FCB
Mega Schlange am Bieberer Berg beim freien Ticketverkauf fürs „Retterspiel“ OFC gegen FCB © Oliver Haas
Mega Schlange am Bieberer Berg beim freien Ticketverkauf fürs „Retterspiel“ OFC gegen FCB
Mega Schlange am Bieberer Berg beim freien Ticketverkauf fürs „Retterspiel“ OFC gegen FCB © Oliver Haas
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FOTOS: Mega Schlange fürs „Retterspiel“ OFC gegen FCB © Oliver Haas
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