Das Beste aus den Bohnen herausholen

Offenbacher Barista gibt Brühkurse für perfekten Kaffee

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Jutta Baisch erklärt in ihren Seminaren, wie French Press, Mocca-Kännchen, Porzellanfilter und Chemex richtig bedient werden.

Offenbach - Alle Welt trinkt nur noch Espresso. Seinen Kaffee aufzubrühen dagegen war lange Zeit der Inbegriff der Spießigkeit. Doch das Blatt wendet sich. In Offenbach gibt Barista Jutta Baisch sogar spezielle Brühkurse. Von Christian Reinartz

Filterkaffee war gestern, heute geht’s nicht unter einer ordentlichen Espressomaschine. Schon zum Frühstück kommt jetzt statt dem einfach schwarzen Kaffee mindestens ein Cappuccino, besser ein Latte Macchiato auf den Tisch. Und schneller geht’s auch noch, Nespresso, Tassimo, Senseo und Co. sei Dank.

Ist also Omas Schwarzer endgültig ein Auslaufmodell? Echte Bohnen-Kenner antworten darauf entrüstet: „Auf keinen Fall!“ Sie wissen längst: Den waren Kaffeegenuss mit allen Nuancen liefern die herkömmlichen Zubereitungen per Hand. Längst gibt es zahlreiche Brühmethoden, wie man das beste aus den veredelten Bohnen herausholen kann, ohne sie mit Hochdruck durch einen Siebträger zu jagen. Das was dann am Ende in der Tasse landet, ist in der Tat eine Leckerei, die so rein gar nichts mit dem lieblosen Filterkaffee zu tun hat, den ganze Generationen aus billigen Plastik-Maschinen getrunken haben. 

Barista Jutta Baisch weiß das und will diese Erkenntnis verbreiten. Sie betreibt die Cafebar am Wochenmarkt in Offenbach und veranstaltet Kaffee-Seminare. Dabei lernen Fans der Bohne vor allem eines: Wie man auf ganz unterschiedliche Arten schmackhaften Kaffee zubereiten kann. „Einfach ist das nicht“, sagt Baisch: „Kaffeekochen ist im Grunde ein richtiges Handwerk. Nur wer alle Handgriffe richtig beherrscht und sich an genaue Regeln hält, wird einen Kaffee kochen können, der ein echter Hochgenuss ist.“

Kolumbien - Im Goldenen Dreieck des Kaffees

Mittendrin statt nur dabei: Auf Gustavos Plantage kann man seinen Kaffee selbst pflücken. Foto: Michael Juhran
Mittendrin statt nur dabei: Auf Gustavos Plantage kann man seinen Kaffee selbst pflücken.  © Michael Juhran
Wie köstlicher Kaffee richtig zubereitet wird, erfahren Touristen im Verkostungsbereich der Finca "El Ocaso". Foto: Michael Juhran
Wie köstlicher Kaffee richtig zubereitet wird, erfahren Touristen im Verkostungsbereich der Finca "El Ocaso".  © Michael Juhran
Die steile Hanglage macht Juan Pablo Echeverre und seinen "Cafeteros" die Bewirtschaftung der Kaffeeplantage nicht einfach - die Ernte ist ein Knochenjob. Foto: Michael Juhran
Die steile Hanglage macht Juan Pablo Echeverre und seinen "Cafeteros" die Bewirtschaftung der Kaffeeplantage nicht einfach - die Ernte ist ein Knochenjob.  © Michael Juhran
Auf der Farm von Juan Pablo dürfen Touristen im Geländewagen mitfahren und die Arbeit auf der Plantage von der Straße aus beobachten. Foto: Michael Juhran
Auf der Farm von Juan Pablo dürfen Touristen im Geländewagen mitfahren und die Arbeit auf der Plantage von der Straße aus beobachten.  © Michael Juhran
Erst nach dem Rösten entfaltet der Kaffee sein volles Aroma. Das schwarze Gold ist im Westen ein Lifestyle-Produkt, entsprechend hohe Preise können ausgefallene Sorten erzielen. Foto: Michael Juhran
Erst nach dem Rösten entfaltet der Kaffee sein volles Aroma. Das schwarze Gold ist im Westen ein Lifestyle-Produkt, entsprechend hohe Preise können ausgefallene Sorten erzielen.  © Michael Juhran
Grüne Hänge im Nebel: Das Triángulo de Oro del Café, das Goldene Dreieck des Kaffees, ist auch landschaftlich reizvoll. Foto: Procolombia
Grüne Hänge im Nebel: Das Triángulo de Oro del Café, das Goldene Dreieck des Kaffees, ist auch landschaftlich reizvoll.  © Procolombia
Ein voller Korb Kaffeekirschen: Touristen lernen auf geführten Touren durch die Plantagen schnell, wie mühsam die Ernte per Hand ist. Foto: Procolombia
Ein voller Korb Kaffeekirschen: Touristen lernen auf geführten Touren durch die Plantagen schnell, wie mühsam die Ernte per Hand ist.  © Procolombia
Bis zur Reife der Früchte dauert es etwa neun Monate. Dann werden sie zu leuchtend roten Kaffeekirschen, die geerntet werden können. Foto: Procolombia
Bis zur Reife der Früchte dauert es etwa neun Monate. Dann werden sie zu leuchtend roten Kaffeekirschen, die geerntet werden können.  © Procolombia
Im Goldenen Kaffeedreieck der kolumbianischen Zentralkordilleren nahe Salento steht die Finca "El Ocaso" - heute ist sie auch ein Ziel für Touristen, die etwas über den Kaffeeanbau lernen wollen. Foto: Michael Juhran
Im Goldenen Kaffeedreieck der kolumbianischen Zentralkordilleren nahe Salento steht die Finca "El Ocaso" - heute ist sie auch ein Ziel für Touristen, die etwas über den Kaffeeanbau lernen wollen.  © Michael Juhran
Spitzenkaffee wird noch immer handverlesen. Für die "Cafeteros", die Kaffeefarmer, bedeutet die Arbeit ein bescheidenes Auskommen. Foto: Michael Juhran
Spitzenkaffee wird noch immer handverlesen. Für die "Cafeteros", die Kaffeefarmer, bedeutet die Arbeit ein bescheidenes Auskommen.  © Michael Juhran
Gustavo Patino und seine Frau Gloria schwören auf ihren halbgerösteten Arabica-Kaffee. Foto: Michael Juhran
Gustavo Patino und seine Frau Gloria schwören auf ihren halbgerösteten Arabica-Kaffee.  © Michael Juhran
Die Hacienda Venecia empfängt seit sieben Jahren Touristen. Anfangs gab es dort nur einfache Unterkünfte - heute machen es sich Urlauber auf den Liegen am Pool bequem. Foto: Michael Juhran
Die Hacienda Venecia empfängt seit sieben Jahren Touristen. Anfangs gab es dort nur einfache Unterkünfte - heute machen es sich Urlauber auf den Liegen am Pool bequem.  © Michael Juhran

In den Kursen geht es zwar auch um Espresso. „Aber nur am Rande“, sagt Baisch. Das Hauptaugenmerk liegt auf den herkömmlichen Zubereitungsmethoden. Neben der sogenannten French Press lehrt Baisch auch den richtigen Umgang mit dem Moccakännchen, dem klassischen Porzellanfilter und der Chemex, einer noch seltenen Zubereitungsart, bei der der Kaffee quasi in Zeitlupe in einen Glaskolben tropft. Sowohl Mahlgrad als auch Aufgießtemperatur variiert bei jeder Methode. Baisch: „Wer da einen Fehler macht, erhält am Ende nur eine starke schwarze Plörre.“

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Die Kaffeemaschine Dolce Gusto Eclipse von De'Longhi sieht aus wie ein Kunstwerk. Erst wenn der Ring geöffnet ist, sieht man den Auslass für den Kaffee. Foto: Florian Schuh
Die Kaffeemaschine Dolce Gusto Eclipse von De'Longhi sieht aus wie ein Kunstwerk. Erst wenn der Ring geöffnet ist, sieht man den Auslass für den Kaffee.  © Florian Schuh

Wer sich für die Kaffee-Seminare interessiert, findet Infos, Kontakt und Termine auf www.cafebaramwochenmarkt.de. Der EXTRA TIPP verlost eine Seminarteilnahme. Einfach bis Dienstag, 8. November, 14 Uhr, auf www.facebook.de/rheinmainextratipp den „Gefällt-mir-Button“ drücken und unsere Seite liken oder das hier unten angefügte Gewinnspielformular ausfüllen und abschicken.

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