Tatort Kulturzentrum

Offenbach: Unbekannte schmeißen immer wieder Hühner über Zaun

Süß, aber er und sein Feder-Kumpel müssen ausziehen!

Kuriose Attacke in Offenbach: Immer wieder werfen Unbekannte Hühner über einen Zaun - wer steckt dahinter?

Offenbach - Es ist schon wieder passiert! Unbekannte haben in einer Nacht- und Nebelaktion heimlich zwei männliche Hühner - sprich Hähne - über den Zaun des Kulturzentrums Hafen 2 in Offenbach geworfen. Die Betreiber sind genervt. Zwar sind sie sehr tierlieb und haben selbst einen kleinen Streichelzoo. Aber was zu viel ist, ist zu viel.

Unbekannte werfen in Offenbach immer wieder Hühner über den Zaun

„Süß, aber gerne möchten wir selbst entscheiden!“ Mit Humor, aber dennoch genervt postet Alexander Braun vom Offenbacher Kulturzentrum Hafen 2 auf deren Facebook-Seite, dass schon wieder heimlich Hähne über ihren Zaun geschmissen worden sind. „In den vergangenen Jahren ist uns das schon fünf bis sieben Mal passiert.“ Im aktuellen Fall hatten sich die männlichen Hühner wohl mehrere Tage auf dem Gelände versteckt. Und sie hatten Glück, dass der Fuchs sie nicht holte, der laut Braun hier ab und zu nachts vorbeischaut.

 „Zwei Hähne haben wir dann plötzlich entdeckt. Sie sahen sehr zerrupft, vom Regen durchnässt und mager aus. Wir haben sie dann erstmal aufgepäppelt“, erzählt Braun. Besonders bitter: Ursprünglich waren sie ein Trio, doch ein Tier hat’s nicht geschafft. „Nachdem wir die anderen beiden sahen, haben wir einen toten Hahn unter einer Plastiktüte gefunden.“

Offenbach: Wer kann die männlichen Hühner aufnehmen?

Die Hafen-2-Betreiber haben zwar einen Streichelzoo, unter anderem mit Schafen und Gänsen. Und auch fünf Hühner und ein Hahn tummeln sich fröhlich auf dem Gelände am Main. Doch einen weiteren Hahn und erst recht nicht zwei würden das Klima in der Federvieh-Familie nicht vertragen. Ganz klar: Für einen weiteren Hahn ist kein Platz im Hafen 2 in Offenbach! „Wir hoffen sehr, dass sich ein Abnehmer für die zwei Hähne findet. Ich bin zwar kein Experte, aber ich vermute, dass sie von der Rasse der Seidenhühner stammen.“ 

Als Notlösung bleiben die zwei Hähne aber im Hafen 2 wohnen. „Allerdings sind sie dann nur in einem sieben mal sieben Quadratmeter großen Gehege untergebracht. Zwar haben sie dort wesentlich mehr Bewegungsfreiheit als die meisten ihrer Artgenossen, aber mir wäre es lieber, wenn sie sich freier bewegen können“, sagt der Tierfreund.

Stecken Hühnerzüchter hinter der kuriosen Attacke in Offenbach?

Rätselhaft bleibt für ihn weiterhin, wer regelmäßig die Hähne aufs Gelände schmeißt. „Wir haben keine Ahnung, wer das ist. Es könnten Hühnerzüchter aus Schrebergärten sein, die ihre Hähne loswerden wollen“, mutmaßt der Offenbacher. Für viele seien Hähne nutzlos, da sie keine Eier legen. Er verweist auf die Eier-Industrie, die pro Jahr etwa 50 Millionen männliche Küken vergast oder schreddert. Zumindest das wurde den beiden Hähnen erspart und vielleicht findet sich ja jemand, der ihnen ein neues Zuhause bietet.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare