Nächster Wettbewerb-Erfolg

Offenbach: Susanne Hippauf ist jetzt deutsche Gedächtnismeisterin

Susanne Hippauf war die beste Frau bei den Deutschen Gedächtnismeisterschaften. Foto: nh

Superhirn Susanne Hippauf aus Offenbach hat wieder zugeschlagen. Bei den Deutschen Gedächtnismeisterschaften schnappte sie sich den Titel als beste Frau. Damit ging es auf der Weltrangliste weiter nach oben.

Region Rhein-Main – „Die Konkurrenz war wirklich unglaublich stark, aber ich habe mich nicht beirren lassen und einfach mein Ding gemacht“, sagt Susanne Hippauf kurz nach ihrer Teilnahme bei den Deutschen Gedächtnismeisterschaften in Tuttlingen. Und ihre Taktik hat sich offenbar ausgezahlt: Die Offenbacherin schloss den Wettbewerb als beste Frau ab und krönte sich so zur Deutschen Gedächtnismeisterin.

In allen zehn Disziplinen ging die 38-Jährige an den Start. Unter anderem musste sie sich innerhalb von einer halben Stunde so viele Zahlen wie möglich in der richtigen Reihenfolge merken – am Ende wurden es 770. Außerdem konnte sie 1992 Binärziffern, also Einsen und Nullen, sowie 392 Spielkarten in der richtigen Reihenfolge wiedergeben. Am Ende landete Hippauf bei der internationalen Gesamtwertung auf dem achten, in der deutschen auf dem siebten Platz, nur sechs Männer waren besser als sie. „Im Vergleich zum letzten Mal habe ich mich in einigen Disziplinen sogar noch gesteigert.“

Besonders stolz ist die Oberkommissarin der Polizei Frankfurt aber auf ihre Verbesserung in der Weltrangliste: „Da bin ich von Platz 95 auf den 76. Platz hochgeklettert!“ Doch es soll noch weiter nach oben gehen, nach dem Wettbewerb ist schließlich vor dem Wettbewerb. Und der steht schon in zwei Wochen in London an. Weil auch dieser eine internationale Meisterschaft ist, tritt die Offenbacherin in den gleichen zehn Disziplinen an. „Die Memo Masters in Tuttlingen waren eigentlich die perfekte Vorbereitung auf London“, sagt sie. „Ich habe gesehen, wo ich vielleicht noch ein paar Schwächen habe und kann an diesen noch etwas feilen.“ Zuviel trainieren will die 38-Jährige mit Blick auf ihre Merktechnik dann aber doch nicht. Weil sie im Kopf eine ihr bekannte Route abgeht, auf der sie Begriffe oder Zahlen ablegt, möchte sie diese Wege nicht zu sehr ausreizen, wie sie selbst sagt. Für Susanne Hippauf steht in London aber nicht nur der Wettbewerb im Vordergrund. Sie freut sich auch auf die Teilnehmer aus den vielen anderen Ländern. „Der Austausch mit den Kollegen macht einfach immer sehr viel Spaß – die Begeisterung fürs Gedächtnistraining verbindet uns alle miteinander.“ Und auch privat will sie die Reise in die britische Hauptstadt ein bisschen genießen. Einen Tag die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken, das hat die Offenbacherin schon fest eingeplant. Ganz abschalten vom Gedächtnistraining kann sie dann aber doch nicht. „Wenn ich durch London schlendere, habe ich dann ja auch wieder ein paar neue Routen, auf denen ich mir im Kopf wieder Dinge, Begriffe oder Zahlen ablegen kann“, sagt sie lachend.

Von Julia Oppenländer

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