Anwohnerin jagt Täter

Brutaler Katzen-Killer unterwegs? Ein Tier gequält, ein Tier tot

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Ist ein Katzen-Killer in Offenbach unterwegs? Diese Frau klagt an.

Treibt ein Katzen-Killer in Offenbach sein Unwesen? Die Besitzerin einer gequälten Katze jagt jetzt den Unbekannten.

Offenbach – Lautes Katzengeschrei reißt Carla Kynast Ende April mitten in der Nacht aus dem Schlaf. Vor der Tür dann der Schock: Blutüberströmt liegt ihre Katze Faye mit Verletzungen an Augen, Nase, Kopf und Mund in einem Gebüsch. „Ich dachte erst, dass sie in einen Revierkampf verwickelt war oder von einem Auto angefahren wurde“, sagt die Katzenmama aus Offenbach. „Doch die Tierärztin sagte mir, dass diese Verletzungen auf eine Misshandlung durch Menschen hinweisen.“ extratipp.com* berichtet über den Vorfall.

Treibt Katzen-Killer in Offenbach sein Unwesen?

Erst mal ist Carla Kynast erleichtert, dass die Katze den Vorfall überleben wird. Doch am nächsten Tag bekommt sie einen weiteren Schock: Der dreijährige Kater Snow einer Nachbarin wird ebenfalls mit Kopfverletzungen gefunden – tot. „Auch hier wird die Kollision mit einem Auto ausgeschlossen“, sagt sie. Carla Kynast und ihre Nachbarin berichten daraufhin bei Facebook von ihren Erlebnissen. 

Carla Kynast mit Faye auf dem Arm.

Hier erhalten sie Hinweise auf weitere ähnliche Vorfälle. Sie alle finden in der Zeit vom 20. bis zum 28. April und im Bereich Obere Grenzstraße, Wetterpark und Ketteler Krankenhaus in Offenbach statt. Die Tierbesitzer vermuten einen Zusammenhang, wollen ohne Hinweise auf einen möglichen Katzen-Killer aber nicht zur Polizei gehen. Sie sagt: „Der Fall würde zwar aufgenommen werden, aber wirklich was machen könnten die Beamten ja nicht.“

Polizei Offenbach: Bislang keine Hinweise

Bei der Polizei weiß man deshalb nichts von den möglichen Tierquälereien. „In diesem Jahr haben wir noch keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegenüber einer Katze vorliegen“, sagt Felix Geis, Sprecher der Polizei Südosthessen, auf Anfrage. Auch Michael Eiblmaier, stellvertretener Leiter der Feuerwehr Offenbach, bestätigt: „Bei uns gibt es aktuell nicht mehr Fälle von Fundtieren oder misshandelten Katzen. Sowas würde uns sicher auffallen.“ 

Faye nach dem Besuch beim Tierarzt.

Untätig wollen Carla Kynast und ihre Offenbacher Nachbarin aber trotzdem nicht bleiben. Sie planen, auf eigene Faust gegen die mutmaßlichen Tierquäler vorzugehen. 1500 Flyer haben sie gedruckt und in der Nachbarschaft verteilt. „Uns geht es vor allem um Aufklärung. Wir wollen die Menschen hier in der Gegend sensibilisieren. Vielleicht halten dann alle ein bisschen mehr die Augen offen“, sagt die Katzenmama. 

Offenbacherin sagt: "Meine Faye ist nicht mehr dieselbe"

Carlas Kynasts Katze konnte zwar gerettet werden, trotzdem hat der Vorfall ernsthafte Folgen: „Meine Faye ist seitdem nicht mehr dieselbe. Sie braucht viel mehr Schlaf und ist zickiger.“ Weil die Linse nach innen verschoben ist, wird die zwölf Jahre alte Katze auf einem Auge wohl blind bleiben. Aber auch die anderen drei tierischen Mitbewohner der Offenbacher Familie spüren die Konsequenzen. „Ich lasse meine Katzen jetzt nicht mehr nach draußen. Ich habe viel zu viel Angst, dass auch sie so misshandelt werden.“

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Julia Oppenländer

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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